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Historischer Rückblick
Hilfe in der Not: Vom Handbuch bis zur Hospiz-Beratung
Das Gründungsjahr des Caritasverbandes Düsseldorf ist zwar 1904, der wegbereitende Startschuss fiel jedoch früher: Unter dem Eindruck der durch die industrielle Revolution ausgelösten sozialen Nöte gründete Lorenz Werthmann 1897 den „Charitasverband für das katholische Deutschland“.
Bald folgten Orts-, Kreis- und Diözesancaritasverbände, darunter am 25. April 1904 der Caritasverband für die Stadt Düsseldorf, zu dem sich mehrere Wohlfahrtsvereine der Stadt zusammengeschlossen haben. Pfarrer Heinrich Bechem von St. Martin, der erste Vorstandsvorsitzende in der Verbandsgeschichte, gab dem Verband die erste organisatorische Struktur. In den Jahren 1909 wurde das „Handbuch für die Katholiken Düsseldorfs“ herausgegeben, das die Bürger über die Institutionen des Verbandes informierte und diesen weithin bekannt machen sollte.
Während des Ersten Weltkrieges beteiligte sich der Verband an der Kriegsfürsorge, vor allem an der Kinderfürsorge, und vermittelte den Kindern Landaufenthalte. 1919 erledigte das Caritassekretariat die Aufgaben der Auswandererfürsorge. Laut Rechenschaftsbericht für das Jahr 1919 setze der Caritasverband Düsseldorf einst „aus der Not der Zeit heraus“ übernommene Tätigkeiten auch nach Kriegsende fort. So galt auch im ersten Friedensjahr seine besondere Aufmerksamkeit der Kinderfürsorge, wurden etwa Kinder in Heilstätten oder zur Erholung bei holländischen Gasteltern untergebracht.
1924 übernahm der Verband die Übermittlung von Obdachlosenunterkünften, eine Beratungsstelle für Alkoholkranke wurde 1937 eingerichtet. Schwere Zeiten hatte der Caritasverband unter dem NS-Regime, das seine Arbeit abqualifizierte. In den Trümmerjahren dann wurden über das Caritassekretariat kirchliche Auslandsspenden verteilt, die nach Düsseldorf gelangten.
1954 war das Geburtsjahr der Familienpflege durch den Caritasverband, in dessen Zusammenarbeit das Familienwerk St. Martin gegründet wurde. Ein Jahr darauf richtete der Verband die Erziehungsberatungsstelle ein. 1956 übernahm der Caritasverband das Herz-Jesu-Heim, das Altenheim St. Josefshaus wurde 1983 übernommen. Im gleichen Jahr wurde der Arbeitslosentreff St. Josef Oberbilk ins Leben gerufen. Das Caritas Hospiz in Garath nahm seinen Dienst 1997 auf. Im selben Jahr ging das Netzwerk ExtraNett an den Start, wo Menschen ab 50plus die Lebensphase Alter aktiv mit anderen gemeinsam gestalten können.

Im Jahr 2000 eröffnete das Caritas Zentrum International seine Pforten, und die ersten Mieter zogen in den Wohnhof Stockum, der ersten Anlage für Betreutes Wohnen der Caritas. 2002 und 2003 wurden die beiden Wohnanlagen für Betreutes Wohnen am Unterbilker St. Hubertusstift und im Kaiserswerther St. Marienstift eingeweiht. Seit dem Jahr 2006 bieten die Caritas Hausgemeinschaften St. Bendediktus in Lörick 60 demenzkranken Menschen eine neuartige, geschützte Wohnform.
Heute ist der Verband in insgesamt 100 sozialen Diensten, Beratungsstellen und Einrichtungen an rund 60 Standorten in der Landeshauptstadt vertreten.
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Caritas vor Ort
Pflegeseminar für Angehörige demenziell erkrankter Menschen
10.03.10 - Kurstermine sind donnerstags am 22. und 29. April sowie am 6. Mai jeweils von 18 bis 20 Uhr im zentrum plus Unterrath, Kürtenstraße 160a, 40472 Düsseldorf.
Caritas Altenzentren und Pfarrei St. Antonius begrüßen Ordensfrauen aus Tansania
08.03.10 - Düsseldorf. Fünf Ordensschwestern aus Tansania begrüßt der Caritasverband Düsseldorf neu in seinen Reihen. Nach einjähriger Vorbereitungszeit in Deutschland leben die Heilig-Geist-Schwestern seit Jahresanfang im zum Kloster umgebauten ehemaligen Pfarrhaus der St. Antonius-Kirche. Zum 1. Februar haben sie ihre Arbeit in zwei Caritas Altenzentren aufgenommen.
Caritas zentrum plus Bilk: Eröffnung und Einweihung
08.03.10 - Das zentrum plus Bilk in Trägerschaft des Caritasverbandes Düsseldorf wurde am Freitag, 5. März, offiziell eröffnet. Die Einrichtung, die im Gebäude der ehemaligen Pfarrbücherei neben der St. Suitbertus-Kirche untergebracht ist, ist eine von zwölf neuen wohnortnahen Dependancen, die das Angebot der 19 bereits vorhandenen zentren plus im Düsseldorfer Stadtgebiet ergänzen sollen.
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