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Spuren hat sie viele hinterlassen - SkF verabschiedet nach über 30 Jahren Frau Angelika Fierus
17.11.2017 - Sie hat den SkF maßgeblich mitgestaltet und mit ihrem Weitblick und strategischem Handeln zu einem über die Stadtgrenzen hinaus bekannten Verein etabliert.
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Spuren hat sie viele hinterlassen - SkF verabschiedet nach über 30 Jahren Frau Angelika Fierus

17. November 2017;

 

Frau Angelika Fierus stellte ihr komplettes Berufsleben in den Dienst der hilfesuchenden Menschen und des Sozialdienstes katholischer Frauen. Bereits ihr Berufspraktikum nach dem Studium zur Sozialarbeiterin legte sie 1979 beim damaligen SKM e.V. in Leverkusen ab und wurde im Anschluss als hauptamtliche Mitarbeiterin übernommen und beim SKFM e.V. in Mettmann angestellt. Nach vier Jahren wechselte sie 1984 schlussendlich zum SkF nach Langenfeld, wo sie bis Ende Juni den Verein mit viel Herzblut und Engagement führte.

 

Von Beginn an, wollte Frau Fierus sich besonders um psychisch kranke und benachteiligte Menschen kümmern. Dass sie ihren beruflichen Werdegang als Vereinsbetreuerin begann, lag somit auf der Hand.

 

Nach einigen Jahren in der Sozialarbeit wurde sie 1989 zur Dienststellenleiterin des SkF Langenfeld und stellv. Geschäftsführerin des Vereinsverbandes Mettmann und im weiteren Verlauf 2006 zur hauptamtlichen Geschäftsführerin des SkF Langenfeld ernannt.

 

Frau Fierus kannte keine Vorurteile. Der Satz „einen Menschen ansehen, heißt ihm Ansehen zu schenken“ hätte aus ihrer Feder stammen können. Sie war stets auf Augenhöhe zu Mitarbeiter_innen, Klient_innen und Besucher_innen.

 

Überall wollte sie stets mit anpacken und helfen. Da ist es schon fast bezeichnend, dass sie für unser 25-jähriges Jubiläum den hauseigenen Slogan „mitten drin statt außen vor“ etabliert hat.

 

Was Frau Fierus ausmachte verdeutlichen ganz gut die Worte, die die damalige Vorsitzende und Gründerin Frau Gisela Nitsche (†2016) zum 20-jährigen Dienstjubiläum wählte:

 

„Ihnen, liebe Frau Fierus, danken wir alle für ihren unermüdlichen Einsatz, der letztendlich den Ärmsten der Armen gilt. Sie behandeln jeden Hilfsbedürftigen, jeden Behinderten, Straffälligen, Schwachen, Benachteiligten, Verschmutzten oder Depressiven mit derselben Würde, Herzlichkeit und Freundlichkeit.“

 

Sie hat den SkF maßgeblich mitgestaltet und mit ihrem Weitblick und strategischem Handeln zu einem über die Stadtgrenzen hinaus bekannten Verein etabliert.

 

Während ihrer Dienstzeit, von nunmehr 38 Jahren, wurden die Aufgabenfelder des Vereins stetig erweitert und den Bedürfnissen der hilfesuchenden Menschen in der Stadt angepasst. Neben den klassischen Aufgabenfeldern, wie die Beratungs- und Kontaktstelle für alleinstehende Wohnungslose, eine Kleiderkammer, die sozialpädagogische Familienhilfe sowie die allgemeine soziale Beratung, setzte sich Frau Fierus für die Etablierung und Bündelung der Angebote in Fachbereiche ein. Die fortan eingesetzten Bereichsleiter brachten eine Veränderung in der Orgastruktur des Vereins mit sich.

 

Auch den Grundgedanken des Vereins, durch ehrenamtliche Mitarbeiter_innen für hilfesuchende Menschen da zu sein, verfolgte Frau Fierus stetig. So konnte sie insbesondere in den Anfangszeiten immer mehr Menschen für die Kleiderkammer oder auch einfache Tätigkeiten an Gebäude und Grundstück gewinnen.

 

Die einzelnen Projekte, wie das Frauenwohnprojekt „Felicitas“, die Übermittagsbetreuung, die haushaltsnahen Dienste oder 2012 dann die Ausgründung des Beschäftigungsprojektes in eine gemeinnützige GmbH, setzte sie mit viel Enthusiasmus um. Immer wieder zeigte sich, dass der SkF Langenfeld in vielen Bereichen Vorreiter, ja wenn nicht sogar Vorbild für andere Ortsvereine war.

 

Ob Zertifizierung, Arbeitsgemeinschaften auf Diözesanebene oder Konferenzen auf Bundesebene: Frau Fierus brachte sich ein und schaffte es mit ihrer Leidenschaft immer wieder Menschen zu begeistern und mitzureißen. Unter anderem engagierte sie sich mit viel Leidenschaft in der bundesweiten Arbeitsgemeinschaft gewaltlos.de.

 

Ihr Wissen aus der Fundraising-Ausbildung in 2012 brachte sie auf Diözesanebene ein und fungierte als wichtige Ansprechpartnerin in der sozialen Arbeit und vor Ort. So ist es ihrem Engagement mit zu verdanken, dass der SkF Langenfeld seit 2013 eine eigene Treuhandstiftung hat.

 

Sie war Motivierungskünstlerin wenn es um Demonstrationen oder Unterschriften-Sammlungen ging… Sie wirkte überall und machte den SkF bei kommunalen Trägern, Organisationen und Unternehmen zu einem gern gesehenen Partner auf Augenhöhe. Während ihrer Dienstzeit wurden die verschiedensten Angebote und Projekte oft prämiert: mehrmals der Elisabethpreis der Caritasstiftung im Erzbistum Köln, das Prädikat Kinderfreundlich der Stadt Langenfeld, der Integrationspreis der BAG IDA, Mitwirkung an Potentialberatungen und am Wettbewerb „Projekte für Generationen“ in NRW.

 

Als Vorgesetzte wusste Frau Fierus die Belegschaft mitzureißen. Sie lebte vor, was es bedeutet für seinen Job zu leben. Dennoch nahm bei persönlichen Problemen oder Schicksalsschlägen der Mitarbeiter_innen niemand so authentisch Anteil wie sie und hatte auch im oftmals stressigen Alltag ein offenes Ohr für Privates. Ihr Engagement ging weit über eine 40-Stunden-Woche hinaus.

 

Aus den Ausführungen wird deutlich, wie wichtig der Mensch Angelika Fierus für die Entwicklung des SkF Langenfeld war. Der Vorstand und alle Mitarbeiter_innen wünschen Frau Fierus nun eine Zeit, in der sie zur Ruhe kommen und die schönen Dinge des Lebens genießen kann.

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