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Unser Leitbild

Einleitung

Der Caritasverband für die Stadt Köln e. V. ist Repräsentant der caritativen Arbeit der katholischen Kirche in Köln. Als Spitzenverband der freien Wohlfahrtspflege vertritt er die Interessen seiner Mitgliedsorganisationen, der kirchlich-caritativen Verbände, Einrichtungen und Dienste in Köln. 

Als Träger von zahlreichen Diensten und Einrichtungen ist er selbst Dienstgeber für circa 1500 Menschen. Er engagiert sich insbesondere im Bereich der Altenhilfe, Gesundheitshilfe, Behindertenhilfe, Migrationshilfe, Familienhilfe und weiterer Dienste - zusammen mit zahlreichen Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren. 

 

1. Unser Auftrag   

1.1. Caritas macht die Menschenfreundlichkeit Gottes sichtbar
Maßstab unserer Arbeit ist das Handeln Gottes durch Jesus, seinen Sohn, wie dieses uns im Evangelium geschildert wird. Jesus hat Außenstehende integriert, er hat sich mit den Armen und Schwachen solidarisch erklärt, er hat die Menschen im umfassenden Sinn heil gemacht. Er ruft uns auf, die Menschenfreundlichkeit Gottes in dieser Welt erfahrbar zu machen. 


1.2. Caritas ist Teil der Kirche
Unser Dienst ist ein wichtiger Teil des Dienstes der Kirche. Die Kirche bezeugt die Wirklichkeit Gottes im Hier und Jetzt durch Verkündigung, Gottesdienst und praktizierte Nächstenliebe.
Die Caritasarbeit in den Pfarrgemeinden ist Ausgangspunkt und Grundlage. Hier ist der Ort, wo in Not geratene Menschen Hilfe und Unterstützung erfahren. Wir unterstützen und begleiten die gelebte Caritas in den Gemeinden. Unsere Hilfe bieten wir vorrangig den Menschen, die dort keine oder keine ausreichende Hilfe finden.

  

1.3. Der Mensch im Mittelpunkt
Der Mensch in seiner ganzen Würde steht im Mittelpunkt unserer Arbeit. Zum einen sind es die "Menschen, für die wir da sind", Klienten, Kunden, Patienten, Bewohner, Angehörige.
Zum anderen sind es die "Menschen, mit denen wir unseren Auftrag gemeinsam erfüllen", also alle haupt-und ehrenamtlichen Mitarbeiter und Kollegen.

 

 

2. Menschen, für die wir da sind

2.1. Wir sind Partner für Menschen, die Hilfe benötigen 

Unser Dienst gilt allen Menschen, unabhängig von Religion, Nationalität und wirtschaftlicher Situation.
Wir bieten unsere Hilfe auf der Basis eines partnerschaftlichen Miteinanders an. Dabei stellen wir uns auf die Bedürfnisse der Menschen ein, erwarten aber auch, dass sie sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten aktiv einbringen. 

Unser Ziel ist es, Hilfe zur Selbsthilfe zu bieten und gemeinsam mit den Menschen lebenswerte Perspektiven zu entwickeln.
In die Gestaltung unserer Hilfe beziehen wir das soziale Umfeld mit ein.
 
Wir fördern und stärken die Selbsthilfearbeit und die Arbeit der Interessen- und Mitwirkungsgremien, wie Heimbeirat, Elternbeirat, usw.
 

2.2. Wir sind Anwalt und engagieren uns politisch
Unsere Aufgabe ist es, gemeinsam mit den Menschen Lebensbedingungen zu gestalten, falls erforderlich zu verbessern. Als Verband sind wir Beistand und Anwalt für den einzelnen, damit er zu seinem Recht kommt. Ungerechtigkeiten treten wir entgegen.
Wir engagieren uns politisch in der Gesellschaft, um positive Lebensbedingungen zu fördern. Dazu suchen wir die Kooperation mit Parteien, Verbänden, Initiativen und engagierten Einzelnen.

 

 

3. Menschen, mit denen wir unseren Auftrag gemeinsam erfüllen

3.1. Ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Eine enge Kooperation zwischen ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitern in den Gemeinden und in unserem Verband ist uns ein besonderes Anliegen. In partnerschaftlicher Zusammenarbeit bieten wir professionelle Unterstützung und Beratung an. Ehrenamtliche sind dabei gleichberechtigte Partner in der Sorge um die Menschen. Durch ihre unmittelbare Nähe zu den Menschen werden sie auf konkrete Notlagen aufmerksam und helfen vor Ort.
 

3.2. Die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in unserem Verband 
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind das wichtigste Potenzial des Verbandes. Ihr Engagement und fachliches Können entscheidet über die Qualität der Arbeit.

  • Zur Qualität der Arbeit tragen insbesondere motivierte und loyale Mitarbeiter bei.
  • Auftrag an alle Mitarbeiter ist es, ihre persönliche und fachliche Kompetenz voll einzubringen und sich im notwendigen Umfang fort- und weiterzubilden.
  • Verantwortungsvolle und kollegiale Zusammenarbeit, die aufrichtige Begegnung miteinander und die damit verbundene Möglichkeit des kritischen Dialogs erleichtern und fördern die Arbeit.
  • Wir wollen unseren Auftrag effektiv und unbürokratisch erfüllen. Deshalb betrachten wir uns im besten Sinne als Dienstleister.
  • Konflikte sind bei uns kein Tabu-Thema. Sie werden konstruktiv angegangen. Es bleibt ein ständiger Auftrag, "angespannte Situationen" zu klären, Arbeitsabläufe zu verbessern und die Zusammenarbeit zu fördern.
  • Die Arbeit der Mitarbeitervertretung lebt vom Engagement der Mitarbeiter auf allen Ebenen. Vertrauensvolle Zusammenarbeit sowie die aktive Einbindung in die Angelegenheiten der Mitarbeiter stärkt und unterstützt die Arbeit der Mitarbeitervertretung und trägt zu einer guten Dienstgemeinschaft bei.

3.3. Leitlinien für die Führungskräfte

  • Unserem christlichen Menschenbild entsprechend, pflegen wir eine dialogisch-partnerschaftliche Arbeitskultur.
  • Die dienstlichen Aufgaben- und Kompetenzbereiche sind klar beschrieben und transparent. Verantwortung und Kompetenzen werden entsprechend übertragen.
  • Wir informieren so früh wie möglich über das, was für den Arbeitsbereich relevant ist sowie über Entwicklungen in den Einrichtungen und im Gesamtverband.
  • Wir geben den Mitarbeitern mit Anerkennung und konstruktiver Kritik Rückmeldung auf ihre Arbeit, um sie beruflich und menschlich zu fördern.
  • In persönlichen Krisensituationen bieten wir unseren Mitarbeitern Gespräche und weitere Möglichkeiten der Unterstützung an.
  • Wir sind ein familien- und kinderfreundlicher Verband und ermöglichen - soweit es die Arbeit zulässt - familienfreundliche Arbeitszeiten und Arbeitsbedingungen.

3.4. Wir vernetzen uns und kooperieren innerhalb unseres Verbandes

Mit unserem breitgefächerten Angebot können wir Menschen in ihrer Notlage die für sie richtige Hilfe anbieten.

  • Wir verknüpfen unsere vielfältigen Dienste zum Wohle hilfesuchender Menschen und halten Strukturen vor, die interne Kooperation ermöglichen, unterstützen und fördern. 
  • Wir nutzen unsere Kompetenzen, machen sie für andere fruchtbar und fördern den gegenseitigen fachlichen Austausch.
  • Wir setzen auf moderne Medien, die die interne Kommunikation erleichtern und verbessern.

3.5. Aus-, Fort- und Weiterbildung, Supervision
Menschen, die unsere Hilfe benötigen, sowie diejenigen, die die Dienste und Einrichtungen mitfinanzieren, erwarten eine menschlich engagierte und fachlich-professionelle Hilfe.

  • Wir investieren im Rahmen der Personalentwicklung in die Aus-und Weiterbildung unserer Mitarbeiter.
  • Wir orientieren uns dabei an der Qualität des fachlichen Hilfebedarfs und am Bedarf der Mitarbeiter.
  • Wir bieten unseren Mitarbeitern in belastenden Arbeitsfeldern im Rahmen unserer finanziellen Möglichkeiten Supervision an.
  • Die Ausbildung junger Menschen ist uns ein Anliegen. Wir stellen Ausbildungsplätze zur Verfügung und übernehmen damit Verantwortung für die Zukunft.

3.6. Geistliche Begleitung
Wir bieten aus unserem christlichen Selbstverständnis heraus den haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern eine fundierte geistliche Begleitung.
 
Angesichts der Grenzerfahrungen im täglichen Umgang mit Menschen, die sich in schwierigen Lebenssituationen befinden, sind Seelsorger wichtig, die helfen, diese Erfahrungen vor dem Hintergrund des Evangeliums zu verstehen.

 

 

4. Rahmenbedingungen bei der Erfüllung unseres Auftrages

Die Hinwendung zu den Armen, zu den Benachteiligten inmitten des Wohlstandes, ist unser Auftrag. Es ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die uns alle stark fordert.

 

4.1. Wir bewegen uns im Spannungsverhältnis zwischen Wirtschaftlichkeit und Nächstenliebe
Wirtschaftliches Denken bedeutet, mit den vorhandenen Mitteln die Ziele optimal zu erreichen. In der Art und Weise, wie wir unsere Dienstleistungen erbringen, wird Nächstenliebe spürbar. Zeiten, in denen die finanziellen Rahmenbedingungen enger werden, erfordern unsere ganze Kreativität, um unseren Auftrag dennoch zu verwirklichen.
Der Verband ist in besonderer Weise gefordert, seine eigenen finanziellen Mittel dort einzubringen, wo notwendige Hilfen durch Dritte nicht refinanziert werden.

 

4.2. Wir stehen im Wettbewerb
Wir befinden uns mit unseren Einrichtungen und Diensten im Wettbewerb mit anderen Anbietern. Wir stellen uns den Anforderungen des Marktes im sozialen Bereich.
Wir wehren uns jedoch gegen eine reine Marktsteuerung nach Angebot und Nachfrage - sie wird den hilfebedürftigen Menschen nicht gerecht.
Angesichts der Begrenzung der wirtschaftlichen Ressourcen setzen wir mit unseren Angeboten in bestimmten sozialen Feldern Schwerpunkte.

 

4.3. Wir geben Rechenschaft über Kosten und Leistung
Für unsere Dienste und Einrichtungen erhalten wir öffentliche, kirchliche und private Mittel. Über ihre Verwendung geben wir Rechenschaft und stellen dar, welche Leistungen dafür erbracht werden.
Mit dieser Transparenz mit Blick auf Kosten und Leistung unserer Dienste schaffen wir Vertrauen und Akzeptanz für unsere Arbeit.

 

 

5. Unsere Visionen

Wir begegnen mit unserem Leitbild den zukünftigen Herausforderungen. Wir alle - ehren- und hauptamtliche Mitarbeiter und Führungskräfte - setzen die beschriebenen Ziele und Werte auf allen Ebenen um und erfüllen sie im Alltag mit Leben. 

  • Wir arbeiten intensiv und vertrauensvoll mit allen zusammen, denen eine solidarische und menschenwürdige Gesellschaft ein Anliegen ist.
  • Wir nehmen aktiv Einfluss auf das Gemeinwesen und ermutigen Menschen zum bürgerschaftlichen Engagement.
  • Wir übernehmen Verantwortung für kommende Generationen und setzen uns für die Bewahrung der Schöpfung ein.
  • Wir sind am "Puls der Zeit" und gehen flexibel und innovativ auf neue Notlagen ein.
  • Wir entwickeln Hilfsangebote, orientiert an den aktuellen Herausforderungen, und tragen für eine solide Finanzierung Sorge.
  • Wir arbeiten und leben im Geiste Jesu und prägen damit unseren Verband.
  • Wir sind ein Verband, der aufgeschlossen, vielfältig und lebendig ist und in dem Menschen gerne und kreativ arbeiten.

 



Das aktuelle Thema

 

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