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Volkskrankheit Demenz: Caritas-Projekte gegen das Vergessen

Kölner Diözesan-Caritasverband unterstützt Initiativen für Demenzkranke und deren Angehörige
20. September 2017; presse@caritasnet.de

 

Erzbistum Köln. Anlässlich des Welt-Alzheimertages am 21. September fordert der Kölner Diözesan-Caritasverband mehr Verständnis für Demenzkranke und deren Angehörige. „Demenz ist eine der folgenschwersten Alterskrankheiten, es ändert das familiäre Zusammenleben radikal", betont Helene Maqua, Altenhilfe-Expertin des Diözesan-Caritasverbandes. Aus einem Sondervermögen fördert die Caritas im Erzbistum Köln deshalb drei Initiativen, die mehr gesellschaftliche Teil-habe für Demenzkranke und ihre Angehörigen ermöglichen, mit jeweils 22.500 Euro.

„Unsere Arbeit zielt vor allem darauf ab, Berührungsängste und Unsicherheiten im Umgang mit Alzheimer- und Demenzkranken abzubauen. Es geht darum, das soziale Umfeld eines Betroffenen so zu gestalten, dass für jeden ein langes und möglichst selbstbe-stimmtes Leben möglich ist", erklärt Maqua.

Bei der Arbeit der Initiativen in den Caritasverbänden in Düsseldorf („Geschult-Gerüstet II"), im Kreis Mettmann („Knotenpunkt De-menz") und im Rhein-Kreis Neuss („Nachbarschaftscafé Friedrich") steht vor allem das Dabeisein in der Gesellschaft im Fokus.

Von großer Bedeutung ist hier die soziale Vernetzung von Demenz-kranken – genauso wie die Weiterentwicklung von Hilfe- und Be-gleitangeboten für Angehörige. Aber auch die ständige Erweiterung von Schulungsprogrammen für Mitarbeiter von Einrichtungen bleibt im Förderprogramm der Caritas nicht außen vor.

Derzeit sind in Deutschland rund 1,6 Millionen Menschen von Demenz betroffen – fast zwei Drittel von ihnen bekommen die Diagnose Alzheimer. Experten gehen davon aus, dass die Zahl der Erkrankten in den nächsten Jahren mit der Zahl der Hochaltri-gen weiter steigen wird.

 

Mehr Infos: Helene Maqua, Tel.: 0221 / 20 10 110.

 

Der Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln e.V. ist der Dachverband der katholischen Wohlfahrtspflege im Erzbistum Köln. Ihm sind 250 Mitglieder als Träger von mehr als 2.000 Diensten und Einrichtungen im Rheinland und den angrenzenden Kreisen angeschlossen. Das Spektrum reicht von Krankenhäusern über Altenheime bis zu Kinder-gärten und Beratungsstellen, wie etwa Schwangerschafts- oder Schuldnerberatung. Der Diözesan-Caritasverband berät seine Einrichtungen und Dienste in wirtschaftlichen Fragen und vertritt sie in Kirche, Gesellschaft und Politik.

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