Suchen & Finden

 

Aktuelle Meldungen

Caritas international: Fast drei Millionen Euro Spenden aus dem Erzbistum Köln
21.07.2017 - Große Hilfsbereitschaft: Spendengelder kommen vor allem Kriegsopfern in Syrien und Hungernden in Afrika zugute
Caritas spricht mit Wohnungslosem, Flüchtling und 105-Jähriger über Heimat
14.07.2017 - Kurzfilmreihe im Rahmen der Jahreskampagne "Zusammen sind wir Heimat" mit überraschenden Antworten
Heiliger Christophorus: Die spannende Geschichte vom fleißigen Nothelfer
10.07.2017 - Neues Caritas-Mini für Kinder aus Kita und Grundschule ist da
Barcamp-Neuauflage: Sozial braucht digital
06.07.2017 - Digitales Trainingslager: Caritasverbände laden im August zum Barcamp Soziale Arbeit ins KSI Siegburg ein
"Mit dem Herzen immer bei den Menschen"
05.07.2017 - Caritas im Erzbistum Köln trauert um Kölner Alt-Erzbischof Joachim Kardinal Meisner

Fatale Schieflage in der Bildung

Caritas-Bildungsstudie: Zahl der Schulabgänger ohne Hauptschulabschluss in NRW weiter auf hohem Niveau
4. Juli 2017; (presse@caritasnet.de)

Köln. Jeder 17. Jugendliche in Nordrhein-Westfalen (5,8 Prozent) verlässt die Schule ohne einen Abschluss. Dies zeigt eine aktuelle Caritas-Studie, für die aus allen kreisfreien Städten und Kreisen die Daten aus dem Jahr 2015 ausgewertet wurden. Damit stagniert diese Zahl bereits seit Jahren auf unverändert hohem Niveau. „Es ist ein Armutszeugnis für die Bildungspolitik, dass es ihr über Jahre nicht gelungen ist, die Zahl der Schulabgänger ohne Abschluss zu senken“, so Dr. Frank Joh. Hensel, Diözesan-Caritasdirektor im Erzbistum Köln.

Bundesweit stieg der Anteil der Schulabgänger ohne Hauptschulabschluss zuletzt sogar an: auf 5,9 Prozent (2014: 5,7 Prozent; 2013: 5,6 Prozent).

In den Kreisen und Städten in NRW ist das Bild unterschiedlich. Während in Köln die Quote 2015 im Vergleich zum Vorjahr konstant geblieben ist (5,8 Prozent), sank die Zahl der jungen Menschen ohne Hauptschulabschluss in Düsseldorf deutlich von 8,0 Prozent (2014) auf 5,7 Prozent (2015). Im Kreis Mettmann hat sich dagegen die Situation mit 5,3 Prozent Schulabgängern ohne Abschluss im Vergleich zu 2014 (3,7 Prozent) merklich verschlechtert.

Die Studie zeigt: Mit der sozialen Not durch Arbeitslosigkeit in einer Stadt oder einem Kreis steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Jugendliche die Schule ohne Abschluss verlassen. „In kaum einem anderen europäischen Land ist Bildungserfolg so eng an die sozialen Verhältnisse gekoppelt wie in Deutschland“, so Hensel. „Dieses frühe Abschichten ist Ausdruck einer fatalen Schieflage auf dem Bildungssektor mit enormen Auswirkungen auf die Zukunftschancen von Kindern aus benachteiligten Familien.“

So bekämen Kinder aus armutsgefährdeten Haushalten eher schlechtere Noten, selbst wenn die Leistungen denen anderer Klassenkameraden entsprechen. Hensel: „Die Wahrscheinlichkeit, dass arme Kinder eine Empfehlung fürs Gymnasium bekommen, ist vier Mal geringer als bei Kindern aus einkommensstärkeren Familien. Das ist unnatürliche Selektion.“

Info: Die Caritas wertet die Zahlen der Schulabgänger ohne
Abschluss seit 2011 jährlich für alle Städte und Kreise aus. Alle Daten sind hier nachzulesen:

www.caritas.de/bildungschancen

 

Zurück