Praxisbeispiele zur beruflichen Integration von Menschen mit Behinderung in der Gesundheits- und Sozialwirtschaft

Arbeitsfeld Hauswirtschaft - Dienstleistung in der stationären Krankenpflege

Eva K., gehörlos, arbeitet in Vollzeit in der Bettenaufbereitung eines Krankenhauses. Zusammen mit ihrer Kollegin, die ebenfalls gehörlos ist, sortiert sie die Wäsche, verteilt sie, flickt und näht. Die beiden Frauen arbeiten schon viele Jahre zusammen und sind ein eingespieltes Team.

 

Andere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wissen die beiden lebenslustigen Frauen zu schätzen und verstehen sich mit ihnen auch ohne Worte.


„Ich möchte noch so viel sehen von der Welt. Mit dem Geld, das ich hier verdiene, wird mir das gelingen!"

Arbeitsfeld Verwaltung

EDV-Referent | Georg H. ist gehbindert und sitzt im Rollstuhl. Seit zehn Jahren arbeitet er als EDV-Referent bei der Caritas.

„Glücklicherweise bedeutet EDV größtenteils sitzende Tätigkeit. In Verbindung mit einer sinnstiftenden Aufgabenstellung ist dies sehr zufriedenstellend."

Arbeitsplatz Kindertageseinrichtung

Noemi S. arbeitet vier Tage in der Woche in einer Kindertagesstätte. Die 20-Jährige ist körperbehindert und hat eine einseitige Spastik. Noemi hält mit größter Sorgfalt den Waschraum sauber, wechselt Handtücher, sorgt für Ordnung im Flurbereich,sortiert die Wäsche und vieles mehr. Durch ihre Unterstützung können sich die Erzieherinnen ganz den Kindern widmen. Die junge Frau liebt Herausforderungen, liebt das Beschäftigt-sein und möchte ihren Anteil leisten. Arbeiten heißt für die junge Frau, im Leben dabei zu sein.

 

„Ich entlaste die Erzieherinnen und helfe wo so gut ich kann. Das gibt mir ein gutes Gefühl. Ich lerne hier sehr viel. Gleichzeitig kann ich anderen helfen und sie unterstützen."

Arbeitsplatz Senioreneinrichtung - Betreuung von demneten Menschen

Lisa C. ist lernbehindert. Die ausgebildete Hauswirtschaftshelferin arbeitet in einer Wohngemeinschaft für demenziell erkrankte Menschen. Hier wohnen 15 Senioren. Die 20-jährige Lisa hilft da, wo sie gerade gebraucht wird: Ob beim Wäsche waschen, beim Spielen, beim Frühstück machen oder beim Aufräumen.

 

„Ich liebe es mit Menschen zusammen zu sein, mich mit ihnen zu beschäftigen. Ich bin froh, dass mir das hier möglich ist."

Berichte in den Printmedien

Bericht in der Westdeutschen Zeitung
Hier finden Sie einen Bericht über eine Mitarbeiterin der Kita „Arche Noah" in Wülfrath

Bericht: "Es ist ok, nicht perfekt zu sein"
Hier finden Sie den Bericht "Es ist ok, nicht perfekt zu sein!" im Magazin der Cellitinnen mit Beispielen der Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen