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Caritas-Kampagne 2017

Das Miteinander gut zu gestalten und Integration zu ermöglichen ist eine zentrale gesellschaftliche Aufgabe in den kommenden Jahren. Wie sie gelingen kann, ist das Thema der Caritas-Kampagne 2017 „Zusammen sind wir Heimat“

Armut

Was es bedeutet, arm zu sein

Alleinerziehende, kinderreiche Familien, Arbeitslose – diese Gruppen sind in Deutschland armutsgefährdet. Ihnen fehlt es zwar meist nicht an Nahrung, Kleidung und einem Dach über dem Kopf – aber sie sind trotzdem arm, weil das Geld hinten und vorne nicht reicht, weder für einen Kinobesuch, noch für eine neue Waschmaschine. Die Menschen fühlen sich ausgeschlossen. Armut – ganz einfach erklärt mit dieser simpleshow:

 

Nach der Definition der Europäischen Union für „relative Armut" gilt als armutsgefährdet, wer weniger als 60 Prozent des landesüblichen Durchschnittsverdienstes zur Verfügung hat. Nach den Berechnungen des 4. Armuts- und Reichtumsberichtes der Bundesregierung lag die Armutsrisikogrenze 2011 bei 848 Euro für einen 1-Personen-Haushalt . (Datenbasis: Mikrozensus). Dies betrifft  ca.15 Prozent der Bevölkerung.

 

Etwa jedes vierte Kind in Nordrhein-Westfalen ist arm (Sozialbericht des Landes NRW 2012) und damit ausgeschlossen von den materiellen, kulturellen und sozialen Mitteln, die in der Gesellschaft, in der es lebt, als Minimum verstanden werden.

 

„Absolute Armut", das heißt, dass die Betroffenen nicht einmal über das Mindestmaß an Nahrung, Kleidung, Obdach und gesundheitliche Betreuung verfügen und ihnen durch Hunger, Kälte oder Krankheiten, die eigentlich heilbar wären, der Tod droht. Dies trifft in Deutschland aufgrund der sozialen Transferleistungen wie Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsunfähigkeit, Grundsicherung für Arbeitssuchende und Sozialhilfe, nur auf wenige Menschen zu.

 

Die Kirchen gehen über die materielle Deutung von Armut hinaus und beziehen auch chronische Erkrankungen, psychische Probleme und soziale Ausgrenzung als Folgen wirtschaftlicher Armut in ihre Definition von „Armut" mit ein.

 

Arm sind in Deutschland vor allem:

  • Alleinerziehende, dies betrifft überwiegend Frauen
  • Kinderreiche Familien mit geringem Arbeitseinkommen und ergänzenden staatlichen Leistungen z.B. nach SGB II oder SGB XII
  • Kinderreiche Familien mit höherem Einkommen, welches aber nicht den Bedarf deckt
  • Alte Menschen, besonders Migranten, die nur eine geringe Rente beziehen und keinen Antrag auf Grundsicherung im Alter und Erwerbsminderung stellen
  • Menschen mit geringer beruflicher Qualifikation
  • Menschen mit Behinderungen, die auf dem Arbeitsmarkt keine Chance haben
  • Menschen mit schwierigen persönlichen und beruflichen Biographien, die vielfach auf der Straße leben.

 

Die Beratungsstellen der Caritas suchen in diesen Zeiten immer mehr Menschen auf, die sich in sozialen und finanziellen Notlagen befinden. Das Bemühen der Caritas zielt darauf, Menschen zu befähigen, ihr Leben wieder selbst in die Hand zu nehmen, aber auch Missstände, die zu einer weiteren Verarmung und Ausgrenzung führen, aufzudecken und Veränderungen herbeizuführen.

Ihre Ansprechpartnerin

Michaela Hofmann


Tel. 0221-2010-288
Fax 0221-2010-398
E-Mail: michaela.hofmann@caritasnet.de