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Der Elisabeth-Preis 2016
Große Bühne für großes Engagement

Am 17. November 2016 stand die Kölner Flora wieder einmal unter dem Zeichen der Rose. Vor mehr als 300 Gästen verlieh die CaritasStiftung im Erzbistum Köln mit einem feierlichen Festakt den Elisabeth-Preis 2016. Mit insgesamt 9.000 Euro Preisgeld zeichnete die Stiftung herausragendes soziales Engagement im Erzbistum Köln aus.

 

Über 40 Initiativen hatten sich im Vorfeld um den Elisabeth-Preis und den Sonderpreis „jung + engagiert“ beworben. Keine leichte Entscheidung für die Jury, die schließlich jeweils drei Projekte nominierte und ins Rennen um den ersten Platz schickte.

 

Über diesen in der Kategorie Elisabeth-Preis 2016 und damit über ein Preisgeld von 2.500 Euro durfte sich schließlich der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) in Köln mit dem Projekt „gewaltlos.de“ freuen.  Der Online-Chat richtet sich an Mädchen und Frauen, die von Gewalt betroffen sind, ihre Anonymität noch nicht aufgeben wollen oder zusätzliche Hilfe benötigen. Ehrenamtliche begrüßen die schutz- und hilfesuchenden Frauen in einer „digitalen Lobby“, bevor sie an hauptamtliche Beraterinnen online weitervermittelt werden. Ziel von „gewaltlos.de“ ist es, dass die Frauen ermutigt werden ihre virtuelle Welt zu verlassen und Beratungsstellen und weiterführende Hilfen aufzusuchen.

 

Der erste Preis in der Sonderkategorie „jung + engagiert“ ging an die Flüchtlingsinitiative „Recht auf Spiel“ aus Grevenbroich, die mit einer Vielzahl von Freizeit- und Bildungsangeboten Geflüchteten zur Integration verhilft.

 

Für den Elisabeth-Preis ebenfalls nominiert waren das interkulturelle Autorencafé „fremdwOrte“ im Literaturhaus Köln, ein literarisches Austausch- und Kontaktangebot für geflüchtete und ansässige Autoren sowie das Integrationsprojekt „Orientierung Plus II“ des Vereins Migrafica.

 

 In der Kategorie „jung + engagiert“ fieberte das nominierte generations-übergreifende Projekt „GeschichteNtausch“ des Aloisiuskollegs in Bonn und die Initiative „Tolerant aktiv sein“ von youngcaritas Oberberg der Entscheidung der Jury entgegen. Leer gingen aber auch sie nicht aus. Alle Nominierten durften sich über ein Preisgeld von jeweils 1.000 Euro freuen.

 

„In unserer medialen Welt müssen wir permanent Bilder ertragen, die uns mit der Not und Verzweiflung anderer Menschen konfrontieren. Wir werden dadurch auch mit unserer eigenen Angst und Hilflosigkeit konfrontiert. Als christliche Bank ist es uns daher ein Anliegen, Menschen zu unterstützen, die sich ein Herz fassen statt die Hände in den Schoß zu legen und im Rahmen ihrer Möglichkeiten konkrete Hilfe leisten“, so Hans-Bernd Kloth, Vorstand der Pax-Bank Köln, die die diesjährige Preisverleihung unterstützte.

 

Die Gewinner 2016
Videos und Informationen zu den einzelnen Preisträgern

Der Gewinner des Elisabeth-Preises 2016:

„gewaltlos.de“ - Sozialdienst kath. Frauen e.V., Köln

 

In Deutschland werden immer mehr Frauen Opfer häuslicher Gewalt. Im Jahr 2015 waren es mehr als 104.290 weibliche Opfer, die Dunkelziffer dürfte sogar weit höher sein. Das belegt die neue Auswertung der polizeilichen Kriminalstatistik für 2015.

„gewaltlos.de“ ist ein internetgestütztes psychosoziales Beratungsangebot, das sich an Mädchen und Frauen richtet, die von Gewalt betroffen sind, ihre Anonymität aber noch nicht aufgeben wollen oder zusätzliche Hilfe benötigen.

Bei „gewaltlos.de“ werden jährlich ca. 2.400-2.500 Mädchen und Frauen aktiv beraten. Knapp 27.000 Besucherinnen und Besucher zählte die Website im letzten Jahr. Bei gewaltlos.de finden Opfer aller Gewaltformen (psychische, physische, häusliche, rituelle, sexuelle Gewalt, Stalking, Mobbing,…) Unterstützung. Weitere Informationen unter www.gewaltlos.de

 

Ebenfalls für den Elisabeth-Preis nominiert wurden:

„fremdwOrte"
Dr. Roberto Di Bella und Literaturhaus Köln

 

Das  interkulturelle Autorencafés fremdwOrte „ lädt geflüchtete Schriftsteller, Journalisten und Übersetzer ein, im Kölner Literaturhaus mit deutschsprachigen und internationalen Kollegen in den Dialog zu treten. Im Austausch auf Augenhöhe (und von Dolmetschern unterstützt) können in zwangloser Runde Texte vorgestellt sowie praktische Hinweise und Erfahrungen über das Leben als Schreibende/r in Deutschland bzw. im Exil ausgetauscht werden.

Es ergibt sich ein neuer Blick auf die Beteiligten, nicht als Angehörige eines Staates oder einer Volksgruppe, sondern als Autor und Autorin, nicht als Flüchtlinge, sondern als Menschen mit auch kulturellen Bedürfnissen. So ist eine bereits fest etablierte Anlaufstelle für Begegnungen und Inspiration im Austausch mit Gleichgesinnten entstanden.

 

 „Orientierung Plus II“
 MIGRAFICA

 

Das Projekt unterstützt jugendlichen Geflüchtete, die nach Deutschland kommen. Es setzt sich ein für Chancengleichheit und die tatsächliche Teilhabe in allen Bereichen, insbesondere am gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Leben, ermöglichen.

Wichtig ist es, die Grundpfeiler der deutschen Wertegemeinschaft verständlich zu machen und nachhaltig zu vermitteln. Um dieses Ziel zu erreichen, wurden in der ersten Phase die Asylsuchenden mit den ersten notwendigen sozialen, kulturellen, politischen und juristischen Informationen versorgt.

Das Projekt zeichnet sich dadurch aus, dass es ein „schnelles“ Auffangsystem für die Geflüchteten dargestellt und gleichzeitig darauf abzielt, die Ehrenamtlichen und andere unterstützende Personenkreise auf die Tätigkeit mit den Geflüchteten vorzubereiten, zu sensibilisieren und sie weiterzubilden.

 

Der 1. Preis in der Kategorie "jung+engagiert":

Initiative Recht auf Spiel
„Netzwerk Flüchtlingshilfe Grevenbroich“
CaritasSozialdienste Rhein-Kreis Neuss

Das Ziel der ehrenamtlichen Arbeit ist es Freizeit- und Bildungsangebote für Geflüchtete zu initiieren und auf diese Weise den schutzsuchenden Kindern und Familien zur Integration zu verhelfen.

Dazu gehören wöchentlich stattfindende Fußballtreffs, Kinderbetreuungen in Notunterkünften, Teilnahme an Konzerten und Ausflügen in umliegende Großstädte und weitere kulturelle Angebote.

Im Frühjahr 2016 hat die Initiative einen Lern- und Bibliotheksraum in zentraler Lage der Stadt eingerichtet. Der sogenannte "working space"  dient Geflüchteten aus Grevenbroich und Umgebung in erster Linie als Lern- und Ruheraum.  An Computer- und Einzelarbeitsplätzen kann hier beispielsweise Deutsch geübt werden, was in den Mehrbettzimmern der Unterkünfte oft nur schwer möglich ist.

 

Ebenfalls für den Sonderpreis "jung+engagiert" nominiert wurden:

GeschichteNtausch
Aloisiuskolleg Bonn

 

„Jugendliebe. Liebesgeschichten-Lebensgeschichten“.

Bei dem ursprünglich als einmaliges Literaturprojekt geplanten Begegnungs- und Interviewprojekt entwickelte sich der Kontakt zwischen den Internatsmädchen des Aloisiuskolleg Bonns und den älteren Menschen im benachbarten Seniorenstift am Redoutenpark so schön und herzlich, dass seitdem regelmäßig gegenseitige Besuche stattfinden.

Dieser Kontakt macht alle glücklich denn auch wenn sich die Zeiten ändern, die wichtigen Themen wie Liebe, Familie, Freundschaft, Tod ändern sich nicht im laufe der Zeit.

 

 

„Tolerant aktiv sein"
youngcaritas Oberberg

 

Zwei Jugendliche aus dem Bergischen setzen sich aktiv für ein tolerantes Miteinander ein. Zusammen bauen sie im Oberbergischen Kreis "youngcaritas" auf und machen Aktionen mit Kindern und Jugendlichen zu sozialen Themen.

Ihr besonderes Anliegen: Etwas für die Toleranz gegenüber Flüchtlinge zu tun und so die Willkommenskultur im Oberbergischen zu stärken.  Mit Aktionen in Schulen haben die beiden auf youngcaritas aufmerksam gemacht und ein Team von ehrenamtlichen Jugendlichen gewinnen können.

Mittlerweile wurden so diverse Sportaktionen mit Jugendlichen und Flüchtlingen, Kochaktionen, Spieleabende und Aktionstage durchgeführt. Außerdem ist u.a. ein Handyvideo mit jungen Flüchtlingen zum Thema "Zukunft" entstanden.