Die Geschichte der Caritas Wertarbeit

Geschichte des Geschäftsfeldes Caritas Wertarbeit und der Caritas Werkstätten Köln


Im Jahr 1961

In Trägerschaft des Sozialdienstes Katho­lischer Männer e.V. Köln wird in den Räumen der „Offenen Tür St. Mauritius“ in der Großen Telegraphenstraße die erste „Be­schützende Werkstatt“ in Köln gegründet. Dies ist der Ursprung der heutigen Caritas Werk­stätten Köln. Das Kinderheim „Maria Hilf“ in Trägerschaft der Schwestern vom armen Kinde Jesu be­treibt seit Januar in Köln-Kalk ein Hilfsschulheim mit Heimschule. Dies sind die Wurzeln der heutigen Betriebsstätte Clara-Fey-Haus.

 

Oktober 1963

Drei kleine Räume einer alten Mädchenschule in der Gereonstraße werden ange­mietet. Dort kann die „Beschützende Werkstatt“ in eigenen Räumen kontinu­ierliche Arbeit für die behinderten Jugendlichen leisten. Die Werkstatt wird stetig erweitert.

 

September 1964

Die Clara-Fey-Bildungsstätte in Köln-Kalk ist neben dem Kinderheim fertig gestellt und wird bezogen. In vier Klassen werden jetzt 40 behinderte Mädchen unter­richtet und betreut.

 

Juli 1971

Der Caritasverband für die Stadt Köln e.V. hat auf dem Gelände des ehema­ligen städtischen „Gut Frohnhof“ in Köln-Ossendorf eine Werkstatt für behinderte Menschen errichtet. In die Räume des ersten Bauabschnitts ziehen die 35 behinderten Jugendlichen und Er­wachsenen sowie sieben Mitarbeiter der „Beschützenden Werkstatt“ des Sozial­dienstes Katholischer Männer e.V. Köln ein.

 

Januar 1973

Der zweite Bauabschnitt der WfB „Gut Frohnhof“ ist fertig. 160 Plätze stehen nun zur Ver­fügung.

 

Mai 1974

Laut Kultusministerbeschluss von 1971 ist den Sonderschulen für Geistigbe­hinderte die Werk­stufe angegliedert worden. Die Clara-Fey-Bildungsstätte hat nun wie viele andere Tages­stätten keinen klaren rechtlichen Auftrag mehr. Erste Ge­spräche über eine Kooperation mit „Gut Frohnhof“ finden beim Landschaftsverband Rheinland statt.

 

Januar 1982

Die Clara-Fey-Bildungsstätte wird vom Caritasverband als Zweigwerk­statt der WfbM „Gut Frohnhof“ übernommen. Die Zweigwerkstatt heißt nun „Clara-Fey-Haus“ und wird vom „Gut Frohnhof“ mit Arbeit versorgt. Aus der Bildungsstätte wird eine Werkstatt.

 

Oktober 1983

Der Erweiterungsbau mit 90 Plätzen im „Gut Frohnhof“ wird bezogen.

 

Juni 1984

Alle 290 Plätze im „Gut Frohnhof“ in Ossendorf und im „Clara-Fey-Haus“ in Kalk sind be­legt. Dem Bedarf entsprechend wird weiter geplant.

 

April 1986

Der letzte Bauabschnitt von „Gut Frohnhof“ ist fertig. Ein Werkstatt­laden mit angegliederter Näherei wird eröffnet.

 

März 1987

Die Räumlichkeiten in Köln-Kalk sind für einen ordentlichen Werkstatt­betrieb nicht ge­eignet. Ein erstes Planungsgespräch über den Neubau einer Zweigwerk­statt mit Vertretern des Landschaftsverbandes Rheinland findet statt.

 

Januar 1989

Baubeginn eines Neubaus auf dem Gelände in Köln-Kalk. Hier soll eine Zweigwerk­statt mit vielseitigem Arbeitsangebot für 170 behinderte Menschen ent­stehen.

 

Januar 1990

Sowohl im „Gut Frohnhof“ wie auch im „Clara-Fey-Haus“ werden Inten­siv­förder­gruppen für Menschen mit schweren Behinderungen und Verhaltensauf­fäl­ligkeiten eingerichtet.

 

Januar 1991

Einweihung der neuen Zweigwerkstatt „Clara-Fey-Haus“ in Köln-Kalk. Es stehen nun ins­gesamt 430 Arbeits- und Betreuungs­plätze für Menschen mit Behin­derung zur Verfügung.

 

Oktober 1994

Die beiden oberen Etagen im Altbau in der Bertramstraße in Köln-Kalk wurden aus Eigen­mitteln zu einer Zweigwerkstatt für psychisch behinderte Menschen um­gebaut. Diese Zweig­werkstatt mit 32 Plätzen erhält den Namen „CariTec“.

 

April 1995

Die CariTec beginnt offiziell ihre Arbeit und wird von den Leistungsträgern als Werkstatt für Behinderte anerkannt.

 

September 1995

Die WfB Gut Frohnhof mit den Zweigwerk­stätten Clara-Fey-Haus und CariTec werden um­benannt in „Caritas Werkstätten Köln“.

 

November 1996       

Die Außenstelle (Gartenbaugruppe) wird auf dem Gelände der ehe­maligen Krankenhaus­gärtnerei des Elisabeth-Krankenhauses in Köln-Hohenlind eröffnet.

 

Juni 1997

Auf Grundlage eines Beschlusses des Rates der Stadt Köln wurde im Juni 1997 mit der Einrichtung von dezentralen JobBörsen in den neun Kölner Stadtbezirken begonnen. In einem Konsortium von 10 verschiedenen Trägern werden statdteilorieniterte Arbeitsangebote für Menschen in Langzeitarbeitslosigkeit gemacht. Von den insgesamt 23 JobBörsen betreibt der Caritasverband die JobBörsen in Bickendorf und Bocklemünd. Die Grundlage  bildet die bundesweit modellhafte Zusammenarbeit zwischen Arbeitsamt, Sozialamt und freien Trägern.

 

Januar 1999

Start eines Qualitätsmanagement-Projektes mit dem Ziel der Zertifi­zierung aller Arbeits- und Betreuungsbereiche der Caritas Werkstätten Köln nach DIN EN ISO 9001.

 

Dezember 2000

Zertifizierung aller Arbeits- und Betreuungsbereiche der Caritas Werk­stätten Köln nach DIN EN ISO 9001 durch die DQS Deutsche Gesellschaft zur Zerti­fi­zierung von Managementsystemen mbH.

 

September 2001

Im Clara-Fey-Haus wird eine zweite Arbeitsgruppe mit besonderer Be­treuung eingerichtet, um stärker auf die Bedürfnisse der älter werdenden Beschäftigten und auf Grenzfälle mit entsprechend schwerer geistiger oder sozialer Behinderung ein­gehen zu können.

 

November  2001

Im Clara-Fey-Haus wird der Snoezelenraum der visuelle, taktile und akustische Reize anbietet, eingeweiht. Hier kann durch die Schaffung einer besonderen Atmosphäre eine intensive Sinneswahrnehmung ermöglicht werden.

 

Januar  2003

In Gut Frohnhof werden bestehende Gruppenräume so umstrukturiert, dass für Beschäftigte mit besonderem Betreuungsbedarf aufgrund von Alterser­scheinungen, geringer Arbeitsfähigkeit und Verhaltensauffälligkeiten angemessene Ange­bote zur Verfügung gestellt werden können. Die Arbeitsgruppen mit besonderer Betreuung fungieren als Bindeglied zwischen Arbeitsgruppen und Fördergruppe.

 

Juni  2003

Die Grundsteinlegung für die CariPrint und CariTec als vierte Betriebs­stätte der Caritas Werkstätten Köln findet im Gewerbegebiet in Ossendorf in der Heinrich-Rohlmann-Straße statt. Hier werden 90 Plätze im Bereich Druckerei und Lettershop für Menschen mit geistiger Behinderung und 65 Plätze für Menschen mit einer psychischen Erkrankung geschaffen.

 

August  2003

Die Neustrukturierung des Hauswirtschaftsbereiches in Gut Frohnhof ist abgeschlossen. Durch umfangreiche Umbauarbeiten und Bereitstellung von moderner Ausstattung wird der hausinterne Dienstleistungsbereich attraktiver gestaltet.

 

Januar 2005     

In den neuen Betriebsstätten CariPrint und CariTec in der Heinrich-Rohlmann-Straße beginnt die Arbeit. In die CariPrint ziehen der graphische Bereich aus Gut Frohnhof und der Lettershop aus dem Clara-Fey-Haus um.

 

Juli 2005

Durch die große Reform des SGB II („Hartz IV“) bekommen die JobBörsen eine neue Rechtsgrundlage. Die bislang freiwillige Zusammenarbeit von Arbeitsamt und Sozialamt wird in der „ARGE Köln“ institutionalisiert.

 

Januar 2008

Im Rahmen einer großen Reorganisation im CV Köln entstehen vier operative Geschäftsfelder; die bisherige Arbeit der JobBörsen wird gemeinsam mit den Caritas Werkstätten Köln unter das gemeinsame Dach des Geschäftsfeldes Beschäftigungshilfe gestellt.

 

September 2008

Im Geschäftsfeld beginnt ein großer Reorganisationsprozess um die neue Ausrichtung mit Leben zu füllen. Hierzu wird eine partizipativ besetzte Stuererungsgruppe „Organisationsentwicklung“ gegründet, die aus 23 Mitgliedern besteht.

 

Juli 2009

Im Rahmen der Strategie- und Strukturdiskussion der OE-Gruppe entsteht ein neues Organisatonsmodell für das Geschäftsfeld. Die bisherige Zweiteilung in den Leistungsbereich Arbeitsmarkt und die Leistungsbereiche Caritas Werkstätten wird aufgegeben und durch ein funktionales Organisationsmodell ersetzt. Es entstehen die Leistungsbereiche Bildung und Beratung, Betreuung und Förderung, Vermittlung und Qualifizierung sowie Arbeit und Beschäftigung.

 

2009

Eröffnung der Außenarbeitsgruppe „Dillenburger“ mit 36 Beschäftigten in einer angemieteten Halle bei der Firma Dillenburger.

 

2012

Eröffnung einer modernen Fertigungsstätte für FORD in der Richard-Byrd-Str.  Mit dem Abschluss eines neuen Rahmenvertrages mit FORD war dieser Umzug notwendig, um die hohen Ansprüche an Qualität und Prozesssicherheit von FORD umzusetzen. Hier sind 120 Menschen mit Behinderung beschäftigt.

 

Oktober 2015

Der moderne Bereich des Industrieservice in der Heinrich-Rohlmann-Straße 13 erhält endlich wieder neue Nutzer. Der Bereich Industrieservice aus dem Gut Frohnhof zieht in diesen Bereich um und unterstützt damit den Ausbau und die Erweiterung des Arbeitsbereiches mit besonderer Betreuung im Gut Frohnhof.

 

Mai 2016

Der Arbeitsbereich mit besonderer Betreuung im Gut Frohnhof bezieht den umgebauten und renovierten Bereich. Es entsteht ein modernes offenes Konzept mit klienten- und bedarfsgerechten Individuallösungen. Mit dieser Maßnahme wird vielen Personen eine neue Art von Teilhabe am Arbeitsleben ermöglicht. Als nächstes steht die Modernisierung des „kleine Hauses“ an

 

November 2016

Die Modernisierungs- und Instandsetzungsarbeiten im „kleinen Haus“ des Gut Frohnhof finden Ihren Abschluss. Der Arbeitsbereich mit besonderer Betreuung bezieht die ersten Räume und hat nun die Möglichkeit Angebote für Personen mit besonderen Bedürfnissen und einem näheren Assistenzbedarf vorzuhalten.