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34 Zum 1 Januar 2017 ist ein neuer Pfle gebedürftigkeitsbegriff in der Pflegever sicherung eingeführt worden Ziel ist die Bedürfnisse von Menschen mit Demenz und Menschen mit geistigen oder psy chischen Einschränkungen ebenso zu berücksichtigen wie die Bedürfnisse von Menschen mit körperlichen Beeinträch tigungen Aus den bisherigen drei Pfle gestufen wurden fünf Pflegegrade Der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff ist Teil der Pflegereform die die Große Ko alition 2015 mit den Pflegestärkungsge setzen I und II auf den Weg gebracht hat Mit dem neuen Pflegebedürftigkeitsbe griff ist ein neues Begutachtungsverfah ren zur Feststellung der Pflegebedürftig keit verbunden Maßstab soll nicht mehr der Hilfsbedarf in Minuten sondern der Grad der Selbstständigkeit eines Men schen sein Denn das neue Verfahren stellt den Menschen seine Ressourcen und Fähigkeiten in den Mittelpunkt Es wird gefragt wie seine Selbstständigkeit erhalten und gestärkt werden kann und wobei er Hilfe und unterstützung benö tigt Pflegebedürftige die bereits nach dem alten Verfahren begutachtet sind und eine Pflegestufe haben werden ohne Leistungseinbußen in die neuen Pflegegrade übergeleitet Der neue Pflege bedürftigkeitsbegriff Modellprojekt EQisA zieht bundesweite Kreise Ein echter Erfolgsschlager Bundesweit beteili gen sich inzwischen 229 Pflegeeinrichtungen mit mehr als 21 000 Bewohnerinnen und Be wohnern am Projekt EQisA Ergebnisqualität in der stationären Altenhilfe Der Kölner Diö zesan Caritasverband und das Bielefelder In stitut für Pflegewissenschaft IPW hatten das Projekt vor mehr als vier Jahren angestoßen Es beurteilt die Qualität in der stationären Pflege nach wissenschaftlichen Kriterien Anders als bei den Pflegenoten wird mit dem IPW Konzept das bewertet was tatsächlich beim Nutzer der Leistungen also dem Pflegebedürf tigen ankommt Seit 2012 werden mit dem Projekt EQisA spezifische Ergebnisindikatoren in Pflegeeinrichtungen ausgewertet zum Beispiel die Vermeidung von Stürzen mit gravierenden Folgen und Druckgeschwüren oder der Erhalt von Mobilität Zusätzlich werden die Aktivitäten der Heimbewohner registriert und Angehörige befragt diese Daten werden ausgewertet und analysiert Externe Experten prüfen ob die Er gebnisse nachvollziehbar und welche Verbesse rungen im internen Qualitätsmanagement erfor derlich sind Es ist schön die Entwicklung vorantreiben zu können sagt Dr Heidemarie Kelleter Referentin für Qualitätsberatung beim Diözesan Caritasver band Wir müssen uns auch zukünftig auf an dere Aspekte der Versorgung einstellen Einfach quantitativ mehr Köpfe in der Pflege das reicht nicht um den Anforderungen gerecht zu werden Wir brauchen vor allem einen Paradigmenwech sel und mehr Kompetenzen für die Versorgungs qualität Genau da setzen wir mit unserem Projekt an Mit dem Qualitätsansatz des IPW setzt die Caritas bereits Anforderungen um die in ähnlicher Form ab 2018 für alle stationären Pflegeeinrichtungen verpflichtend sein werden Neben fachlicher Versorgung geht es auch immer um den persönlichen Kontakt zwischen Bewohnern und Pflegenden


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