Therapiezentrum für Folteropfer

Das Therapiezentrum für Folteropfer des Caritasverbandes für
die Stadt Köln e. V. bietet Flüchtlingen aus Kriegs- und Krisengebieten, die in Deutschland Schutz suchen, psychotherapeutische und soziale Unterstützung.


Der Schwerpunkt der Arbeit liegt in der sozialen und psychologischen Beratung sowie Behandlung von Flüchtlingen. Psychologische Begutachtung von Flüchtlingen, die seelischer und/oder körperlicher Folter sowie anderen kriegsbedingten Traumatisierungen und Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt waren, wird ebenfalls veranlasst.

Das Therapiezentrum für Folteropfer (früher bekannt unter dem Namen Psychosoziales Zentrum für ausländische Flüchtlinge) wurde 1985 aus einem Modellprojekt des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen (UNHCR) gegründet. Flüchtlingen soll, gemäß EU-Bestimmungen, gesundheitliche und psychotherapeutische Versorgung zukommen. Dies wird jedoch durch fehlende spezifische Angebote, komplizierten Zugangsbedingungen und sprachliche/kulturelle Hemmnisse erschwert. Durch spezielle Angebote für die Flüchtlinge und gezielte Schulungen externer Fachleute arbeiten die MitarbeiterInnen des Therapiezentrum für Folteropfer seit vielen Jahren daran, diese Lücken zu schließen. Ziel dabei ist, eine adäquate medizinische, psychotherapeutische und soziale Versorgung der betroffenen Flüchtlinge sicherzustellen.

 

Sowohl Flüchtlinge, die schon lange ohne sicheren Aufenthalt in Deutschland leben, als auch neu eingereiste Flüchtlinge finden im Therapiezentrum für Folteropfer eine Anlaufstelle. Hier werden erste Schritte der Integration in Deutschland vorbereitet und begleitet.

 

Gewalt- und Verlusterlebnisse sowie die Migrationserfahrung können das seelische Befinden stark beeinträchtigen. Flüchtlinge mit Gewalterfahrungen erhalten daher im Therapiezentrum für Folteropfer psychotherapeutische Behandlung und/oder psychologische Beratung.

Die MitarbeiterInnen sind in verschiedenen psychotherapeutischen Verfahren ausgebildet: Psychoanalyse, Verhaltenstherapie, Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, Systemische Therapie, Gesprächspsychotherapie. Die MitarbeiterInnen verfügen über eine Spezialausbildung in Psychotraumatologie. Es gibt einzeltherapeutische sowie gruppentherapeutische Maßnahmen. Die Zuweisung zu den Maßnahmen erfolgt nach sorgfältiger Analyse des jeweiligen Einzelfalles.

 

Neben dem Bereich der Psychotherapie ist das Arbeitsfeld der Sozialarbeit eine der Hauptsäulen des Therapiezentrum für Folteropfer. Beide Bereiche sind eng miteinander verbunden, was sich in gemeinsamen Teamsitzungen, Fallbesprechungen, Projektkooperationen u.a.m. widerspiegelt. Im sozialarbeiterischen Team sind derzeit fünf MitarbeiterInnen tätig, die neben dem Studium der Sozialarbeit/Sozialpädagogik weitere Ausbildungs- bzw. Weiterbildungsabschlüsse haben, z.B. in systemischer Beratung und Mediation.

 

Die Behandlungen und Beratungen sind kostenlos.

Kontakt und Anmeldung

Informationen zu Kontakt und Anmeldung finden Sie hier