Kinderheime / stationäre Einrichtungen der Erziehungshilfe
Eltern bleiben Eltern, auch wenn es manchmal gut sein kann, dass Kinder und Eltern eine Zeit lang nicht zusammen leben. Obwohl die ambulanten Erziehungshilfen in den vergangenen Jahren ausgebaut worden sind, ist die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die im Heim leben, konstant geblieben - ein Zeichen dafür, dass der Erziehungsbedarf insgesamt wächst.
Knapp 2.300 Kinder und Jugendliche lebten im Jahr 2004 in den 40 katholischen Einrichtungen der Erziehungshilfe im Erzbistum Köln. Ziel einer Unterbringung im Heim ist es, das Kind bzw. den Jugendlichen, wenn möglich, auf eine Rückkehr in seine Herkunftsfamilie vorzubereiten. Nach traumatischen Erlebnissen in der Herkunftsfamilie kann es nötig sein, dass ein Kind bzw. Jugendlicher im Heim zunächst stabilisiert wird, bevor eine Betreuung in Form von Pflege oder Adoption in einer anderen Familie ins Auge genommen wird. Für manche, vor allem ältere Jugendliche kann es sinnvoll sein, längere Zeit im Heim zu leben, um dort schrittweise auf ein eigenständiges Leben vorbereitet zu werden.
Um diese Ziele zu erreichen, gibt es verschiedene Betreuungsformen:
- Vollzeitpflege im Heim
- Tagesgruppen für Minderjährige, die abends in die Familie zurückkehren
- Betreute Wohnformen, die jungen Erwachsenen helfen, selbständig zu werden
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