Tue Gutes und rede darüber

Unternehmensengagement gewinnbringend kommunizieren

Eine gute Reputation ist das Kapital eines Unternehmens. Betriebe, die ein positives Bild in der Öffentlichkeit abgeben möchten, müssen zeigen, dass sie sozial agieren und nachhaltig wirtschaften. Eine vorausschauende Unternehmensführung verknüpft ökologische, ökonomische und soziale Aspekte. Wer CSR in seiner Unternehmensstrategie implementiert und sein soziales Engagegement der Öffentlichkeit gegenüber kommuniziert, kann sich von Wettbewerbern differenzieren, die Kundenzufriedenheit und Rendite steigern – und für ein positives Image sorgen.

 

Themenschwerpunkte des Seminars:

  • Strategische Positionierung, Konzeption und Durchführung von CSR-Maßnahmen
  • Grundlagen und Maßnahmen von Nachhaltigkeitskommunikation
  • Instrumente regionaler und überregionaler Öffentlichkeitsarbeit
  • Do's & Dont´s der Kommunikation



Wer schreibt, der bleibt.

Aktive Kommunikation bewirkt Nachhaltigkeit und damit Wettbewerbsvorteile

 

Wer seine nachhaltige und verantwortliche Unternehmensführung und sein Engagement für das Gemeinwesen und für die eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Öffentlichkeit gegenüber glaubwürdig und authentisch kommuniziert, kann sich von Wettbewerbern differenzieren, seine Kunden überzeugen und wird als Arbeitgeber positiv wahrgenommen.

 

Aber welcher Ansatz der Kommunikation ist für mein Unternehmen der passendste?

 

Referent Dirk Röhricht, Managing Director der Agentur FIRST RABBIT in Köln, stellte beim CSR-Praxisseminar "Tue Gutes und rede darüber" am 23. September 2014 verschiedene Facetten für eine erfolgreiche Nachhaltigkeitskommunikation vor. Gemeinsam mit den Teilnehmenden entwickelte Röhricht Möglichkeiten einer strategischen Positionierung, Konzeption und Durchführung von CSR-Maßnahmen und gab einen Überblick über die Wahl geeigneter Kommunikationsinstrumente.

Besonders kleine und mittelständische Unternehmen sind häufig stark engagiert für die Gesellschaft, die Umwelt und für die eigenen Mitarbeitenden. Welche Relevanz dieses Engagement für die Unternehmenskommunikation und Öffentlichkeitsarbeit darstellt, bleibt dabei meistens unberücksichtig. "Bei der Frage, wie ich in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden möchte, ist es für Unternehmen von entscheidender Bedeutung, eigene Kommunikationsziele zu formulieren und diese auch sehr ernst zu nehmen," erläutert Röhricht. Dazu müssen im Unternehmen zunächst folgende Fragen beantwortet werden: Was sind die Unternehmenswerte? Welches Leitbild hat das Unternehmen für sich formuliert? Welche Zielgruppen soll die Kommunikation erreichen: Kunden, Lieferanten, eigenen oder zukünftige Mitarbeitende? Oder/und sind es Gesellschaftsgruppen im Umfeld des Unternehmens? Entsprechend fällt die Wahl der Kommunikationsinstrumente unterschiedlich aus.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung waren sich in der Diskussionsrunde einig: Die digitale Kommunikation ist das Medium der Zukunft, wenn sie lebt und ständig aktualisiert wird. „Viele Unternehmenshomepages sind überaltert“, so Röhricht. „Aber wenn man sich schon keine Zeit nimmt, die eigene Homepage auf den neuesten Stand zu bringen, dann nimmt man auch das Thema Kommunikation nicht ernst“. Manchmal sind es aber auch ganz einfache Dinge, die positive Aufmerksamkeit erzeugen können. Das kann zum Beispiel auch ein Jahresbrief sein, der persönliche Elemente enthält oder das Angebot eines "Tags der offenen Tür. Vor allem aber sind die eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gute und glaubhafte Kommunikatoren des Unternehmensengagements. Mitarbeitermotivation funktioniert aber nur durch regelmäßige interne Kommunikation. Wenn Mitarbeiter in der Zeitung erfahren, wie und wo sich ihr Unternehmen sozial engagiert, entsteht keine Identifikation.

Durch die Kommunikation der eigenen CSR-Aktivitäten reflektiert der Betrieb das eigene Tun im Hinblick auf das gesellschaftliche Engagement und die eigene Motivation noch einmal neu. Auf diese Weise kann sich CSR auch  weiterentwickeln.

 

 

 

CSR lohnt sich...

...oder wie man aus nachhaltigem Wirtschaften Gold machen kann

Es muss nicht immer eine Hochglanzbroschüre, ein "sustainibility report" oder ein CSR-Imagefilm sein. Für kleine und mittelständische Unternehmen ist es in der Regel zielführender, auf Augenhöhe mit ihrer Zielgruppe zu kommunizieren. Das kann dann auch in Form einer Hausmitteilung oder eines Newsletters sein. Hauptsache, es wird sich genau überlegt, über welches konkrete Engagegement  informiert werden soll. Denn, und darin waren sich alle Teilnehmenden am CSR-Kommunikationsworkshop am 27. Mai 2014 in Köln einig, CSR ist längst kein Luxusthema mehr sondern von existenzieller Bedeutung für den unternehmerischen Erfolg. Wer sich nicht mit CSR beschäftigt oder seine CSR-Aktivitäten nicht offen kommuniziert, hat zukünftig vielfältige Probleme, angefangen von der Mitarbeiterbindung über die Kundenzufriedenheit bis hin zur Fachkräfteakquisition. "Mein Wunsch wäre es, CSR würde zu einer Art Lifestyle-Element nach dem Motto" Mein Haus, mein Boot, mein CSR", erklärte Referent Dirk Röhricht, der als Leiter der Agentur FIRST RABBIT eine Reihe erfolgreicher, zum Teil preisgekrönter Unternehmens- und Nachhaltigkeitsberichte für Unternehmen entwickelt hat. A und O in der Nachhaltigkeitskommunikation ist natürlich Authentizität. "CSR muss sich im Leitbild eines Unternehmens wiederfinden - Greenwashing ist durchschaubar, in erster Linie von den eigenen Mitarbeitenden," merkte eine Teilnehmende kritisch an. CSR ist in der Unternehmensstrategie ein Querschnittsthema, das "button-down", also von der Unternehmensleitung angefangen an die Ebenen vermittelt und von allen Bereichen getragen werden muss. Dann gewinnt auch die Kommunikation nach außen Glaubwürdigkeit. Immer mehr Unternehmen nutzen diese Chance, sich über ihr Engagegement für Mitarbeitende, Umwelt und Gemeinwesen öffentlichkeitswirksam zu positionieren. In den Jahren 2010 bis 2013 stieg die Zahl der Nachhaltigkeitspublikationen von 370 auf 640.