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Geschichte

Als 1915 Kinder aufs Land verschickt werden müssen, weil es in Köln nicht genug zu essen gibt, gründen engagierte Katholiken den Caritasverband für die Stadt Köln. 1932 verliert der  Caritasverband für die Stadt Köln e.V. seine Selbstständigkeit und wird kurz vor der Machtübernahme der Nationalsozialisten in den Diözesan-Caritasverband überführt. 1945 erfolgt die Neugründung des Stadtcaritasverbandes mit Caritasdirektor Prälat Dr. Josef Koenen, den 1983 Prälat Dr. Karl-Heinz Vogt ablöst. Seit 2000 ist Pfarrer Franz Decker Caritasdirektor. 2006 erhält  der Caritasverband eine neue Satzung, nach der die Geschäftsführung einem hauptamtlichen, dreiköpfigen Vorstand zu übertragen ist und der Caritasrat Aufsichtsratfunktionen erhält. Ein Jahr später wird der neue Vorstand eingeführt: Pfarrer Franz Decker (Caritasdirektor und Vorstandsvorsitzender), Peter Krücker (Caritas-Dienste) und Hubert Schneider (Finanzen und Personal).

 

Organisation

Der Caritasverband für die Stadt Köln ist Träger von ca. 60 Diensten und Einrichtungen und Arbeitgeber für über 1400 hauptamtliche und 850 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Als Spitzenverband der freien Wohlfahrtspflege in Köln vertritt er zudem andere caritativen Einrichtungen und Fachverbände. 

Die unterschiedlichen Aufgabengebiete, in denen sich der Caritasverband für die Stadt Köln e.V. engagiert, sind in der Organisationsstruktur in folgende Geschäftsfelder gegliedert:

  • Beschäftigungshilfe
  • Integration und Familienhilfe
  • Ambulante Dienste
  • Stationäre Betreuung
  • Verwaltung
  • Personal

Alle Dienste und Einrichtungen sind orientiert an der pastoralen Arbeit der Pfarrgemeinden. Sie beraten und unterstützen diese, kooperieren mit pfarrlichen Einrichtungen oder stellen ihnen subsidiär sozial wirksame Strukturen zur Verfügung. Dem dient die Stabsabteilung Caritaspastoral und Ehrenamt.

 

Weitere caritative Dienste mit jeweils besonderen Schwerpunkten bieten folgende Kölner Fachverbände an, die als Mitglieder zum Verband gehören:

  • In Via, katholischer Verband für Mädchen- und Frauensozialarbeit 
  • Kreuzbund
  • Malteser-Hilfsdienst
  • Sozialdienst katholischer Frauen (SkF)
  • und Sozialdienst Katholischer Männer (SKM)

Der Caritasverband für die Stadt Köln e. V. ist ein eingetragener Verein mit den Organen Vertreterversammlung, Caritasrat und geschäftsführender Vorstand.

Die Vertreterversammlung setzt sich aus Vertretern der einzelnen Mitgliedergruppen zusammen (Kirchengemeinden, Fachverbände und lokale Einrichtungen aus Arbeitsgemeinschaften des deutschen Caritasverbandes sowie weitere korporative Mitglieder). Sie wählen den Caritasrat mit dem Stadtdechanten als geborenen Vorsitzenden. Der Caritasrat ist ein Aufsichtsrat mit allen Instrumenten und Kompetenzen, wie sie auch in großen Wirtschaftsunternehmen üblich sind. Der geschäftsführende, hauptamtliche Vorstand legt in Kooperation mit dem Caritasrat Ziele und Schwerpunkte für die Arbeit des Verbandes fest. Der Caritasrat berichtet jährlich der Vertreterversammlung und wird von dieser bezüglich seiner satzungsgemäßen Aufgaben entlastet.

 

Aufgaben

Die Aufgaben des Caritasverbandes haben sich mit den Jahren seit 1945 immer wieder geändert. Entsprechend der gesellschaftlichen Entwicklung kamen neue Einrichtungen und Dienste hinzu. Die Refinanzierungsbedingungen haben sich ebenso und oft entscheidend verändert. Ausschreibungen – teilweise bundes- oder europaweit - haben eine zunehmende Bedeutung. Heute organisiert sich der Caritasverband für die Stadt Köln wie andere große Sozialverbände als ein marktorientiertes Unternehmen. Er wird an der Wirtschaftlichkeit, Professionalität und Fachkompetenz seiner Hilfeleistungen gemessen. In dieser Marktgebundenheit formuliert er seine strategischen Ziele, bestimmt vom biblisch/christlichen Welt- und Menschenbild und der Tradition der kirchlichen Soziallehre. Er bietet, wo Not ist, Hilfe zur Selbsthilfe und setzt sich in Politik und Gesellschaft als Anwalt der Armen und sozial Schwachen ein. „Es geht um die Rettung der menschlichen Person, es geht um den rechten Aufbau der menschlichen Gesellschaft. Der Mensch, der eine und ganze Mensch, mit Leib und Seele, Herz und Gewissen, Vernunft und Wille steht im Mittelpunkt.“ (Gaudium et spes Nr.3)



Das aktuelle Thema

 

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