Bildung und Beruf

Potenziale von jungen Menschen mit niedrigen formalen Qualifikationen nutzen und fördern

Kleine und mittelständische Unternehmen haben immer größere Schwierigkeiten, qualifizierte Jugendliche für die Ausbildung zur Fachkraft zu finden. Ursachen dafür sind unter anderem mangelhafte Schulbildung, fehlende Berufsweltorientierung sowie Abschöpfung der besser qualifizierten Schulabgänger durch Großunternehmen.
Nicht jeder Betrieb kann notwendige (Nach-)Qualifizierungen selbst leisten. Frühzeitiges Übergangsmanagement sowie Partnerschaften und Kooperationen mit Unternehmensverbünden und sozialen Trägern bieten Ansätze dafür, schwächere Jugendliche auf den Berufseinstieg vorzubereiten und ihnen den Einstig in Ausbildung zu ermöglichen.

 

Das Seminar stellt Praxisbeispiele vor und erarbeitet Lösungsstrategien für eine erfolgreiche Integration und Bindung von Auszubildenden ins Berufsleben und damit für eine nachhaltige  Sicherung des Unternehmenserfolges.

Ausbildung ist Unternehmerinteresse und Herzensangelegenheit zugleich

Ergebnisse des Praxisseminars am 25. März 2014

Jungen Menschen mit sogenannten Vermittlungshemnissen fällt es oft schwer, den Weg in eine Berufsausbildung zu finden. Fehlende oder mangelhafte formale Qualifikationen, ungenaue Berufsvorstellungen und soziale Probleme machen sie für potenzielle Arbeitgeber nur bedingt attraktiv. "Man muss auch ein bisschen das Herz sprechen lassen", äußerte sich ein Teilnehmer des Praxisseminars "Bildung und Beruf, das am 25. März 2014 beim katholischen Verband für Mädchen- und Frauensozialarbeit IN VIA Köln in der Stolzestraße stattfand. Vertreter kleiner und mittelständischer Unternehmen, Verbände und Interessengemeinschaften informierten sich über Möglichkeiten, die vorhandenen Potenziale dieser Jugendlichen zu erkenn und zu fördern und sie so auf einen Berufseinstieg vorzubereiten. Beispiele für ein gezieltes Übergangsmanagement zwischen Schule und Beruf, für eine erfolgreiche Verbundausbildung am Beispiel der IGK (Interessengemeinschaft Kunststoff e.V.) bis hin zu nachhaltigen Kooperationen zwischen Unternehmen und sozialen Trägern wie IN VIA mit dem Ziel der langfristigen Arbeitsmarktintegration eröffneten den Teilnehmern interessante Perspektiven auch bei der Gewinnung neuer Auszubildender. Der Kleingruppenarbeit schlossen sich immer wieder lebhafte Diskussionen an, die das gemeinsame Bestreben dokumentierten, dass Ausbildung nicht nur zum Unternehmenserfolg beiträgt sondern auch und vor allem zur sozialen Teilhabe junger Menschen und damit für alle Anwesenden auch eine Herzensangelegenheit ist.

 

Weitere Informationen zu Ansprechpartnern und Maßnahmen der Ausbildungs- und Arbeitsmarktintegration bei IN VIA Köln finden Sie hier:

http://www.invia-koeln.de/projekte-einrichtungen/ausbildung-und-arbeitsmarktintegration.html oder im Flyer zum Projekt „MitUnter – Mit Unternehmen in Ausbildung“.