Arbeitsfelder | Vormundschaften & Pflegeschaften

Vormundschaften & Pflegschaften

Neben Kindern und Jugendlichen, deren Eltern die elterliche Sorge nicht oder nicht in der geeigneten Weise ausüben können, Waisen und Findelkinder sind die  unbegleiteten Kinder und Jugendliche (unter 18 Jahren), die ohne Begleitung der Eltern oder anderer Sorgeberechtigter nach Deutschland eingereist sind, in verstärktem Maß Aufgabe der Vormünder. Die vom Familiengericht bestellten Vormünder sind an Eltern statt für die ihnen anvertrauten Kindern und ihre Entwicklung verantwortlich.

Die Kinder und Jugendlichen, die als unbegleitete minderjährige Flüchtlinge unter den besonderen, belastenden und (oft) traumatisierenden Bedingungen gekommen sind, benötigen einen sicheren Ort, Versorgung, Zugang zu Bildung sowie begleitende therapeutische Maßnahmen. Die Kinder und Jugendlichen müssen sich in einer für sie völlig fremden Umgebung, Kultur und Sprache zurechtfinden. Die Unterstützung der Vormünder bezieht sich auf alle Lebensbereiche.

Aufgaben sind dabei

  • Mitwirkung bei der Unterbringung
  • Mitwirkung im Hilfeplanverfahren des Jugendamtes
  • Entwicklung von schulischen und beruflichen Perspektiven
  • Vertretung im ausländerrechtlichen Verfahren
  • Ausübung der Personensorge, sowie der Vermögenssorge
  • Gesundheitsvorsorge
  • Förderung der Integration
  • Suche nach Angehörigen im Heimatland oder in anderen Ländern

Ehrenamtliche werden für diese Arbeit gewonnen und durch Schulungen auf die Aufgabe als Einzelvormund vorbereitet und während der Vormundschaft von Fachkräften begleitet.

 

Wegen der hohen rechtlichen und pädagogischen Bedeutung sind hier in aller Regel Vormünder beim Jugendamt und bei freien Trägern tätig, deren Aufgabe es auch ist, die Rechte der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge zu wahren.

Ein neues Modell sind die sogenannten "Gastfamilien". Diesen Begriff hat man gewählt, um einen Unterschied zu Pflegefamilien zu verdeutlichen. Jugendliche mit Fluchterfahrung brauchen eher erwachsene Ansprechpartner, die sich mit den hiesigen Lebensgewohnheiten auskennen. Sie brauchen nicht unbedingt Pflegefamilien im klassischen Sinne oder "Pflegschaften".

Ihr Kontakt zu uns

Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln e. V.
Abteilung Jugend und Familie
Georgstr. 7
50676 Köln

 

Dominik Duballa
Referent für (teil)stationäre Erziehungshilfe
Telefon: 0221 2010-263
                                        Telefax: 0221 2010-395
                                        E-Mail: info@zuflucht-finden.de