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Ein Zimmer auf der Straße
26.04.2018 - Caritas-Aktionstag im Erzbistum Köln am 5. Mai macht auf Wohnungsnot aufmerksam
Am Food Truck neue Nachbarn treffen
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Kaum Entkommen aus Hartz IV für ungelernte Langzeitarbeitslose
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Pressefrühstück zum Thema Wohnungsnot
13.03.2018 - Gespräch mit Betroffenen und Caritas-Experten am 21. März

Keine Perspektive, kaum Unterstützung: Arbeitslose Berufsanfänger sind auf dem Abstellgleis

Zwei von drei jungen Arbeitslosen haben keine Ausbildung
20. März 2017; (presse@caritasnet.de)

Köln. Jung, arbeitslos sucht… einen Ausbildungsplatz! Für viele junge Arbeitslose in NRW bleibt diese Suche erfolglos. Gründe für die Misere liefern die Zahlen des aktuellen Arbeits-losenreports der Freien Wohlfahrtspflege NRW: Im Ausbil-dungsjahr 2015/16 standen landesweit 136.417 Bewerbern nur 110.826 Ausbildungsstellen gegenüber. Zwei Drittel (68 Pro-zent) der 66.500 Arbeitslosen unter 25 Jahren konnten 2016 keine abgeschlossene Berufsausbildung vorweisen.
Jeder fünfte arbeitslose Jugendliche (22 Prozent) geht sogar ohne Schulabschluss auf Jobsuche. Auf staatliche Hilfe können sie sich dabei immer weniger verlassen, denn die Zahl der Förderangebote in NRW nimmt ab. „Die Verantwortlichen in der Politik streichen mit den Geldern in der Jugendberufshilfe gleichzeitig auch die Perspek-tiven der jungen Menschen zusammen“, kritisiert Andrea Raab, Ar-beitsmarkt-Expertin des Kölner Diözesan-Caritasverbandes. Gerade in einer Zeit, in der auch viele Geflüchtete vor der Herausforderung einer Berufsausbildung in unserem Land stehen, müsse man alles dafür tun, den Weg in den Arbeitsmarkt zu ebnen, so Raab.
Mit den Kürzungen bei den ausbildungsvorbereitenden und -begleitenden Maßnahmen – diese helfen den Jugendlichen, einen Ausbildungsplatz zu finden oder eine Ausbildung erfolgreich abzu-schließen – wird den Jobsuchenden der Berufsstart weiter er-schwert. Während 2011 rund 62.500 Jugendliche an solchen Maß-nahmen teilnahmen, waren es 2016 nur noch 44.000. Insbesondere die ausbildungsbegleitenden Maßnahmen wurden in NRW in den letzten Jahren deutlich zurückgefahren (2012: 28.000; 2016: 18.700).
„Die Jugendlichen wollen raus aus der Hilfebedürftigkeit. Mehr indi-viduelle Job-Coachings wären ein richtiger und wichtiger erster Schritt. Damit bekommen sie Unterstützung und Orientierung und können so ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessern“, fordert Raab. „Scheitern oder Resignieren ist keine Option – für niemanden. Die Berufsausbildung ist der Schlüssel für eine erfolgreiche
Zukunft.“
Weitere Infos: www.arbeitslosenreport-nrw.de

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