Communication-Skills

Gemeinsamer Erfolg in heterogenen Teams

Das Funktionieren innerbetrieblicher Kommunikationsprozesse hat entscheidenden Einfluss auf den Erfolg eines Unternehmens. Dies bezieht sich auf den Umgang aller Beteiligten miteinander. Unter Berücksichtigung einer zunehmenden Diversität der Mitarbeitenden hinsichtlich Geschlecht, Herkunft, Weltanschauung, Bildung und Alter müssen unterschiedliche Sprach- und Handlungsebenen harmonisiert werden. Dies gelingt nur unter Berücksichtigung und im Erlernen von Communication-Skills, also einer speziellen  Kommunikationsfähigkeit, die zwischenmenschliche Beziehungen in heterogenen Teams einbezieht und in Dialog und Verhandlung berücksichtigt.

 

Der Workshop beschäftigt sich mit folgenden Themen:

  • Begrifflichkeiten, Methoden und Maßnahmen zur teamorientierten Ausrichtung von Arbeitsprozessen als Faktor des unternehmerischen Erfolges
  • Einführung in spezielle Kommunikationsfähigkeiten im Zusammenhang von heterogenen Teams
  • Fragen der Teamgestaltung, der Streitschlichtung und der positiven Ergebnisorientierung
  • Communikation-Skills als Maßnahme der Mitarbeitergewinnung
  • Diskussionen zu Chancen, Grenzen und Risiken heterogener Teams anhand von Beispielen aus der betrieblichen Praxis

Reden hilft

Kommunikation ist eines der wichtigsten Spielelemente eines Unternehmens

„Mit einer Hand kann man keinen Knoten knüpfen“, lautet ein Sprichwort aus der Mongolei, das auch für Unternehmerinnen und Unternehmer seine Gültigkeit besitzt wenn es darum geht, Teamgeist unter den Mitarbeitenden zu wecken und wirtschaftlich zu nutzen. Aber wie gelingt es, Mitarbeitende mit individuellen Charakteren aus unterschiedlichen Nationalitäten, Kulturen und Generationen zu einer erfolgreichen Zusammenarbeit zusammenzuführen? Diese Frage stellten sich Teilnehmende beim CSR-Praxisseminar: "Communication-Skills-Arbeiten in gemischten Teams" am 30. September 2014 in Köln.

Peter Müller, Geschäftsführer der Firma HoKa in Hennef, hat seit seinem Einstieg ins Unternehmen vor vier Jahren umfangreiche Erfahrungen im Bereich Teambildung gemacht. „Es wird ganz häufig vorausgesetzt, dass bestimmtes Wissen bei allen Mitarbeitenden bereits vorhanden ist. Daher wird in der Regel zu wenig kommuniziert“, erläutert  Müller. Ein gelingendes Miteinander in gemischten Teams stellt eine besonderer Herausforderung im Unternehmen dar. Mentalität, Altersstruktur, Teamfähigkeit, Belastbarkeit und Know-how sind Hebel, die auf die Zusammenarbeit wirken. Besonders bei Teams, die eine starke kulturelle Heterogenität oder große Altersunterschiede aufweisen, ist ein hohes Maß an Respekt und Verlässlichkeit erforderlich, die durch alle Führungsebenen hindurch aktiv mitgetragen werden müssen. Partizipation aller Mitarbeitenden ist ebenso wichtig, wie das Einhalten vereinbarter Regeln. Neben Fingerspitzengefühl und Emphathie müssen auch klare Grenzen gesetzt werden, deren Überschreitung spürbare Konsequenzen nach sich zieht.

Besonders lebhaft entwickelte sich die von Prof. Dr. Christoph Zacharias, Leiter des Instituts für Soziale Innovationen an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg moderierte Diskussion an drei Punkten:

1. Wie lässt sich die Motivation und Leistungsfähigkeit älterer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhalten und deren Erfahrungswissen an die jüngeren Kollegen sicherstellen und

2. wie gelingt es, junge Auszubildende in das Wertesystem eines Unternehmens zu integrieren und

3. welche Unterstützungsbedarfe hat die junge Generation, um erfolgreich durch eine Ausbildung begleitet zu werden?

Peter Müller setzt in seinem Betrieb für Lüftungsformteile aus Kunststoff in Hennef ganz gezielt und mit unterschiedlichen Strategien und Maßnahmen auf den Austausch und die Zusammenarbeit verschiedener Kulturen und Generationen Fest installierte regelmäßige Treffen gewährleisten eine konstante Informationskultur. Konstruktive Kommunikationsfähigkeit beinhaltet sowohl die Elemente der Mitarbeiterführung, Teamfähigkeit, Emotionale Intelligenz, Organisationsfähigkeit, Anpassungsvermögen, Flexibilität und der Motivation. „Wenn es in einer Konversation gelingen würde, eine Situation ganz wertefrei zu beschreiben, dann würden viele Probleme in der Welt gar nicht erst auftauchen“, resumierte Dr. Albert Wunsch, Buchautor und Teilnehmer des Seminars.

 Wie erfolgreich die Zusammenarbeit in gemischten Teams sein kann, konnten die Teilnehmenden am eigenen Leib erfahren, als in der Pause kleine Leckereien aus der IN VIA- Ausbildungsküche serviert wurden. Der im Jahr 1898 gegründete katholische Verband für Mädchen- und Frauensozialarbeit IN VIA in Köln, in dessen Räumlichkeiten die Veranstaltung stattfand, begleitet und unterstützt junge Erwachsene mit niedrigen formalen Qualifikationen durch Angebote der beruflichen Lebens- und Entwicklungsplanung sowie der Bildung und Ausbildung.