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Caritas-Kampagne 2017

Das Miteinander gut zu gestalten und Integration zu ermöglichen ist eine zentrale gesellschaftliche Aufgabe in den kommenden Jahren. Wie sie gelingen kann, ist das Thema der Caritas-Kampagne 2017 „Zusammen sind wir Heimat“

Respekt heißt: miteinander reden!

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Hannelore Kraft zu Gast im Kölner Genoveva-Gymnasium

Bernd dreht den Kopf zur Seite und hält kurz inne. Nach kurzem Nachdenken wendet er sich dem Stuhlkreis wieder zu und erzählt: „Wohnungslos sein“, sagt der Mann in der Mitte seines Lebens, der insgesamt acht Jahre auf der Straße gelebt hat, „das bedeutet: ein Leben mit ganz eigenen Regeln“. Der Stuhlkreis – das sind Schülerinnen und Schüler des Kölner Genoveva-Gymnasiums und die Politikerin Hannelore Kraft – ist gespannt. Die NRW-Ministerpräsidentin hakt beim ehemaligen Obdachlosen nach: „Wie sieht das Leben auf der Straße denn genau aus?“ Bernd erzählt von Gesetzen da draußen, von Freundschaften, die man schließt. Genauso wie von Gefahren, die beim Leben ohne Tür und Angel auf die Obdachlosen lauern.

 

Nicht nur das Thema Wohnungslosigkeit wird heute leidenschaftlich diskutiert. In der Aula der Schule berichten noch viele andere Menschen im Kreis der jungen Menschen von ihren einschneidenden persönlichen Erlebnissen im Leben. Denn dies ist Teil der „lebenden bibliothek“, einem 2014 ins Leben gerufenen Caritas-Projekt, das tatsächlich wie das System einer klassischen Bibliothek funktioniert. Mit einem kleinen Unterschied: In ihr werden Menschen zu Büchern. Diese kann man sich „ausleihen“ und nach ganz eigenen Interessen befragen.

 

Heute sind die Bücher im Kölner Gymnasium zum Beispiel eine moderne Muslima mit Kopftuch, ein gläubiger Jude, eine blinde Frau, der Vorsitzende der Kölner Aidshilfe oder ein Aussteiger aus der rechten Szene, die sich den Fragen der Bibliotheksbesucher stellen. Gerade letzterer zieht die Teilnehmenden mit den Schilderungen seiner politischen Radikalisierung mit faszinierendem Schauder in den Bann.

 

Der Ehrengast im Genoveva-Gymnasium – Ministerpräsidentin Hannelore Kraft – ist anlässlich der NRW-weiten „Woche des Respekts“ in den Stadtteil Mülheim gekommen und stolz auf den diskussionsfreudigen Nachwuchs: „Ihr seid die kommenden Generationen, wir bauen auf Euch. Ihr sorgt dafür, dass wir in Zukunft respektvoll miteinander umgehen werden“, zeigte sich die Landeschefin beeindruckt vom Engagement der Schüler.

 

Das Konzept des Miteinanders der Lebenden Bibliothek kommt also bei allen Beteiligten an. Gerade der unbefangene Umgang zwischen den Menschen fördert die Akzeptanz füreinander. „Das Projekt macht die gesellschaftliche Vielfalt in moderner Form für jeden persönlich erlebbar. Dabei bringt es unterschiedliche Menschen in Kontakt und baut aktiv Vorurteile ab“, erklärt Projektleiterin Sabine Kern vom Kölner Diözesan-Caritasverband. Und von diesen Vorurteilen gibt es am heutigen Tag eindeutig viel weniger. Darüber sind sich am Ende im Genoveva-Gymnasium wirklich alle einig.

Sie sind neugierig geworden?

Nehmen Sie mit uns Kontakt auf, wenn Sie mehr über das Projekt wissen wollen

oder selbst eine lebendige Veranstaltung buchen wollen:

per E-Mail bei sabine.kern@caritas-bonn.de

oder telefonisch unter 02 28/2671-718.