Suchen & Finden

 

Caritas-Kampagne 2017

Das Miteinander gut zu gestalten und Integration zu ermöglichen ist eine zentrale gesellschaftliche Aufgabe in den kommenden Jahren. Wie sie gelingen kann, ist das Thema der Caritas-Kampagne 2017 „Zusammen sind wir Heimat“

Video zum Thema

Seit 50 Jahren hilft eine Fachklinik der Caritas im Erzbistum Köln suchtkranken Frauen. Ein Ort für Frauen war hier schon immer: Mitte des 13. Jahrhunderts als Zisterzienserinnen-
kloster gegründet, ist das Gut Zissendorf am Ortstrand von Hennef seit 1960 eine Klinik. Frauen aus dem ganzen Land kommen hierhin, um sich ihrer Suchtkrankheit zu stellen.

 

Suchthilfe

Schritte aus der Sucht

Wenn Sie merken, wie Ihnen das Leben aus den Händen gleitet, kann Sucht zur Qual werden. Für Sie, für Ihre Freunde und Ihre Familie. Wer sich seine Süchtigkeit einzugestehen vermag, beginnt sich mit der so gewordenen Biographie auseinanderzusetzen, läuft nicht mehr davon, flüchtet nicht mehr vor sich selbst.


Wichtig ist der 1.Schritt: Ein Telefonat oder eine E-Mail kann den Weg aus dem Teufelskreis durchbrechen. Die Experten der Caritas helfen Ihnen vor Ort durch ein vertrauliches Einzelgespräch oder online – schnell, unbürokratisch und kostenlos.

 

 

 

Online-Beratung

Über die Online-Beratung der Caritas können Sie einfach und unbürokratisch Fragen zu verschiedenen Beratungsthemen stellen. Wenn Sie wollen, können Sie dort anonym bleiben. Die Experten der Caritas beantworten Ihre Fragen in der Regel innerhalb von zwei Werktagen unter www.beratung-caritasnet.de

 

Angehörige stellen sich die Frage: Warum nehmen nahestehende Menschen zu viel Alkohol oder Medikamente zu sich?
Ursachen der Abhängigkeiten und auch Rückfälle sind selten rational klärbar;
„Es" passiert aus unterschiedlichen Motiven:
...aus der Hoffnung auf etwas Angenehmes
...aus der Furcht vor etwas Unangenehmem
...oder aus einer Mischung aus Hoffnung und Furcht

 

Die Sucht beginnt schleichend

Unter den 18- bis 64-jährigen Deutschen sind 1,3 Millionen alkoholabhängig, weitere zwei Millionen konsumieren Bier, Wein und Schnaps in gesundheitsschädlicher Höhe. Experten schätzen, dass insgesamt zehn Millionen Deutsche durch Alkohol gefährdet sind. Wirklich abstinent leben dagegen nur fünf Prozent der Erwachsenen. Die Mehrzahl der Deutschen trinkt mäßig. Kein Wunder, dass Alkoholkonsum als traditionsreiches Vergnügen interpretiert wird. Zahlreiche Alltagsweisheiten, aber auch einige Studien untermauern diesen Standpunkt. Suchtexperten sehen vor allem ein Problem: „Die Menschen sind sich nicht im Klaren darüber, ab wann sie eine Abhängigkeit entwickeln, denn Alkoholsucht beginnt schleichend."

 

Man spricht man von Missbrauch wenn ...

... zu unpassender Gelegenheit (Autofahren, Arbeit, Sport, Schwangerschaft) oder
... bis zum Rausch oder
... zur Besserung einer gestörten seelischen Befindlichkeit („Seelentröster") oder
... langfristig übermäßig getrunken wird.
Gefährdet sind a) Männer bei mehr als 40 g Alkohol am Tag und b) wenn Frauen mehr als 20 g. Alkohol täglich konsumieren.

 

Oft braucht es Jahre, bis ein Süchtiger an den Punkt kommt, wo er Hilfe annimmt und sich eingesteht „ich bin abhängig."

Als erste Hilfemaßnahme kommt oft eine von Medizinern begleitete Entgiftung in einem Krankenhaus mit Akutstation in Frage. Der dortige Alkoholentzug dauert in der Regel lediglich drei bis fünf Tage. Doch der körperliche Entzug ist nur eine Seite. Viel dringlicher ist es, die psychische Abhängigkeit anzugehen.

 

Was ist psychische Abhängigkeit?
Psychische Abhängigkeit ist die Überzeugung, nur mit dem Suchtmittel einigermaßen erträglich leben zu können. (z.B. statt Lustlosigkeit sich mit einem Gläschen Sekt in Schwung zu bringen...)
Psychisch abhängig ist jemand, wenn der Suchtmittelgebrauch zum vorherrschenden Mittel für die Wiederherstellung von Wohlbefinden und für die Bewältigung von Belastungen und Verstimmungen geworden ist.

 

Fachberatung und Selbsthilfe kombinieren

Die ambulanten Sucht- und Drogenberatungsstellen bieten regelmäßige Einzel- und Gruppengespräche im Rahmen einer ambulanten Behandlung an.
Diese Fachberatung finden Sie unter www.beratung-caritasnet.de in 30 Suchtberatungsstellen im Einzugsbereich des Diözesan-Caritasverbandes.

Darüber hinaus können Sie mit Hilfe der Berater die Vermittlung in eine Suchtfachklinik beantragen; die Kosten hierfür übernimmt in der Regel die Sozialversicherung (Reha-Träger oder Krankenkassen) oder die Sozialhilfe.

 

Alle Suchtberatungsstellen kooperieren mit örtlichen abstinenzorientierten Selbsthilfegruppen. In der Suchtselbsthilfe treffen Sie Menschen, denen es genauso geht wie den Betroffenen. Auch sie sind Experten! Ansprechpartner und Adressen der Gruppentreffen hierzu finden Sie u.a. unter www.kreuzbund.de

 

Der Weg in ein suchtmittelfreies Leben ist das Ziel

Berichte von Betroffenen zeigen, dass Hilfe möglich ist. Lebens- oder Ehepartner, Eltern, Geschwister, Freunde oder auch Arbeitgeber dürfen die Konfrontation mit den Betroffenen nicht scheuen. Nur so besteht die Chance auf Heilung. Bloßes Tolerieren ist kontraproduktiv: die Betroffenen haben oft alle Hoffnung verloren - und auch den Glauben. Die Selbstachtung ist verschwunden, Schuld, Angst, Verzweiflung prägen das Innenleben.

 

Hilfe leisten

Ein offenes Gespräch mit einem Menschen seines Vertrauens wirkt immer entlastend.
Reden hilft: Wichtig für den Erfolg eines aufklärenden Gesprächs ist ein hohes Maß an Verständnis für die Betroffenen, das Unterlassen von Vorwurf oder Beschuldigung sowie das Bewahren der Vertraulichkeit.

 

Die Entscheidung, auf das Suchtmittel zu verzichten, liegt einzig in der Verantwortung des Betroffenen. Diese sind für ihren Erfolg bzw. Misserfolg selbst verantwortlich. Angehörige müssen auf Kontrolle und Druck verzichten können.

 

Weitergehende Informationen

Eine erste Beratung und Information über Anlaufstellen finden Sie u.a. auch über das Info – Telefon der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) unter 0221 89 20 31 (Mo.-Do. 10 –  22 Uhr / Fr., Sa., So. 10 – 18 Uhr)

Ihr Ansprechpartner

Georg Seegers


Tel. 0221 - 2010 - 278
Fax 0221 - 2010 - 398
E-Mail: georg.seegers@caritasnet.de