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Mit einem Paten in den Job

Das Projekt "Neue Nachbarn - auch am Arbeitsplatz" verhilft Geflüchteten mit Patenschaften zu einem besseren Start in den Arbeitsmarkt.
28. November 2016; Teresa Dobija (presse@caritasnet.de)

Köln. Mit einer Auftaktveranstaltung im Bonner Münster-Carré hat der Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln e. V. zusammen mit weiteren Engagierten in der Aktion Neue Nachbarn jetzt den offiziellen Startschuss für das Projekt „Neue Nachbarn – auch am Arbeitsplatz“ gegeben. Ziel der Initiative ist es, Flüchtlinge in den Gemeinden mit ehrenamtlichen Jobpaten zusammenzubringen. Diese sollen ihnen dabei helfen, sich im Berufsleben zurechtzufinden, und sie bei der Arbeitsplatzsuche unterstützen.

 

 „Arbeit ist eine fundamentale Dimension der sozialen Teilhabe“, erklärte Weihbischof Ansgar Puff das Recht auf Arbeit für jeden Menschen. Projektleiterin Andrea Raab und Projektreferentin Janine Bongard, die beim Diözesan-Caritasverband für die Initiative verantwortlich zeichnen, erläuterten die ehrgeizigen Ziele des Projektes. Für mindestens 300 Flüchtlinge wollen sie bis April 2019 im Erzbistum Köln ehrenamtliche Jobpaten gewinnen. Diese sollen ihren Schützlingen bei der Orientierung am Arbeitsmarkt zur Seite stehen und ihnen persönliche Erfahrungen der deutschen Arbeitskultur vermitteln. Auch ist ihre Hilfe bei Behördengängen oder beim Erstellen von Bewerbungsunterlagen gefragt. Zur Seite steht den „Tandems“ jeweils eine berufliche Begleitperson aus dem pastoralen oder caritativen Dienst. Zum Paten werden kann jeder, der volljährig ist und persönliche Erfahrungen am Arbeitsmarkt gesammelt hat.

 

Ersten Patenschaften sind bereits auf den Weg gebracht. So wie die zwischen Hala Soud aus Syrien und der Bonnerin Ulrike Rosenkranz. Die pensionierte Lehrerin wollte sich mit Sprachkursen in die Flüchtlingsarbeit ihrer Gemeinde einbringen. Im Kontakt mit Hala Soud, die in ihrer Heimat als Grundschullehrerin gearbeitet hatte, stellte sie bald fest, dass Hilfe bei Behördengängen und psychische Unterstützung viel entscheidender waren. Inzwischen hat die 39-jährige Syrerin bereits Praktika in der Nachmittagsbetreuung verschiedener Grundschulen absolviert und überlegt, ob eine Ausbildung zur Erzieherin oder ein weiteres Studium für sie infrage kommt. Auch hierbei wird Ulrike Rosenkranz sie unterstützen.

„Neue Nachbarn – auch am Arbeitsplatz“ wird von der Aktion Mensch gefördert.

Weitere Informationen: janine.bongard@caritasnet.de

 

Folgende Bilder stehen zum Download im DICV-Mediencenter bereit:

 

http://caritas.erzbistum-koeln.de/dicv-koeln/mediencenter/bilder_zum_download/

  

Foto 1; BU: Ein starkes Tandem: Hala Soud aus Syrien und die Bonnerin Ulrike Rosenkranz.

Foto 2; BU: Die ersten Jobpaten am Start: Walter Solveen (Bonn),Alfons Kelz (Bonn), Jutta Schultes (Wuppertal), Magdalena Trockel- Schroers (Bonn) und Willi Rauschenberg (Kaarst) (v.li.n.re.).

  

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