Diözesan-Caritasverband Köln  Katholische Kindergärten     
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Kinder zu schützen ist unser Auftrag!

Eltern und Kinder müssen sich darauf verlassen können, dass Kitas sichere und gewaltfreie Orte sind.

Laut der Studie „Männliche Fachkräfte in Kitas“ der Katholischen Hochschule für Sozialwesen, Berlin betrachtet kaum jemand es als Risiko, Männer als Erzieher für Kleinkinder einzusetzen. Nur 3% der Trägerverantwortlichen, 2% der Kitaleiter/innen und 4% der Eltern hegen hier Befürchtungen.

Körperkontakt von Kindern zu Erziehenden ist ein normaler, selbstverständlicher und notwendiger Bestandteil der täglichen Arbeit in Kitas. Er ermöglicht erst die Aufnahme einer vertrauensvollen Bindung und Beziehung zum Kind. Es wäre fatal, wenn männliche Erzieher -verunsichert durch pauschale Verdächtigungen- Körperkontakte wie sie beim Trösten, Rangeln, Herumtoben, Wickeln normal sind, vermeiden würden.
Körperkontakt setzt einen achtsamen und verant-wortungsbewussten Umgang mit Nähe und Distanz, die Respektierung der Intimsphäre von Kindern, gleich welchen Alters und der persönlichen Grenzen der Scham voraus, zu denen sich Männer und Frauen in den kath. Kitas selbst verpflichten.

Missbrauchsfälle in Kitas sind Einzelfälle und kommen viel seltener vor, als etwa der Missbrauch in Familien – das kann jedoch nicht hinreichend beruhigen.
Daraus darf jedoch u.E. kein Generalverdacht gegenüber männlichen Erziehern abgeleitet werden. Aus unseren Gesprächen und durch Interviews wissen wir, dass die männlichen Erzieher in den Kitas eine Bereicherung für das Team, die Eltern und vor allem die Kinder sind und es Normalität in diesen Einrichtungen geworden ist, geschlechtsgemischte Kitateams zu haben. Offenheit und Umsichtigkeit bei allen Mitarbeitenden, zeichnet diese Teams aus.

Themen wie „sexuelle Übergriffe“ und „Generalverdacht“ dürfen nicht unter den Teppich gekehrt werden.
Im Gegenteil, es bedarf eines Gesamtkonzeptes in Kitas zum Schutz von Kindern vor (sexualisierter) Gewalt. Die Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses und die Abgabe einer Selbstverpflichtungserklärung bei der Einstellung sind erste wichtige, aber keineswegs ausreichende Maßnahmen. Auf der Grundlage der Präventionsordnung des Erzbistums Köln wollen wir im Rahmen des Projektes in Kooperation mit dem Präventionsbeauftragten des Erzbistums Köln dazu beitragen, dass Standards für Umgangs- und Verhaltensregeln in Kitas entwickelt werden. Vertiefende Schulungen und unterstützendes Praxismaterial sollen zur Verfügung gestellt werden. Zusätzlich wollen wir das Thema „Generalverdacht“ im Dialog mit Elternbeiräten aufgreifen.
Wir möchten einen Beitrag leisten, zu einem guten und vertrauensvollen Miteinander von männlichem und weiblichem Fachpersonal, Kindern und Eltern und verhindern, dass männliche Interessenten für den Erzieherberuf, durch pauschale Verdächtigungen in ihrer Berufswahl verunsichert werden.
 

Im Interview

Els_schwarz weiss Prof. Dr. Michael Els, der auch Autor des Schulungsreaders „Kinder vor (sexueller) Gewalt schützen“ des Diözesan-Caritasverbandes des Erzbistums Köln ist, äußert sich im Interview zum Thema "Generalverdacht".

Zum Interview auf der Seite der Koordinationsstelle gelangen Sie hier.

 

Die Koordinationsstelle "Männer in Kitas" hat weitere, aktuelle Beiträge u.a. aus den Modellprojekten zum Thema Generalverdacht zusammengestellt. Diese finden Sie hier.

 

 

 

 

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               26.04.2018

 


 


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