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Politischer Wille entscheidet über Bildungschancen
Caritas stellt Studie über Bildungschancen vor Ort vor - Interaktive Karte mit Ergebnissen im Netz
Köln. In Nordrhein-Westfalen verlassen 6,5 Prozent der Jugendlichen die Schule ohne Hauptschulabschluss. Damit liegt die Quote zwar knapp unter dem Bundesschnitt von rund 7 Prozent, sie weist örtlich jedoch deutliche Unterschiede auf. So hatte auf der Ebene des Erzbistums Köln die Stadt Düsseldorf 2009 die höchste Zahl an Abgängern ohne Abschluss: fast 9,5 Prozent. Um den Ursachen auf die Spur zu kommen, die für die Zahl an Schulabgängern ohne Hauptschulabschluss verantwortlich sind, hat der Deutsche Caritasverband in Zusammenarbeit mit dem Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung die Studie „Bildungschancen vor Ort“ durchgeführt. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass vielersorts ein signifikanter Zusammenhang zwischen der Quote der Abgänger ohne Hauptschulabschluss und den sozioökonomischen Gegebenheiten (u.a. Arbeitslosenquote) besteht. In der Studie wurde zudem untersucht, wie es gelingen kann, Schüler vor Ort zu unterstützen. Erfolgsfaktoren sind danach handfeste Unterstützungsleistungen der Kommune und die gute Vernetzung der Akteure vor Ort. Dr. Frank Johannes Hensel, Diözesan-Caritasdirektor für das Erzbistum Köln: „Entscheidend ist vor allem der politische Wille zur Förderung benachteiligter Kinder und Jugendlicher, dann folgen dem Willen auch die Mittel und die Akteure.“ Und weiter: „Es ist unumstritten, dass in den ersten Lebensjahren wichtige Voraussetzungen für die Lern- und Bildungsprozesse junger Menschen geschaffen werden. Ein Beispiel: Der Besuch einer Kindertagesstätte hat positive Auswirkungen auf die Bildungsbiografie gerade von sozial benachteiligten Kindern.“ In Köln etwa verließen 2009 knapp sechs Prozent der Jugendlichen die Schule ohne Hauptschulabschluss – die Arbeitslosigkeit lag hier bei 10,6 Prozent. In Wuppertal hatten 12,5 Prozent der Bewohner keine Arbeit, auch die Quote der Schulabgänger war hier höher, sie betrug 8,4 Prozent. Darüber hinaus ist die Zahl der Förderschüler in Wuppertal höher als im NRW-Durchschnitt. Ansprechpartnerin beim Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln: Sabine Depew, Tel. 0221 /
2010 263,
Hinweis an die Redaktionen: Sie können die Daten der Studie für jedes Bundesland, jeden Kreis und jede kreisfreie Stadt auch im Internet auf einer interaktiven Landkarte abrufen: www.caritas.de/bildungschancen . Die ausführlichen Ergebnisse der Studie finden Sie außerdem in der Ausgabe „neue caritas“ mit dem Spezialheft „Was wirklich zählt – Studie zu Bildungschancen, Tel. 0761-368250, info@lambertus.de
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