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Aktuelles aus dem Kreis

Wenn Alkoholkonsum zum Drahtseilakt wird
14.05.2018 - Alkohol ist dein Sanitäter in der Not... In einer Gruppe können Interessierte unter fachkundiger Anleitung über ihr eigenes Trinkverhalten ins Gespräch kommen und Möglichkeiten der Veränderung kennenlernen.
Jeder Mensch braucht ein Zuhause
02.05.2018 - In Deutschland fehlen eine Million Wohnungen. Nicht nur Menschen in prekären Lebenslagen sind betroffen, das Problem ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Mit einem Aktionszimmer macht der Caritasverband für den Kreis Mettmann e. V. auf die Folgen der Wohnungskrise aufmerksam. Am Samstag, den 5. Mai 2018 werden Mitarbeitende der Caritas von 10-14 Uhr auf dem Platz am Königshof in Mettmann über die Situation in der Stadt und im Kreis Mettmann informieren.
Gemeinschaftsgarten startet ins zweite Pflanzjahr
02.05.2018 - RATINGEN-WEST. Der Caritas-Gemeinschaftsgarten im Grünzug am Maximilian-Kolbe-Platz wächst und gedeiht, die Gartenfläche konnte erweitert werden und zu den "Grünen Samstagen" lädt das Team interessierte Gärtnerinnen und Gärtner herzlich ein. Der nächste Termin ist der 12. Mai, 10-15 Uhr. Die Aktiven sammeln aktuell auch Plastikflaschen für ein Tomatenhaus...

Die fünfte Jahreszeit! - Die Caritas hat zehn Tipps, für Spaß ohne Reue.

1. Februar 2018; Helene Adolphs

Die fünfte Jahreszeit! - Die Caritas hat zehn Tipps, für Spaß ohne Reue.

 

KREIS METTMANN. Gerade einmal sechs Wochen nachdem man sich neue gute Vorsätze für das Jahr 2018 versprach, werden diese auf eine harte Probe gestellt: Karneval. Gesund leben, nicht mehr Rauchen, weniger oder gar keinen Alkohol trinken - diese Gedanken rücken in weite Ferne.

Dabei hat der Spaß, den Alkohol bringt oft auch teils dramatische Schattenseiten: ein heftiger Rausch oder Trunkenheit bis hin zur Bewusstlosigkeit, Unfälle, unangenehme und gewalttätige Auseinandersetzungen, sexuelle Übergriffe oder gar ein Blackout und das Aufwachen im Krankenhaus.

Damit die Narrenzeit für Jugendliche und Erwachsene Spaß und Freude und keine beschämenden oder riskanten Situationen bereitet, sollten alle Feiernden einige Tipps beherzigen. Dazu gehören beispielsweise Alkohol nicht als Durstlöscher einzusetzen, sich zu trauen auch mal Alkohol abzulehnen, keine Trinkspiele oder Flatrate Partys zu machen und natürlich nicht aus Frust oder Traurigkeit Alkohol zu trinken.

Besonders Jugendliche sind gefährdet negative Erfahrungen mit dem Konsum von Alkohol zu erleben, da sie die Wirkungen und Grenzen des Alkohols nicht einschätzen können.

Von einem Rausch sprechen die Fachleute ab ca. ein Promillewert Alkohol im Blut. Diese Menge hat eine Verschlechterung des räumlichen Sehens und der Orientierung zur Folge, auch die Reaktionsfähigkeit wird erheblich gestört. Die Risikobereitschaft steigt und das Urteilsvermögen wird herabgesetzt.

Das sogenannte Komasaufen ist eine besonders extreme Form des Rauschtrinkens, bei der umgehend Notfallmaßnahmen getroffen werden müssen. Unterkühlung des Körpers, Ausschaltung von Schutzreflexen bis hin zu lebensgefährlichem Atemstillstand können die Folgen sein. Bewusstlosigkeit droht ab etwa drei Promille. Die Bilanz der Krankenhäuser im Kreis Mettmann zeigt eine Zunahme der akuten Alkoholvergiftungen von 13 % innerhalb von zehn Jahren.

Bei männlichen Jugendlichen ist starker Alkoholkonsum weiter verbreitet als bei weiblichen. Allgemein ist der Alkoholkonsum von Jugendlichen aber rückläufig. Im Jahr 2005 gaben noch 18 % der Jugendlichen an, Alkohol einmal wöchentlich zu konsumieren, während 2016 nur noch 10 % diese Angabe machten. Es ist anzunehmen, dass seltener Alkohol getrunken wird, dann jedoch exzessiver.

 

Aber auch Erwachsene konsumieren oft gefährlich große Mengen an Alkohol: Die Hemmschwelle wird abgesenkt und es kommt häufiger zu gewalttätigen Auseinandersetzungen und sexuellen Übergriffen. Wobei bei diesen dramatischen Folgen insbesondere übersehen wird, welche Vorbildfunktion sie gegenüber Heranwachsenden einnehmen.

 

Neben dem unkontrollierten Alkoholkonsum stellt auch das Beimischen von K. O.-Tropfen eine große Gefahr dar. Die Caritas-Suchthilfe rät dazu, seine Getränke im Auge zu halten, keine offenen Getränke von Fremden anzunehmen, in einer Gruppe unterwegs zu sein, aufeinander Acht zu geben und nicht alleine den Heimweg anzutreten.

Wenn es dennoch zu einer kritischen Situation kommt, ist es nie zu früh um Hilfe zu bitten oder den Notruf der Feuerwehr (112) zu wählen.

Das Team der Caritas-Suchthilfe wünscht eine närrische Karnevalszeit, die mit den Tipps verantwortungsvoll genossen werden kann.

 
Für alle, die noch Fragen haben, stehen die offenen Beratungszeiten, die schnelle Online-Beratung oder die Angebote nach Terminabsprache zur Verfügung. Infos hierzu auf www.caritas-suchtberatung.de oder Caritas-Suchthilfe, Telefon 02058-7802-0

 

Damit das Karneval feiern vor allem Freude und keine beschämenden oder riskanten Situationen bereitet, sollte alle Närrinnen und Narren diese 10 Tipps beherzigen:

  • Alkohol nicht als Durstlöscher einsetzen.
  • Sich Zeit lassen beim Trinken.
  • Vorwiegend und immer wieder nicht-alkoholische Getränke zu sich nehmen.
  • Bei Runden aussetzen.
  • Alkohol freundlich, aber bestimmt ablehnen.
  • An Freunden oder Bekannten orientieren, die wenig oder keinen Alkohol trinken.
  • Keine Trinkspiele oder Flatrate-Partys.
  • Kein Alkohol bei Frust oder Traurigkeit.
  • Zum Schutz vor K. O.-Tropfen, das Getränk im Auge behalten.
  • Aufeinander achtgeben und gemeinsam nach Hause gehen.
 

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