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Caritas und Geflüchtete bedanken sich bei Ehrenamtlichen

Sie standen beim "Dankeschön-Fest" der Caritas im Mittelpunkt - die Ehrenamtlichen in der Geflüchtetenhilfe.Sie standen beim "Dankeschön-Fest" der Caritas im Mittelpunkt - die Ehrenamtlichen in der Geflüchtetenhilfe.

 

„Wir und die Geflüchteten wollten einfach einmal Danke sagen“, beschreibt Carsten Düppengießer, Leiter der Migrations- und Flüchtlingshilfe der Caritas Euskirchen, wie die Idee für das „Dankeschön-Fest“, welches die Caritas jetzt in Kooperation mit der Stadtpfarrei St. Martin feierte, entstanden ist. Die eingeladenen Ehrenamtlichen sollten sich an diesem Tag selbst einmal verwöhnen lassen und sich um nichts kümmern müssen. „Denn das tun sie ja schon, häufig bereits seit Jahren und sehr intensiv“, erklärte Caritasmitarbeiter Peter Müller-Gewiss, Ehrenamtskoordinator der „Aktion Neue Nachbarn“.

 

Im Forum St. Matthias in Euskirchen bereiteten hauptamtliche Caritasmitarbeitende und viele Geflüchtete das Fest gemeinsam vor. Der Saal wurde hergerichtet, Getränke und Salate zubereitet und eine Grillstation eingerichtet. Auch an die kleinen Gäste war gedacht, diese konnten sich beim „Kinderschminken“ in Fantasiewesen und Superhelden verwandeln.

 

„Rund 80 Gäste, in der Flüchtlingshilfe tätige Haupt- und Ehrenamtliche, Geflüchtete und Gäste aus der Pfarrgemeinde feierten ein buntes und unbeschwertes Fest“, berichtete Müller-Gewiss. Aus dem kleinen Kloster nebenan kam Schwester Francisca Mgbemena herüber und mischte sich unter die Feiernden. Der syrisch-kurdische Musiker Faiek Cahkro sorgte mit traditionellen Rhythmen für Stimmung. „Irgendwann hielt es die Gäste nicht mehr auf den Stühlen und es wurde ausgelassen getanzt“, so Müller-Gewiss.

 

Dass es Ehrenamtlichen nicht immer leicht fällt, aus ihrer Rolle herauszutreten, machte Gerti Wilmes deutlich. Wilmes engagiert sich seit Jahren in der Geflüchtetenhilfe, zunächst als ehrenamtliche Deutschlehrerin, mittlerweile begleitet sie ihre Schützlinge zu Ämtern, hilft bei der Wohnungs- und Jobsuche. Gleich nach der Ankunft fragte sie: „Wo kann ich mitanpacken?“ „Wir mussten ihr quasi verbieten, heute mitzuarbeiten“, so Müller-Gewiss mit einem Schmunzeln.

 

Schön fand Wilmes die Idee eines „Dankeschön-Festes“ für Ehrenamtliche trotzdem. „Vor allem wollte ich meine ehemaligen Schüler wiedertreffen“, betonte sie. Denn einige seien mittlerweile gut in ihrer neuen Heimat angekommen und man sehe sich deshalb nicht mehr so häufig. Zu anderen ist in den letzten Jahren eine sehr persönliche Beziehung gewachsen.

 

Dies kann Ulla Hermes bestätigen. Auch sie ist bereits seit einigen Jahren in der Flüchtlingshilfe ehrenamtlich aktiv, auch bei ihr ging der Weg über Hilfe beim Spracherwerb hin zu Patenschaften für einzelne Geflüchtete. „Das beginnt bei Kleinigkeiten, geht über Formularhilfe bis hin zur Begleitung zu Ämtern und Banken. Manchmal essen wir auch gemeinsam bei uns zuhause“, so Hermes. All dies sei einerseits sehr erfüllend, andererseits aber auch sehr fordernd. Im Moment arbeitet sie daran, einem von ihr begleiteten Geflüchteten eine Ausbildungsstelle zu vermitteln. „Er könnte morgen anfangen, aber es scheitert aktuell an der fehlenden Geburtsurkunde. Die Beschaffung aus dem Herkunftsland gestaltet sich schwierig.“

 

„Uns ist sehr bewusst, was die Ehrenamtlichen leisten. Deshalb war es uns ein Anliegen uns heute einmal auf besondere Weise zu bedanken“, so Düppengießer. „Bedanken möchte ich mich aber auch bei meinem Team und den vielen Geflüchteten, die im Vorfeld und während der Veranstaltung geholfen haben, diesen Nachmittag zu einem Erfolg zu machen. Außerdem gilt unser besonderer Dank der Aktion Neue Nachbarn des Erzbistums Köln, die uns durch ihre finanzielle Unterstützung überhaupt erst ermöglicht hat, dieses Fest auszurichten.“

 

Rotary Club Euskirchen Burgfey unterstützt Hospizdienst

Bei der Spendenübergabe: (v.l.) Klaus Schruff (Caritas, Fachbereichsleiter), Silvia Krüger (Caritas, Koordinatorin Hospiz), Uwe Günther (Präsident Rotary Club Euskirchen Burgfey), Monika Stoffers (Caritas, Koordinatorin Hospiz), Bernhard Becker (Caritas, Vorstand), Christel Eppelt (Caritas, Koordinatorin Hospiz)Bei der Spendenübergabe: (v.l.) Klaus Schruff (Caritas, Fachbereichsleiter), Silvia Krüger (Caritas, Koordinatorin Hospiz), Uwe Günther (Präsident Rotary Club Euskirchen Burgfey), Monika Stoffers (Caritas, Koordinatorin Hospiz), Bernhard Becker (Caritas, Vorstand), Christel Eppelt (Caritas, Koordinatorin Hospiz)

 

Der amtierende Präsident des Rotary Club Euskirchen Burgfey, Uwe Günther war jetzt im Servicecenter Demenz und Hospiz „Café Insel“ der Caritas Euskirchen zu Gast um einen Spendenscheck über 2.000 Euro zugunsten der ambulanten Hospizarbeit des Wohlfahrtsverbandes zu überreichen.

 

„Die Rotarier Euskirchen-Burgfey unterstützen mit Ihrer Spende die ambulante Begleitung von todkranken und sterbenden Menschen. Die vielfältige Hilfe in der für die  Betroffenen und ihre Angehörigen so schweren Zeit soll dadurch gestärkt werden,“ erklärte Günther bei der Spendenübergabe. Er selbst ist erst seit fünf Wochen im Amt, da der Club-Vorsitz im jährlichen Turnus wechselt. „Mein Vorgänger und jetziger Past-Präsident, Peter Haseleu und unser Clubmitglied Monika Piel waren die ursprünglichen Initiatoren unseres Engagements für die Hospizarbeit,“ so Günther.

 

Unter den Mitgliedern der Rotarier sei der Gedanke an die eigene Endlichkeit etwas, was man bisher eher ausgeblendet habe. Die Angebote des ambulanten Hospizdienstes der Caritas waren daher vielen Clubkollegen nicht bekannt. Man habe sich dann im Club über die Arbeit informiert. Besonders beeindruckt sei man vom freiwilligen Engagement der Ehrenamtlichen - sei es in ganz praktischer Alltagshilfe oder auch mit Gesprächen über Sorgen und Ängste.

 

„In der Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen ist ehrenamtliches Engagement unverzichtbar. Aktuell sind 73 Ehrenamtliche für uns tätig. Sie begleiten Menschen zuhause, in stationären Pflegeinrichtungen sowie in Krankenhäusern,“ erklärte der zuständige Fachbereichsleiter Klaus Schruff. Dabei seien, aufgrund der oftmals belastenden Tätigkeit, eine ständige Begleitung durch die Hospizkoordinatorinnen sowie ein qualifiziertes Fortbildungsangebot unerlässlich.

 

„Dabei hilft uns ihre Spende sehr und wir sind froh über jeden Cent, den wir an Zuwendung erhalten. Gleichzeitig hat ein solches Engagement für mich aber auch immer eine zweite Seite. Dadurch, dass Sie sich in ihrem Club mit dem Thema auseinander gesetzt haben, rückt die Hilfe für die betroffenen Menschen in den Fokus und wird zum Thema,“ bedankte sich Caritasvorstand Bernhard Becker bei Günther und seinen Clubkollegen.

 

Und dieses Engagement plant der Rotary Club Euskirchen Burgfey nachhaltig. Er beabsichtigt, so verriet Günther, die Arbeit des Ambulanten Hospizdienstes der Caritas Euskirchen auch zukünftig zu fördern.

 

Caritas verleiht Ehrennadeln

kinderkram_2webDer geschäftsführende Vorstand Bernhard Becker (1.v.l.), verlieh zusammen mit seinem Vorstandskollegen Horst Lennartz (1.v.r.), viermal das Ehrzeichen des deutschen Caritasverbandes in Silber

 

In den Räumen der Caritas Begegnungsstätte und Babykleiderstube „Kinderkram“ stellten jetzt die Teilnehmerinnen der Kreativgruppe den haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden im Beisein des Vorstands sechs großformatige Arbeiten im Collage-Stil vor, die sich mit dem Selbstbild und Selbstverständnis von Frauen auseinander setzen. Die Bilder sind in einem Zeitraum von eineinhalb Jahre entstanden. 13 Frauen aus unterschiedlichen Herkunftsländern haben daran gearbeitet. „Die Frauen haben sich immer freitags getroffen und gemeinsam zwei Stunden an den Bildern gearbeitet. Jede einzelne Collage steht, durch die verwendeten Materialien, Farben und eingearbeiteten Texte, für den kulturellen Hintergrund der Frauen. So ist etwa eine Tafel überwiegend in Gelb-Orange gehalten. Die Farbe steht für Eritrea, Afrika und die Sahara“, erklärt Lilo Klünter.

 

Klünter betreut die Kreativgruppe seit vielen Jahren ehrenamtlich. „Es ist eine offene Gruppe, in der Frauen unkompliziert Zeit miteinander verbringen und gestalten können“, so Caritasmitarbeiterin Irene Rütten. Während dieser Zeit werden die Kinder der Frauen in einem Nebenraum von weiteren Ehrenamtlichen betreut. Die Kreativgruppe ist Teil des Angebots im „Kinderkram“.

 

„Wir haben in der Schwangerschaftsberatungsstelle „esperanza“ Anfang der 2000er Jahre erkannt, dass es einen zunehmenden Bedarf Schwangerer und junger Mütter an weitergehenden Hilfsangebote gibt“, erläutert Fachbereichsleiterin Cilly von Sturm. Deshalb habe man 2001 die Idee einer Babykleiderstube mit flankierenden Hilfen, Möglichkeiten zur Begegnung und Bildungsangeboten entwickelt. 2002 konnte die erste Babykleiderstube eingeweiht werden, 2007 erfolgte, unter dem neuen Namen „Kinderkram“, der Umzug in die Wilhelmstraße 48.

 

„Heute arbeiten 36 Frauen ehrenamtlich im „Kinderkram“ mit, zwei sind sogar seit der ersten Stunde dabei“, so Rütten. Das Angebot umfasst, neben der Babykleiderstube, eine Kinderbetreuungs- und Spielgruppe, Alphabetisierungs- und Deutschunterricht, einen Erste-Hilfe-Kurs speziell für Mütter von Kleinkindern sowie die Kreativgruppe.

 

„Unsere hauptamtlich Mitarbeitenden begleiten und unterstützen die Ehrenamtlichen in ihrer Tätigkeit“, so von Sturm. „Aber Sie beleben das Ganze mit Herz. Das geht nur mit Ihnen, das kann Hauptamt nicht leisten. Dafür danken wir Ihnen im Namen des Caritasverbandes“, hob der Geschäftsführende Vorstand des Wohlfahrtsverbandes die besondere Bedeutung des Ehrenamts für den „Kinderkram“ hervor.

 

Gemeinsam mit seinem Vorstandskollegen Horst Lennartz ehrte er im Anschluss vier verdiente Ehrenamtliche für ihren langjährigen Einsatz mit dem Ehrenzeichen des Deutschen Caritasverbandes in Silber. Christa Bertram und Uschi Marzusch erhielten das Ehrenzeichen für ihre Mitarbeit in der Babykleiderstube. Maria Simon ist seit vielen Jahren in der Kinderbetreuung und war auch als „Leihoma“ aktiv. Lilo Klünter leitet seit 2007 die Kreativgruppe im „Kinderkram“.

 

Caritas legt Jahresbericht 2016 vor

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Caritas Euskirchen legt Jahresbericht 2016 vor - Auch im Berichtszeitraum wurden die Dienste und Hilfen erneut stark nachgefragt

 

Die Caritas Euskirchen war im vergangenen Jahr erneut wichtiger  Anlaufpunkt für die Menschen in der Region zwischen Eifel und Zülpicher Börde. Über 13.000 Bürgerinnen und Bürger suchten Rat und Hilfe bei dem katholischen Wohlfahrtsverband. Dies geht aus dem jetzt veröffentlichten Jahresbericht 2016 hervor.

 

211 hauptamtlich Mitarbeitende haben in rund 40 differenzierten Diensten und Hilfen Menschen in unterschiedlichen Lebens- und Problemlagen zur Seite gestanden. Unterstützt wurden sie dabei von über 500 Ehrenamtlichen. 75 Prozent der hauptamtlichen Mitarbeitenden waren Frauen, 25 Prozent Männer. Das Spektrum der Tätigkeiten der Caritas Euskirchen erstreckt sich von Schwangeren und Neugeborenen über Kinder, Jugendliche und Erwachsene bis hin zu Seniorinnen und Senioren. Häufig sind die Hilfesuchenden durch komplexe Problemlagen oder Erkrankungen eingeschränkt.

 

Im Bereich Familien und Kinder suchten 1.324 Menschen die Hilfe der Caritas. So wurden 358 Schwangerschaftsberatungen durch den Fachdienst „esperanza“ durchgeführt. 418 Erwachsene und Kinder wurden durch die flankierenden Dienste des Netzwerks Frühe Hilfen, den Familienhebammen und in der Babykleiderstube und Begegnungsstätte „Kinderkram“ betreut. 266 Familien konnten gebrauchte Babysachen vermittelt werden.

 

Die Fachberatungsstelle und Tagesstätte für Wohnungslose wurde 2016 von 463 Hilfesuchenden  aufgesucht. Von diesen erhielten 281 Menschen ohne festen Wohnsitz eine behördenanerkannte Postanschrift in der Einrichtung. Auf das Angebot der Notschlafstelle waren im Berichtszeitraum 97 Personen mit 1.951 Übernachtungen angewiesen.

 

Die Suchtberatungs- und Behandlungsstelle der Caritas verzeichnete im Berichtszeitraum 1.513 Hilfesuchende. Davon nahmen 564 die Beratungs- und Hilfeleistungen der Caritas über einen längeren Zeitraum in Anspruch. Die Fachstelle für Suchtvorbeugung erreichte mit 270 Maßnahmen 1.641 Menschen in der Region direkt. Zusätzlich wurde die Bevölkerung durch Info- und Aktionsstände sowie Medienarbeit für das Thema Sucht sensibilisiert. Allein 37-mal war die Fachstelle für Suchtvorbeugung während Projekttagen oder in Unterrichtseinheiten in Schulen aktiv. 

 

Die Hilfen der Caritas für psychisch erkrankte Menschen nahmen 2016 insgesamt 347 Personen in Anspruch, davon 58 stationär in den Wohnhäusern Kirchheim und Rupperath sowie in der Außenwohngruppe Kall.

111 Menschen mit unterschiedlichen sozialen und gesundheitlichen Problemlagen beziehungsweise Behinderungen nutzten die Möglichkeit, durch Betreutes Wohnen ein weitgehend selbstbestimmtes Leben in eigener Häuslichkeit zu führen.

 

Das Caritaszentrum für Migration und Flüchtlingshilfe betreute im Berichtszeitraum 459 Zuwanderer und arbeitete dabei mit 193 freiwilligen Helferinnen und Helfern im Kreisdekanat Euskirchen zusammen.

Die beiden Ambulanten Pflegestationen Bad Münstereifel und Euskirchen sowie die Seniorentagespflege der Caritas in Euskirchen betreuten im Berichtszeitraum 520 Patienten. Durch das Servicezentrum Demenz wurden im selben Zeitraum 76 Bürgerinnen und Bürger betreut. Der Ambulante Hospizdienst begleitete 181 schwerstkranke und sterbende Menschen.

 

Das Jugendzentrum „Jugendvilla“ in der Kreisstadt Euskirchen besuchten im Berichtszeitraum 1.125 Jugendliche. 408 Personen wurden durch die Schuldnerberatung der Caritas betreut.  Der Betreuungsverein des Verbandes führte, mit 21 aktiven Ehrenamtlichen und dreieinhalb hauptamtlichen Vollzeitstellen, 155 rechtliche Betreuungen. Die Arbeitsmarkt- und Integrationsprojekte der Caritas boten 59 langzeitarbeitslosen Menschen eine Tagesstruktur und sinnstiftende Beschäftigung.

 

„Damit wir auch weiterhin als verlässlicher Partner an der Seite von Menschen in Not stehen können, sind wir auf breite Unterstützung angewiesen. Sei es der Einsatz unserer haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden, die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unseren Partnern in Kirche, Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft oder die Unterstützung durch Spenderinnen und Spender, Freunde und Förderer – ohne das Zusammenwirken all dieser Menschen wäre Caritas in unserer Region nicht denkbar. Für diese Unterstützung möchten wir uns an dieser Stelle ausdrücklich bedanken“, erklären die beiden Caritasvorstände Bernhard Becker und Horst Lennartz abschließend.

 

Spenden gesucht für Kleiderladen und Möbellager

stoffwechsel_33_webDer soziale Kleiderladen "Stoffwechsel 33" hat gerne und oft alle Hände voll zu tun

 

Die Caritas Euskirchen  betreibt in der Kreisstadt mit dem „Stoffwechsel 33“ in der Kapellenstraße 33 und dem „Möbelkino“ in einem ehemaligen Lichtspielhaus in der Hochstraße 57 zwei soziale Läden, die Menschen mit geringem Einkommen die Möglichkeit geben, sich günstig mit Kleidung und Einrichtungsgegenständen zu versorgen.

 

Beide Einrichtungen verfolgen daneben noch einen zweiten sozialen Zweck. Sowohl im „Möbelkino“ als auch im „Stoffwechsel 33“ erhalten langzeitarbeitslose Menschen über den sogenannten Ein-Euro-Job die Möglichkeit, durch eine sinnvolle Tätigkeit etwas hinzu zu verdienen, wieder in eine geregelte Tagesstruktur hinein zu finden und neue Fertigkeiten zu erlernen.

 

So werden im „Stoffwechsel 33“ die gespendeten Kleidungsstücke sortiert, gereinigt, bei Bedarf ausgebessert und für den Verkauf präsentiert. Angeleitet von einer erfahrenen Fachkraft lernen die meist weiblichen Klienten Verkaufsgespräche zu führen und eine elektronische Kasse zu bedienen. Im „Möbelkino“ werden die zumeist männlichen Klienten etwa beim Transport und dem Auf- und Abbau der Einrichtungsgegenstände eingesetzt.

 

„Wichtig ist uns dabei, unseren Kunden, die in der Regel aufgrund sozialer Notlagen darauf angewiesen sind Kleidung oder Möbel möglichst günstig einzukaufen, ein würdiges Einkaufserlebnis zu ermöglichen“, so Sozialarbeiterin Monika Stoffers. Sie ist für die hauptamtliche Betreuung sowohl des Möbellagers als auch des Kleiderladens zuständig. Um sozialer Stigmatisierung der Kundschaft entgegen zu wirken, seien sowohl „Möbelkino“ als auch „Stoffwechsel 33“ ganz bewusst wie „normale“ Geschäfte konzipiert und eingerichtet.

 

 

Beide Einrichtungen sind auf die Spendenbereitschaft der lokalen Bevölkerung angewiesen. Kleinere Einrichtungsgegenstände und Haushaltswaren können zu den Öffnungszeiten im „Möbelkino“ abgegeben werden. Größere Möbel werden von den Caritas-Mitarbeitern auf Anfrage vor Ort begutachtet und abgeholt. „Dabei bitten wir allerdings um Verständnis dafür, dass wir nicht immer Alles annehmen können“, erläutert Stoffers. So seien große, massive Wohnzimmer-Schranklandschaften in „Eiche rustikal“ häufig schlicht zu sperrig für die bescheidenen Wohnverhältnisse ihrer Kunden.

 

Kleider- und Wäschespenden können zu den Öffnungszeiten im „Stoffwechsel 33“ abgegeben werden. „Hier sind wir aktuell vor allem auf der Suche nach Herrenoberbekleidung. Da weist unser Sortiment augenblicklich leider größere Lücken auf“, berichtet Stoffers.

 

Das „Möbelkino“ in der Hochstraße 57 ist unter Woche von 8 bis 12.30 Uhr und von 13.30 bis 16.15 Uhr geöffnet. Freitagnachmittag schließt das „Möbelkino“ um 15 Uhr. Der Kleiderladen „Stoffwechsel 33“ hat montags bis donnerstags von 9.30 bis 16.30 Uhr geöffnet, freitags schließt er bereits um 14.30 Uhr.

Spenden, Kontakt und Infos:

 

Möbelkino 
Caritas-Möbellager
Hochstr. 57, 53879 Euskirchen 
Tel. 02251 / 7000-50, moebellager@caritas-eu.de

 

Stoffwechsel 33
Caritas-Kleiderladen
Kapellenstr. 33, 53879 Euskirchen 
Tel. 02251 / 60 50 85



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