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Jahresbericht 2015 2016 13 Frau Lepper wie sehen Sie das als junge mit arbeiterin ist das heute offener Lepper Ja das denke ich schon Da ist gar nicht so ein Schalter im Kopf das darf ich das darf ich nicht Glücklicherweise Denn ich meine dass junge Leute weniger bereit sind sich formal ein zufügen Wenn die Anforderungen nicht zu ihrem Leben passen suchen sie sich im Zweifel eher einen neuen Arbeitgeber als früher Wie hat sich die rolle der Frau im verband geändert es gab in 100 Jahren noch keine Dicv vorsitzende Feldhoff Frauen haben es schon schwerer auf eine Leitungsposition zu kommen Aber man muss den Weg mal sehen Als ich Vorsitzender wurde gab es einen einzigen Laien als Diö zesan Caritasdirektor in der ganzen Bundesrepu blik Sonst waren das nur Priester reicht ihnen denn der Anteil an Frauen in Führungspositionen heute schon Feldhoff Nein womit ich aber ein Problem habe sind die Frauenquoten Da bin ich hin und her gerissen Ich finde es nicht besonders respekt voll für Frauen wenn sie über eine Quote eine Stelle bekommen Als naturwissenschaftlicher Typ ist mir aber klar Ohne die Quote wird es in bestimmten Fällen gar nicht gehen Lepper Während meiner Arbeit an der DiCV Chro nik s S 15 habe ich einige starke und den Ver band prägende Frauen der vergangenen 100 Jahre kennengelernt Mehr als ich dachte und was die Zukunft angeht bin ich total optimistisch Wo es heute noch eine gläserne Decke gibt wird sie zunehmend rissiger Ich erlebe viele Frauen in Führungspositionen als Bereichs und Abtei lungsleiterinnen Ich hoffe sehr dass die Frau nicht erst dann gleichberechtigt in der Caritas angekommen ist wenn es endlich eine Caritas direktorin gibt Was prägte die entwicklung des Dicv mehr die katholische Kirche oder die gesell schaft Feldhoff Das ist zeitbedingt unterschiedlich Bei dem Ausstieg aus der gesetzlichen Schwanger schaftskonfliktberatung ging die Krise eindeu tig von der Kirche aus Die Arbeit war super und man musste aussteigen das war abso lut dramatisch Heute ist Armut für den DiCV ein Schwerpunkt jetzt spezifiziert durch die Flüchtlingsfrage Das ist ein gesellschaftliches Problem auf das Caritas und Kirche reagieren müssen Wie würden Sie einem Berufsanfänger die Arbeit beim Dicv schmackhaft machen Feldhoff Wenn man das aus wirtschaftlicher Sicht sieht Der Arbeitsplatz in der Caritas ist wirtschaftlich vergleichbar mit dem öffentlichen Dienst und er ist weniger ausbeutend als bei vielen privaten Trägern die nur Geld machen wollen Lepper Man muss viele gar nicht erst überzeu gen dass die Caritas eine gute Organisation mit guten Zielen ist und dass sie hier etwas mit Sinn tun können Natürlich gibt es die Bilder und Vorurteile zu einer kirchlichen Organisation Aber es lohnt sich zu betonen dass der Einsatz für die Caritas lohnt SCHWERPuNKTE THEMEN amp ENTWICKLuNGEN HIGHLIGHTS IN BILDERN WIR üBER uNS Generationen Dialog Friederike Lepper und Dr Norbert Feldhoff


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