Europäischer Sozialfonds im Bund und in NRW

Der Europäische Sozialfonds (ESF) unterstützt seit 1957 Menschen durch Ausbildung und Qualifizierung und trägt zum Abbau von Benachteiligungen auf dem Arbeitsmarkt sowie zur Verringerung der Arbeitslosigkeit in Europa bei. Möglichst alle Menschen sollen eine berufliche Perspektive erhalten. Dazu entwickelt jeder Mitgliedstaat und jede Region im Rahmen eines Operationellen Programms eine eigene Strategie.
Die Mittel, die der ESF für Deutschland zur Verfügung stellt, werden vom Bund und den Ländern verwaltet. Der Bund und jedes Bundesland legen eigene Förderprogramme auf. Europäische Partner sind für eine Förderung im Rahmen des ESF nicht erforderlich.

ESF-Programme auf Bundesebene

Für ESF-Programme des Bundes stehen im Förderzeitraum 2014 bis 2020 rund 2,7 Milliarden Euro zur Verfügung. Informationen zum ESF in Deutschland und zur Strategie der Bundesregierung finden Sie hier.

Hier finden Sie auch die die mit ESF-Mitteln finanzierten Programme des Bundes. Einige der Programme wurden bereits in der Förderphase von 2007 bis 2013 durchgeführt oder werden in modifizierter Form fortgesetzt. Folgende ESF-Förderprogramme werden in unterschiedlichen Bundesministerien umgesetzt:


Bundesministerium für Arbeit und Soziales
Kofinanzierung der Berufseinstiegsbegleitung nach §49 SGB II
(Eingliederung junger Menschen in eine Berufsausbildung)

ESF-Qualifizierung im Kontext Anerkennungsgesetz (Förderprogramm IQ)
(Qualifizierung zur vollen Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen)

Berufsbezogene Sprachförderung für Menschen mit Migrationshintergrund – ESF-BAMF-Programm
(Berufsbezogener Deutschunterricht inkl. Berufspraktikum im Betrieb)

Programm zum Abbau von Langzeitarbeitslosigkeit
(Betriebsakquise, Beschäftigung von SGB II-Leistungsempfängern und Coaching)

unternehmensWert: Mensch (uWM)
(Gestaltung einer mitarbeiterorientieren und zukunftsgerechten Personalpolitik in KMU)

rückenwind – Für die Beschäftigten und Unternehmen in der Sozialwirtschaft
(Organisations- und Personalentwicklung in der Sozialwirtschaft)

ESF-Integrationsrichtlinie Bund
(Zugang zu Arbeit und Ausbildung für Personen unter 35 Jahren mit besonderen Schwierigkeiten)


Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Quereinstieg – Männer und Frauen in Kitas
(Erhöhung des Anteils männlicher Erzieher in Kitas)

Perspektive Wiedereinstieg – Potenziale erschließen
(Beruflicher Wiedereinstieg nach Familienphase)

Stark im Beruf – Mütter mit Migrationshintergrund steigen ein

Vereinbarkeit von Familie und Beruf gestalten – Familienfreundliche Arbeitswelt und Zeitsouveränität

Elternchance II
(Familien früh für Bildung gewinnen)

JUGEND STÄRKEN im Quartier
(Stabilisierung junger Menschen in benachteiligten Stadtquartieren)

 

Bundesministerium für Bildung und Forschung
Bildung integriert
(Etablierung von lokalen Verantwortungsgemeinschaften für Bildung)

Bildungsprämie
(Zuschuss zur Weiterbildung für Geringverdienende)

Jobstarter plus
(Entwicklung betriebsnaher Konzepte zum Übergang Schule - Ausbildung)

Digitale Medien in der beruflichen Bildung
(Weiterentwicklung und Verbreitung digitaler Bildungstechnologien)

Zukunft der Arbeit
(Förderung von Innovationsfähigkeit in einer modernen Arbeitswelt)

 

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit
Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier (BIWAQ)
(Investitionen in Arbeit und Ausbildung in Gebieten der „Sozialen Stadt“)


Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie
Unternehmensberatung – Förderung des unternehmerischen Know-hows durch Unternehmensberatung für KMU und Freie Berufe

Passgenaue Besetzung
(Unterstützung von KMU bei der passgenauen Besetzung von Ausbildungsplätzen sowie bei der Integration von ausländischen Fachkräften)

 

Detaillierte Informationen zu den einzelnen Programmen und den Möglichkeiten der Antragstellung finden Sie hier:
www.esf.de/portal/DE/Foerderperiode-2014-2020/ESF-Programme/inhalt.html

 

ESF-Programme des Landes Nordrhein-Westfalen

Insgesamt stehen dem Land NRW im Förderzeitraum 2014 bis 2020 rund 620 Millionen Euro zur Verfügung. Informationen zum ESF in Nordrhein-Westfalen und zur Strategie auf Landesebene finden Sie hier. Die Förderberatung interessierter Träger erfolgt durch die jeweils zuständigen Regionalagenturen. Die für Sie zuständige Regionalagentur finden Sie hier.
Folgende Förderprogramme werden u. a. in NRW mit ESF-Mitteln umgesetzt, die im Wesentlichen bereits in der Phase 2007 bis 2013 durchgeführt worden sind und fortgesetzt werden:

Eine Kurzfassung des Operationellen Programms 2014–2020 mit einer Übersicht der Förderprogrammen finden Sie hier.

 

Die aktuellen Aufrufe des Landes zur Einreichung von Förderprojekten finden Sie hier.

 

 

Ihr Ansprechpartner

Ulrich Förster

 

Tel. 0221 - 2010 - 127
Fax 0221 - 2010 - 121
E-Mail: ulrich.foerster@caritasnet.de