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Gold für die "Vision Vielfalt"

Caritas sieht "Vision Vielfalt" auf dem Siegertreppchen der Olympischen Spiele
8. August 2012; (presse@caritasnet.de)

Erzbistum Köln. Wie der Deutsche Olympische Sport-Bund verkündete, haben zwei Dutzend seiner Sportler in London einen Migrationshintergrund. Doch was heißt Migrationshintergrund überhaupt? Im Ausland geboren? Der Opa kam aus Italien? Olympia vermittelt ein Gefühl von Vielfalt. Diese Vielfalt als Bereicherung und Kraft für Deutschland zu erleben, ist das Gebot der Stunde und ragt weit über den Sport hinaus.

Adamski, Bujdoso, Tasiadis, Beretzko-Marggrander, Schwarzkopf und Nguyen – nur einige der Olympioniken, denen ganz Deutschland die Daumen drückt und zujubelt: Medaillen und Ehre für unser Land. Dass diese sehr erfolgreichen Sportler oder ihre Eltern Wurzeln in Griechenland, Polen, Ungarn, Russland, Kirgisien und Vietnam haben, ist
für das Erreichen der sportlichen Ziele unseres Olympia-Teams nicht wesentlich. Auf die Talente kommt es an, unabhängig von ihrer kulturellen und sozialen Herkunft. Die üblichen Integrationshemmer wie Herkunft, Aussehen, Sprache und formaler Bildungsstand spielen eine angenehm untergeordnete Rolle. Ob „bio-deutsch“, „neu-deutsch“ oder mit und ohne Migrationshintergrund wird zur Nebensache, wenn sie nur den Adler auf dem Trikot tragen und ihr Bestes geben. Im Sport ist Deutschland weitgehend angekommen in der Lebensrealität vieler Menschen.

„In Zeiten wachsender Vielfalt ist es der Caritas ein Anspruch, zahlreiche Brücken zwischen den Menschen zu schlagen und mehr Verständnis füreinander zu wecken“, sagt Diözesan-Caritasdirektor Dr. Frank Johannes Hensel.

Im Gegensatz zum Fußball sind Menschen mit Migrationshintergrund im deutschen Olympiakader jedoch noch unterrepräsentiert. Bei 392 deutschen Athleten beträgt ihr Anteil rund sechs Prozent. So sind die Zugangsbarrieren für einige Olympische Sportarten wie Rudern, Reiten, Segeln oder Hockey offenbar noch schwieriger zu durchbrechen. „Mehr Chancengleichheit schafft mehr Vielfalt und die macht uns stärker“, betont Hensel. Der Sport sei, so Hensel weiter, ein Motor der Integration. Ein Motor, der wohl noch viele andere Bereiche der Gesellschaft antreiben muss.

Teil einer Vielfaltsgesellschaft sein – eine Vision, die auch der Diözesan-Caritasverband mit Leben füllen will.

 

 

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