Projekte & Förderbeispiele

Förderbeispiele

Die Erträge aus dem Stiftungskapital der CaritasStiftung kommen einzelnen Projekten und Aktivitäten zugute, die in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen oft notwendige Hilfe leisten.

Erfahren Sie mehr über die Projekte vor Ort, die durch die CaritasStiftung gefördert wurden:

Mehr Informationen zu einzelnen Projekten

Förederbeispiele Mamica

„Mamica“ ist ein Projekt zur gesellschaftlichen und sozialen Integration von schwangeren Roma-Frauen und Roma-Müttern mit kleinen Kindern des Caritasverbandes Wuppertal/Solingen e.V. in Wuppertal . Aufgrund ihrer eingeschränkten Lebenswelt und Kommunikationsmöglichkeiten haben die Frauen keine hinreichende Aufklärung hinsichtlich der gesundheitlichen Versorgung ihrer Familien.  Der Zugang zu Bildungsangeboten wird ihnen bereits in ihren Herkunftsländern verwehrt. Auch in Deutschland besucht eine große Anzahl der Roma-Kinder nur unregelmäßig die Schule. Traditionell wird der Hilfe im Haushalt und bei der Kinderbetreuung gerade bei Mädchen mehr Bedeutung zugeschrieben als der regelmäßige Besuch einer Schule.  Elementare Lerninhalte sowie das Rüstzeug zum eigenen kritischen Denken bleiben unvermittelt.

Das Projekt „Mamica“ bietet den jungen Roma-Frauen regelmäßiger Sprachkurse, Austauschtreffen  und Informationsveranstaltungen an, um ihnen so gesundheitliche Aufklärung und einen gesellschaftlichen Zugang zu ermöglichen und die interkulturelle Öffnung zu begünstigen. 

In Wuppertal leben derzeit ca. 600 geduldete Roma-Flüchtlinge. In Flüchtlingsheimen isoliert und von Armut betroffen, ist ihr Zugang zur gesellschaftlichen Integration und gesundheitlichen Grundversorgung stark eingeschränkt. 

Die Roma-Frauen spielen eine zentrale Rolle bei gesellschafts- und gesundheitsbezogenen Angelegenheiten ihrer Familien und Gemeinschaften. Sie sind für die Erziehung der Kinder und die Versorgung der Familie zuständig. Durch die erschwerte Bildungssituation in ihren Herkunftsländern sind diese Frauen oft von Analphabetismus betroffen. Dies schränkt die Alltagsbewältigung ein und hindert sie an einer gesellschaftlichen Partizipation. Durch mangelnde Kenntnisse und Aufklärung über die gesundheitliche Versorgung fehlen den jungen Müttern Orientierungspunkte zur gesunden Entwicklung ihrer Kinder, beginnend bei der kindgerechten Ernährung bis hin zu Vorsorgeuntersuchung und Zahnhygiene. Ein unsicherer Aufenthaltsstatus und mangelnde Mobilität erschwert ihnen zusätzlich den Zugang zu Bildungsangeboten. 

"Mamica" unterstützt junge Roma-Frauen mit folgenden Maßnahmen:

  • Sicherung der Mobilität durch Anschaffung eines Monatstickets
  • Regelmäßige Sprachkurse zur Verbesserung der Deutschkenntnisse
  • Austauschtreffen und Informationsangebote zu den Themen Gesundheit, Bildung, Familienplanung, Schwangerschafts- und Erziehungsberatung.
  • Die Projektlaufzeit beträgt 1,5 Jahre und endet am 31.12.2015. Die CaritasStiftung unterstützt das Projekt „Mamica“ mit einem Betrag von 16.000,00 Euro. 

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Förderbeispiele Service-Learning

Fürs Leben lernen – Das Projekt „Service Learning“ will Schüler für das ehrenamtliche Engagement interessieren und sie für ihr Berufsleben stärken. Die Lehr- und Lernmethode soll das gesellschaftliche Engagement von Kindern und Jugendlichen im Schulalltag verankern. Seit Mai 2009 ist IN VIA als Kompetenzzentrum für die Stadt Köln im bundesweiten Netzwerk der Freundberg Stiftung „Lernen durch Engagement – Service Learning“ tätig und hat das Ziel, neun Schulkooperationen in rechts-rheinischen Stadtteilen mit vergleichsweise hohem Anteil an Migranten und sozial schwächer gestellten Familien einzugehen.

Die Lehrer erhalten alle wichtigen Informationen auf einem Einführungsworkshop und ehrenamtliche Schulbegleiter (ehemalige Lehrer und Schulleiter) unterstützen die Schulen bei der Umsetzung des Projektes.

Die Schüler recherchieren den Bedarf für ehrenamtliches Engagement in ihrem Stadtviertel und suchen sich selbst ihre Einsatzstellen wie beispielsweise im Kindergarten oder in einem Seniorenheim aus. Im Schulunterricht setzen sie sich theoretisch mit den sozialen Themen auseinander. Das „Fachwissen“ über ihren Arbeitsplatz erhalten die Schülerinnen und Schüler durch Fachreferenten, wie zum Beispiel einer Ärztin, die über das Thema „Krankheit im Alter“ informiert. Einmal wöchentlich besuchen sie dann ihre „Einsatzstelle“ außerhalb der Schulzeit und gestalten den Nachmittag mit den Kindern einer KiTa oder demenzkranken Menschen in einem Seniorenheim.

Später reflektieren die Schüler im Unterricht ihre Erfahrungen und dokumentieren ihre Einsätze in Form von Lerntagebüchern oder Plakaten. Auf diese Weise sollen sie sich über den gesamtgesellschaftlichen Kontext ihres Engagements, ihrer Verantwortung in der Gesellschaft bewusst werden. Die Schüler lernen ihr Wissen praktisch anzuwenden und verstehen schulische Inhalte tiefer und umfassender.

Das Projekt kann den Prozess der Berufsfindung positiv beeinflussen, denn Arbeitshaltung und Berufsfähigkeit werden trainiert und eigene Stärken und Neigungen erkundet.

Die Schulen sollen nach Ablauf des Projektes befähigt werden, ihr Projekt selbstständig weiter zu führen.

Förderung durch die CaritasStiftung: 20.000 €

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Goldene Palme

Hochwertige Filmfestivals gibt es nicht nur in Cannes. Für das Projekt  „Art of Budget“ wird am 21.08.2015 der rote Teppich in der Domstadt ausgelegt. „Art of Budget“, für das der Kölner OB Jürgen Roters die Schirmherrschaft übernommen hat,  ist aber mehr als ein Highlight für Cineasten, es ist ein Präventionsprojekt der Schuldnerberatung des SKM-Köln für Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 15-20 Jahren. An zehn ausgewählten Kölner Schulen wurde jeweils ein künstlerischer Film zum Thema „Geld-Schulden-Konsum-Werte-Normen entwickelt.

Betreut von Absolventen der Medienhochschule Köln für die fachliche Umsetzung sowie einer Fachkraft des SKM für die inhaltliche Begleitung, wurden die Schülerinnen und Schüler in der Projektlaufzeit für die Themen Konsum und Finanzen, Kaufverhalten und Kaufmotivation sowie persönliche Werte und Normen sensibilisiert. Ziel ist die Erreichung einer finanziellen Kompetenz und – durch die künstlerische Gestaltung des Themas – auch die Förderung kultureller Fähigkeiten. Zum Abschluss startet am 21. August 2015 ab 9:30 ein großes Filmfestival mit dem Kooperationspartner des Projektes, der KOMED GmbH, das eine nachhaltige Diskussion über die Thematik in der breiten Öffentlichkeit anschieben soll.

Vor dem Hintergrund einer zunehmend Konsum orientierten Gesellschaft, geraten junge Menschen immer früher in finanzielle Schwierigkeiten. Kredite auch für Jugendliche, bargeldlose Zahlungsmethoden und Ratenkäufe tragen dazu bei, die zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel falsch einzuschätzen. Der Wunsch, gesellschaftliche Teilhabe durch Konsumbeteiligung sicherzustellen, führt immer mehr junge Menschen in Überschuldung bis hin zur Straffälligkeit.

Das Projekt „Cannes in Köln“ richtet sich an den Sekundarbereich weiterführender Schulen sowie an berufsbildende Schulen. In der zweijährigen Projektlaufzeit erhalten die Jugendlichen grundlegende Kenntnisse im Bereich finanzielle Bildung sowie die Möglichkeit, über das eigene Konsumverhalten zu reflektieren - und Überschuldung frühzeitig zu erkennen und damit zu vermeiden. Neben der Bewusstwerdung der Eigenverantwortlichkeit werden die Teilnehmenden befähigt, ihre Erfahrungen auch an Gleichaltrige weiterzugeben – Peer to Peer.

Nach dieser ca. vierteljährigen thematischen Einführung ins Thema werden die Mädchen und Jungen von Künstlern in der Konzeption und Umsetzung eines entsprechenden Films angeleitet und betreut. Die Filme werden auf einem zentralen Festival vorgestellt, zu dem alle Kölner Schülerinnen und Schüler der entsprechenden Jahrgangsstufen eingeladen werden. Durch die kreative und innovative Auseinandersetzung mit der gesellschaftsrelevanten Problemstellung ist eine nachhaltige Implementierung bei den Jugendlichen gewährleistet. Das auf diese Weise entstandenen Filmmaterial kann darüber hinaus zur weiteren Finanzprävention genutzt werden.

Die CaritasStiftung unterstützt das Projekt „Art of Budget“ mit einem Betrag von 25.000,00 Euro.

Weitere Einblicke in die Arbeit der CaritasStiftung

Die Stiftungsreporte der CaritasStiftung

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