Das Projekt MAIK

Das Projekt MAIK - Männer arbeiten in Kitas des Diözesan-Caritasverbandes für das Erzbistum Köln e.V. setzt auf die Kooperation mit Trägerverantwortlichen, Kita-Teams und weiteren Experten. Neben konkreten Schülerangeboten wie Praktika, wird es Handreichungen, Konzepte und Maßnahmen, auch für die in den Kitas beschäftigten Erzieherinnen und Erzieher, geben.

Das Interesse von Jungen und Männern am Beruf des Erziehers zu wecken, ist das vorrangige Ziel des Projektes. Mit vielfältigen, zielgruppenspezifischen Informationen und Praxisangeboten, wird einer der Projektschwerpunkte die Nachwuchsgewinnung sein. MAIK will in diesem Kontext auch ein modernes, reales und attraktives Erzieher-Berufsbild vermitteln, das auch Männer anspricht und die gesellschaftliche Bedeutung des Berufes hervorhebt. Eine Kita sollte die Vielfalt der Gesellschaft widerspiegeln, um den Kindern ein breites Spektrum an Rollenbildern und Handlungsoptionen aufzuzeigen. In Kitas sind bundesweit rund 97 Prozent aller pädagogischer Fachkräfte Frauen. In den katholischen Kitas im Erzbistum Köln arbeiteten zuletzt inklusive Zivildienstleistenden, Absolventen eines Freiwilliges Soziales Jahres und Therapeuten 147 Männer - bei insgesamt rund 6.500 Beschäftigten eine Quote von 2,3 Prozent. Das liegt unter dem bundesweiten Durchschnitt von drei Prozent. Daran soll sich bereits bis zum Ende der Projektlaufzeit 2013 einiges ändern, sodass mehr Männer in den 670 Kitas des Erzbistums beschäftigt sein werden. Mütter und Väter kümmern sich um die Erziehung der Kinder. Auch in den Kitas soll es Normalität werden, dass Frauen und Männer gemeinsam den Erziehungs- und Bildungsauftrag umsetzen.Männliche Bezugspersonen sind für Jungen und Mädchen im Kindergarten wichtig! Dem Einsatz von Frauen und Männern als pädagogische Fachkräfte in der Erziehung und Bildung von Kindern kommt eine große Bedeutung zu, sie brauchen beide Geschlechter als Vorbilder. Dies begründet sich auch durch die stetig wachsende Zahl alleinerziehender Mütter, wodurch immer mehr Kinder Männer oft erst in der weiterführenden Schule erleben. Durch Fortbildungen und Fachtagungen soll die Auseinandersetzung mit der Genderthematik vorangetrieben und Genderkompetenzen erworben werden. Supervision und Coaching-Angebote sollen Kita-Teams darin unterstützen, bestehende Strukturen zu überprüfen und einen geschlechtersensiblen Umgang miteinander als Standard zu etablieren. Für die noch vereinzelt tätigen Erzieher werden Männergruppen angeboten, um Austausch und Vernetzung zu ermöglichen. Weitere Informationen unter:www.maik-caritasnet.de