Not sehen und handeln - die Caritas im Erzbistum Köln
Diözesan-Caritasdirektor Dr. Frank Johannes Hensel:
"In der Caritas wird das Leben als Geschenk Gottes angenommen und geschützt, ganz besonders da, wo es sich nicht selbst schützen kann, wo es sehr zerbrechlich, ängstlich oder nicht alleine lebensfähig ist. Darum finden Sie uns an der Seite der Ungeborenen und ihrer Mütter und Väter, bei den Kranken und Behinderten, den Ausgegrenzten, den Verwirrten, den Armen - also gemäß unserem biblischen Auftrag bei den Schwachen und Beladenen."
"Wir von der Caritas verlassen uns ja nun beileibe nicht einfach auf den Staat, aber wir entlassen den Staat auch nicht aus seiner Mitverantwortung für die, die leiden an Armut, Isolation und Einsamkeit, Pflegebedürftigkeit und Ausgrenzung. Wir bieten mit unseren Diensten und Einrichtungen weit mehr als Suppe und Obdach, wir knüpfen ein Hilfeleistungsnetz gegen den freien Fall durch die Gesellschaft."
"Ich bin fest davon überzeugt, dass die zukünftige politische und gesellschaftliche Entwicklung nicht bereits feststeht, sondern dass wir sie mitgestalten können und das als Caritas auch versuchen müssen."
"Wir haben keine Sammlung, sondern eine Sendung. Wir befriedigen auch keine Gesellschafter, sondern wir befrieden Gesellschaft, indem wir Ausgrenzungen und Abkopplungen ganzer gesellschaftlicher Gruppen entgegenwirken."
„Die großen sozialen Herausforderungen der Gegenwart berühren deshalb im Kern stets die Frage, wie es gelingt, der Entmischung unserer Gesellschaft zu wehren; einer Entmischung von Arm und Reich, Alt und Jung, Deutschen und Ausländern, Ungebildeten und Ausgebildeten.“
„In einer vielfältiger werdenden Gesellschaft wächst die Herausforderung, caritative Arbeit so zu organisieren, dass sie wirklich allen Menschen offen steht, die Hilfe brauchen. Um so in der Breite wirken zu können, bietet die verbandliche Caritas seit gut hundert Jahren als ausgewiesener Partner des Sozialstaats Hilfen auch gegen Entgelt und in institutionalisierter Form an. Wer heute krank, alt, behindert und bedürftig ist, ist in Deutschland in der Regel nicht allein auf Barmherzigkeit angewiesen, sondern hat einen Rechtsanspruch auf fachkundige Hilfe. Das ist mit eine Errungenschaft der Katholischen Soziallehre; dieses Recht hat etwas mit Menschenwürde zu tun.“
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