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Am 9. November 2008 feiert IN VIA im Kölner Maternushaus, dem Tagungszentrum des Erzbistums Köln, mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, den vielen Ehrenamtlichen, den Vertretern aus Politik, Verwaltung und Kirche sowie den IN VIA Organisationen aus Europa das 110-jährige Jubiläum.

Am 7. November 1898 gründete Jeanne Trimborn in Köln IN VIA, den Verband Katholischer Mädchensozialarbeit. Das Motto, unter dem der neu gegründete Sozialverband agierte, war „Hilfe zur Selbsthilfe“. Ziel war es Orientierung sowie Hilfe bei Arbeitssuche, Ausbildung und selbständiger Existenzsicherung zu geben.

Auch nach 110 Jahren steht die Hilfe zur Selbsthilfe immer noch an erster Stelle. Die Ziele haben sich jedoch den heutigen gesellschaftlichen Entwicklungen und Zielen angepasst. IN VIA bietet heute Unterstützung durch Integrationshilfen für junge Migranten und Flüchtlinge, Berufsvorbereitung und Ausbildung, Qualifizierung, Vermittlung und Beschäftigungshilfen für benachteiligte Jugendliche, Schulsozialarbeit in Haupt- und Förderschulen, soziale Beratung und Vermittlungshilfen in der Bahnhofsmission, die fachliche Betreuung von über 2.500 Kölner Kindern in den Offenen Ganztagsschule, Jugendwohnen für Mädchen und junge Frauen, Beratung und Vermittlungshilfen für Berufsrückkehrerinnen, Au-Pair-Vermittlung und die Vermittlung in den Entwicklungspolitischen Freiwilligendienst.
Auswahl an Projekten
Sofort und kostenlos allen Menschen in einer persönlichen Notsituation zu helfen, Beratung, Reisehilfen und Auskünfte sind einige Aufgaben der Kölner Bahnhofsmission. Neben der Unterstützung für behinderte Menschen und Menschen am Rande der Gesellschaft, gibt es aber auch Hilfsangebote wie Seniorenbegleitung im Zug oder Kids on Tour, bei dem Kinder, die am Wochenende ein Elternteil besuchen, begleitet werden.

Ebenfalls am Kölner Hauptbahnhof befindet sich die Radstation, die schulmüden Jugendlichen und Integrationsjobbern einen Arbeitsplatz bietet. Außerdem findet man hier günstige Fahrradparkplätze, Leihräder und passgenau gebaute Räder.
Für junge Menschen mit Defiziten in der Lern- und Sozialkompetenz, mit Behinderungen bietet die Ausbildung in Hauswirtschaft oder als Beikoch die Möglichkeit, in das Berufsleben einzusteigen. Seit August 1999 bieten diese den MitarbeiterINNEN und Gästen des Diözesancaritasverbandes einen Mittagstisch und die Bewirtung bei Konferenzen und Sonderveranstaltungen.

Auch die Kompetenzagentur in Köln-Mitte bietet benachteiligten Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Möglichkeit, sich sozial und beruflich zu integrieren. Mit Hilfe des Casemanagements beraten Sozialpädagogen die Jugendlichen und geben ihnen konkrete Planungsschritte, um den Einstieg zu schaffen.
Über 2.500 Kinder betreut IN VIA in Kölner Grundschulen in der Offenen Ganztagsschule. Hausaufgabenhilfen, Sprachförderung, Werken, Spielen, Basteln, Theaterprojekte sowie Bewegungs- und Entspannungsübungen zählen zum Angebot. Die Versorgung mit einem warmen Mittagessen ist dabei selbstverständlich.
IN VIA bietet auch jugendlichen Flüchtlingen umfangreiche Beratungs- und Integrationshilfen an. Ein Beispiel ist das Projekt Shakespeare. Neben fach-praktischen Unterrichtseinheiten und Praktika lernen die Teilnehmer mit Elementen der Theaterpädagogik nicht nur spielend Deutsch, sondern auch Kommunikationstechniken, Teamarbeit, Konzentration und Selbstpräsentation. Mit der Einübung eines Theaterstücks gewinnen die Teilnehmer Selbstvertrauen und Deutschkenntnissen, sie entwickeln wieder Vertrauen in ihr Können, stabilisieren sich und erreichen so wieder einen Einstieg in ein mögliches Berufsleben.
Die Zielgruppen haben sich seit der Verbandsgründung natürlich verändert. Die Aufgaben und Anforderungen werden jedoch in den nächsten Jahren sicherlich noch weiter wachsen. Aber wir sind auch für die nächsten 110 Jahre gut aufgestellt mit motivierten Mitarbeitern und vielen Unterstützern und langfristigen Partnern.
IN VIA ist Name und Programm:
"AUF DEM WEG"
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