Vielfalt im Arbeitsalltag

Diversity-Management

Infolge der demographischen Entwicklung wird der Anteil von Mitarbeitenden unterschiedlicher Herkunft, Kultur und Religion weiterhin zunehmen. Unsicherheit und Unkenntnis im Umgang miteinander können zu Spannungen und Irritationen führen. Diversity stellt Betriebe vor Herausforderungen, bietet aber auch neue Chancen für den wirtschaftlichen Erfolg und die nachhaltige Zukunftssicherung des Unternehmens.
Das Seminar beschäftigt sich mit folgenden Fragestellungen:

  • Was versteht man unter Diversity-Management?
  • Was haben Kultur und kulturelle Unterschiede mit der Belegschaft zu tun?
  • Wie funktionieren multikulturelle Teams?
  • Wie und wo liegen Ansatzpunkte für einen aktiven Umgang mit kultureller Vielfalt im Unternehmen?
  • Wege und Maßnahmen zur interkulturellen Öffnung.
  • Strategien der längerfristigen Personal- und Organisationsentwicklung

Es geht immer um die Vielfalt von Persönlichkeiten

Diversity-Workshop am 29. April 2014

Die Entwicklung zu teamorientierten Arbeitsprozessen hat nicht immer nur positive Begleiterscheinungen. Das arbeiten in gemischten Teams erfordert eine intensive Vorbereitung und Begleitung durch Geschäftsführungen und Personalverantwortliche sowie klare Regeln und Strukturen. Zu diesen und weiteren Ergebnisen gelangten die Teilnehmenden am CSR-Workshop "Vielfalt im Arbeitsalltag - Unternehmenserfolg durch strategisches Diversity-Management" am 29. April 2014 in Köln. Unter der Leitung von Dieter Unbehaun vom Kölner Institut für Interkulturelle Kompetenz diskutierten die Unternehmerinnen und Unternehmer, was eigentlich man mit Migration bezeichnet , wie kulturelle Unterschiede konstruktiv im Unternehmen genutzt werden können und welche gelernten Verhaltensweisen in unbekannten Kulturkreisen Missverständnisse oder sogar Konflikte verursachen. "Man hat im eigenen Umfeld ein Gespür dafür, wie Kolleginnen und Kollegen "ticken". Bei anderen Kulturen kann ich bestimmte Verhaltensweisen nur schwer einhschätzen", beschrieb eine Teilnehmende ihre Verunsicherung. Unbehaun, der mehr als 20 Jahre als Trainer und Berater für interkulturelle Kompetenz sowie interkulturelle Öffnung von Institutionen und Unternehmen tätig ist, veranschaulichte mit praktischen Filmbeiträgen, dass letztendlich kulturelle Unterschiede eine Frage unterschiedlicher Sichtweisen sind. "Das Wesentliche in gemischten  Teams und damit auch der unternehmerische Erfolg liegt darin, dass der menschliche Faktor stimmt. Letztendlich geht es immer um die Vielfalt von Persönlichkeiten und weniger um die Vielfalt von Kulturen," so Unbehaun.

 

Weitere Informationen zum Thema finden Sie auf der website des KIIK unter http://www.kiik.eu

 

Diversity-Management ist Führungsaufgabe.

CSR-Workshop "Vielfalt im Arbeitsalltag" am 12. September 2014 bietet Hilfestellungen für interkulturellen Kompetenz von Mitarbeitenden

Wir brauchen eine Willkommenskultur in Deutschland. Das hören wir immer wieder. Auch weil unser Arbeitsmarkt auf mehr Fachkräfte aus dem Ausland angewiesen ist. Aber wie sieht es tatsächlich mit unserer Einstellung zu Menschen mit ausländischen Wurzeln aus? Im Urlaub lassen wir uns gerne von anderen Kulturen verzaubern. Im Arbeitsalltag aber zählt die effiziente Zusammenarbeit im Team. Ein fremdes, weil unvertrautes, Verhalten wird schnell als anstrengend empfunden. Bitte bearbeiten Sie den Text dieses Textbausteins.

Gäbe es doch einen "Werkzeugkasten" für den Umgang mit unterschiedlichen Mentalitäten, Kulturen und Nationalitäten, mit dem bei Bedarf  gerade die Unterschiedlichkeit der einzelnen Teammitglieder als Vorteil in den Arbeitsprozess einbezogen werden können. Im Seminar "Vielfalt im Arbeitsalltag" am 12. September 2014 in Köln  wurden den Teilnehmenden Maßnahmen und "Werkzeuge" für erfolgreiches Diversity-Management vorgestellt. Hierbei umfasst der Begriff neben der kulturellen Vielfalt auch die Dimensionen Geschlecht, Alter, sexuelle Orientierung, religiöse Prägung und unterschiedliche Kompetenzen eines Menschen.

 Die grundsätzliche Frage, ob es besser ist, in einem homogenen oder in einem heterogenen Team zu arbeiten,  kann mit einer ebenso allgemeinen Aussage beantwortet werden: Das hängt immer von der Aufgabe ab. Die Arbeit in einem homogenen Team, in dem alle „ähnlich ticken“ ist sicherlich reibungsloser und einfacher und zur Bearbeitung von Routinetätigkeiten sinnvoll. Sucht man allerdings nach innovativen Lösungen, will neue Kundengruppen ansprechen, hat Beziehungen zu Lieferanten in unterschiedlichen Kulturkreisen, oder ist auf der Suche nach neuen Beschäftigten, dann kann Vielfalt sehr hilfreich und zukunftssichernd für das Unternehmen sein.

 

Allerdings entfalten sich die Potenziale eines gemischten Teams nicht automatisch. Diversität benötigt einen Rahmen, muss gewünscht und organisiert werden. Hier setzt Diversity-Management mit dem Ziel an, sich aus einem Gruppenzugehörigkeitsdenken zu lösen und sich auf die Stärken der einzelnen Gruppenmitglieder  zu fokussieren. Eine eindeutige Führungsaufgabe innerhalb einer Organisation. Ebenso wichtig ist es aber auch, die Mitarbeitenden für das Thema zu sensibilisieren, Antennen zu entwickeln, um Dinge zu hinterfragen und nicht die eigenen Stereotype zu bedienen. Hierzu eignen sich z.B. kultursensibilisierende Seminare. Interessant ist, dass Unternehmen, die sich bereits als sehr vielfältig betrachten, den Wert von Diversität deutlich höher einschätzen als eher homogene Unternehmen.

 

Unter der Leitung von Alexander Scheitza,  Dipl.-Psychologe sowie Gründungsmitglied und Geschäftsführer vom Kölner Institut für Interkulturelle Kompetenz, diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Seminars abschließend, wie Diversity Management in eine konkrete Umsetzung gebracht werden kann. Ergebnis: Diversity-Management  funktioniert nur dann, wenn das Interesse an Vielfalt von oben und unten, d.h. von Bottom-up- und Top-down-Prozessen, ineinandergreifen.