Diözesan-Caritasverband Köln  Katholische Kindergärten     
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Geschlechter-Perspektiven in der Kita

Die ersten Lebensjahre der Kinder spielen für die Entwicklung ihrer Geschlechtsidentität und für Konstruktions- und Aneignungsprozesse von „Männlichkeit“ und „Weiblichkeit“ eine bedeutsame Rolle. Die Kinder entscheiden im Rahmen ihrer Möglichkeiten, was für ein Mädchen oder Junge sie sind bzw. sein wollen, und ob sie sich mit den geschlechtstypischen sozialen Erwartungen identifizieren oder nicht. Zu berücksichtigen gilt allerdings, dass in der Regel geschlechtsstereotypes Verhalten positiv und geschlechtsunstereotypes Verhalten negativ sanktioniert wird. Mit zunehmendem Alter bekommt vor allem die diesbezügliche Bewertung der Gleichaltrigen (Peer-Group) eine besondere Bedeutung.

 

Die besondere Rolle, die Kitas in diesem Kontext spielen, wird u. a. im Entwurf der Grundsätze zur Bildungsförderung für Kinder von 0 bis 10 Jahren in Kindertageseinrichtungen und Schulen im Primarbereich in Nordrhein-Westfalen betont:
„Elementar- und Primarbereich haben für die Entwicklung der Geschlechtsidentität eine besondere Bedeutung, denn schon in frühen Jahren werden Erwartungen und Weltbild der Kinder und ihre Vorstellungen von „Mädchen - oder Junge sein” durch vorgelebte Rollenbilder beeinflusst. Bevor geschlechtsspezifische Nachteile abgebaut werden können, müssen die Stereotypen und Entstehungsprozesse zunächst bewusst werden. Je nach Kultur und sozialem Hintergrund kann die Geschlechtsidentität unterschiedlich besetzt sein. Von besonderer Wichtigkeit ist, dass Kinder eine Geschlechtsidentität entwickeln, mit der sie sich wohl fühlen und die auf Gleichberechtigung und Gleichachtung basiert.(…) Eine geschlechterbewusste Pädagogik unterstützt Kinder dabei, stereotype, einengende Geschlechterbilder situativ oder über längere Phasen hinweg erweitern zu können, unterschiedlichen Interessen neugierig nachzugehen und vielfältige Kompetenzen zu erwerben.“

 

Die pädagogischen Bezugspersonen haben einen Einfluss darauf, wie Kinder sich selbst als Mädchen oder Jungen wahrnehmen lernen und darauf, wie Kinder Erwachsene erleben. Daher ist es von zentraler Bedeutung, dass Jungen und Mädchen die Chance erhalten, Männer und Frauen im Alltäglichen als nicht-stereotype und nicht-stereotypisierende Rollenbilder zu erleben. Die dringend erforderliche Gewinnung von mehr männlichen Fachkräften für die Arbeit in Kitas ist aber nur ein Teil der Herausforderungen, der es sich zu stellen gilt. Gender in der Kita zielt darauf ab, die Arbeit unter geschlechtsbewusster Perspektive auf allen Ebenen zu überprüfen und zu überdenken.
 

Der geschärfte Blick mit der „Genderbrille“ richtet sich auf 

  • die eigene Person 
  • die Jungen und Mädchen 
  • die Mütter und Väter 
  • das pädagogische Team 
  • die Raumgestaltung
  • die Trägerverantwortlichen 
  • die Außendarstellung der Kita

Mit Fortbildungsangeboten, Konzepten und Handlungsempfehlungen wollen wir die Kitas unterstützen.

 

Sie wollen mehr erfahren? Nutzen Sie unser Fortbildungsangebot

Ist Ihre Neugier geweckt? Dann begeben sie sich mit unserer Unterstützung auf die Reise zur Weiterentwicklung ihrer Kita hin zu mehr Geschlechtssensibiliät und Geschlechtergerechtigkeit.

Zu den Angeboten und der online-Anmeldemöglichkeit gelangen Sie auch über unser Fortbildungsportal.

  

Wozu braucht es geschlechter-Perspektiven? Und wie fange ich an?

MAIK-Dokumentencenter

In den Modulen A-F finden Sie Grundlagenliteratur, Arbeitshilfen und komplexe Methodensammlungen sowie Arbeitsblätter, Reflexionsleitfäden, Übungen für Ihren Weg zur geschlechtergerechten Kita.

 

In den Bildungsbereichen 1 – 10 sind Dokumente hinterlegt, die praxisorientierte Impulse und Anstöße zu einer geschlechterbewussten Gestaltung von Bildungsprozessen für Jungen und Mädchen geben. Die Gliederung der Bildungsbereiche orientiert sich an den Bildungsgrundsätze NRW.

 

HIER geht es zum MAIK-Dokumentencenter

Die Arbeitshilfe als pdf-download finden Sie hier.

 

Fachtagungsdokumentation 2013: Männer & Frauen in der Kita - gemeinsam für Kinder

Der Tag bot Gelegenheit, sich in Vorträgen und Foren intensiv der Zusammenarbeit von Männer und Frauen in der Kita zu nähern: Unterscheiden sich männliche und weibliche Fachkräfte in ihrem Erziehungsverhalten? Was können Kinder von männlichen Fachkräften in Kitas erwarten? Welche Bedeutung haben männliche Fachkräfte für U3-Kinder? Welche Rahmenbedingungen sind nötig, damit Männer und Frauen ihre jeweiligen Stärken im Team einbringen können? Wie können die viel beklagten Kommunikationsprobleme zwischen Männern und Frauen angegangen werden? Unterscheiden sich Männer und Frauen hinsichtlich der Beurteilung der Arbeitgeberattraktivität? Welche Bedeutung hat Genderkompetenz bei der Anleitung von Praktikanten in Kitas?

Es wurden u.a. interessante Studienergebnisse präsentiert, aber auch Herausforderungen und konkrete Handlungsansätze benannt.

Die Dokumentation als PDF-Dokument

 

 

Fachtagungsdokumentation 2012: Gender-Perspektiven in der Kita
In der Dokumentation der MAIK - Fachtagung 2012 geben die Referentinnen und Referenten in ihren Beiträgen vertiefte Informationen und Anregungen zum Thema geschlechterbewusste Pädagogik in der Kita. Unter anderem zu: Raumgestaltung, Typisch Junge, typisch Mädchen?, Väter im Kindergarten und gemischte Teams.

Die Dokumentation als: PDF-Dokument

Animiertes Flip-Book

 

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               26.04.2018

 


 


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