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Aktuelles aus dem Kreis

Einweihung des Caritas-Kindergartens Meygnerbusch
18.10.2017 - RATINGEN. Bei strahlendem Sonnenschein hatten sich gut gelaunte, kleine und große Gäste rund um das beeindruckende Naturdenkmal, ein riesiger Bergahorn, gleichsam das Wahrzeichen des Caritas-Kindergartens eingefunden um die feierliche Einweihung des neuen Caritas-Kindergartens Meygnerbusch gemeinsam zu feiern.
Die Caritas-Freiwilligenzentrale sucht SIE!
05.10.2017 - Die Aufgaben reichen von Sprache über Begleitung bis zu Unterhaltung und Gesellschaftsspielen... Das Team der Freiwilligenzentrale sucht Menschen, die Flüchtlinge bei ihrer Integration unterstützen.
Wenn Alkoholkonsum zum Drahtseilakt wird - neue Gesprächsgruppe
20.09.2017 - "Alkohol ist dein Sanitäter in der Not, Alkohol ist dein Anker und dein Rettungsboot", singt Herbert Grönemeier in dem bekannten Lied, aber Alkohol kann auch zu einer Abhängigkeit führen. Die Beratung der Caritas möchten in einer Gesprächsgruppe Wege zeigen, wie Menschen dieses Drahtseil verlassen können und wieder sicheren Boden unter den Füßen bekommen.

Mit der Caritas die Kurve kriegen

Ein Angebot für Kinder, die straffällig geworden sind

„Kurve kriegen“ ist eine Initiative des Landes NRW zur Verhinderung krimineller Biografien bereits im Kindesalter. Die Caritas im Kreis Mettmann unterstützt dabei betroffene Kinder und ihre Familien. „Kurve kriegen“ ist Teil der Caritas-Fachberatung gegen Gewalt.

Der kriminalpräventive Ansatz sorgt dafür, dass gefährdete Kinder frühzeitig pädagogische Hilfe und Unterstützung erfahren. Einzigartig dabei: die enge Kooperation von Polizei und Pädagogik. Die Polizei erfährt als erstes davon, wenn Kinder delinquent werden und bietet den Familien „Kurve kriegen“ an. In Zusammenarbeit mit der Polizei engagiert sich die Caritas im gesamten Kreis Mettmann dann für Kinder, die schon vor ihrer Strafmündigkeit durch Straftaten aufgefallen sind.

 

Zugang in das Programm „Kurve kriegen“ finden Kinder die:

  • acht Jahre oder älter sind
  • Ihren Wohnsitz im Kreis Mettmann haben
  • ein Rohheitsdelikt (z. B. Körperverletzung) oder drei Eigentumsdelikte (schwerwiegender als Ladendiebstahl) innerhalb der letzten zwölf Monate begangen haben und von weiterhin gefährdenden persönlichen Risikofaktoren geprägt sind

 

Frühe Hilfe, statt späte Härte

Das Kriminalkommissariat Opferschutz und Kriminalprävention ist der Türöffner für das eigentliche Hilfsangebot. Im Gespräch mit den Sorgeberechtigten heben die Beamten hervor, dass die Teilnahme für die Familie Entlastung und nicht Belastung bedeutet. Die pädagogische Arbeit übernehmen dann im Kreis Mettmann erfahrene Pädagogen des Caritasverbandes. Sie koordinieren die Hilfen und betreuen die Kinder sowie ihre Familien. In Abstimmung mit dem Jugendamt werden die Kinder und Familien durch individuelle Förderung, Freizeit- und Sportangebote und Elternarbeit unterstützt und begleitet.

Aus einigen Kindern und Jugendlichen, die der Polizei schon früh durch Straftaten auffallen, werden Intensivtäter, die ein hohes Gewaltpotential haben und viele Straftaten begehen.

  • Die Teilnahme am Programm basiert grundsätzlich auf Freiwilligkeit und Vertraulichkeit
  • Kinder, die Straftaten begangen haben, erfahren eine schnelle, unbürokratische Reaktion auf ihr Fehlverhalten und Hilfe
  • betroffene Familien werden frühzeitig bei Schwierigkeiten und Problemen unterstützt. Das Umfeld des Kindes wird in die Arbeit mit einbezogen
  • Kinder erleben verlässliche erwachsene Bezugspersonen, die Verantwortung übernehmen, unterstützen aber auch Grenzen setzen. Für einige Kinder ist diese Erfahrung neu
  • Die Kooperation von Polizei und Pädagogik ist einzigartig und eröffnet neue Chancen durch frühzeitiges Hinsehen und gezieltes Handeln

 

Kompetenztrainings, Erlebnispädagogik und Familienhilfen
eröffnen straffällig gewordenen Kindern neue Perspektiven

Entscheiden sich Kind und Eltern für eine Teilnahme an „Kurve kriegen“ informiert die Polizei die pädagogischen Mitarbeiter der Caritas. In Interesse einer vertrauensvollen Beziehungsarbeit mit Kind und Familie ist der Informationsfluss eine Einbahnstraße. Die Pädagogen zeigen den Familien Wege auf, die auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind. Sie helfen, ein Abdriften des Kindes in eine dauerhafte Kriminalität zu verhindern.

Die Hilfsangebote reichen von Kompetenztrainings in der Gruppe, über erlebnispädagogische Maßnahmen bis hin zu konkreten Einzelfallhilfen. Was die pädagogischen Fachkräfte nicht selbst leisten können, wird auf deren Vermittlung hin, von in der Kriminalprävention erfahrenen Partnern umgesetzt.

 

Kurve kriegen – der Erfolg ist messbar

„Kurve kriegen“ ist nachweislich ein Erfolg für alle; die angesprochenen Kinder, die Opfer und die Gesellschaft insgesamt. 2011 begann die Arbeit in den Pilotregionen. Seit 2016 gibt es „Kurve kriegen“ an 19 Standorten in NRW, mit der Caritas auch im Kreis Mettmann. Bisherige wissenschaftliche Untersuchungen belegen; für einen Euro, der in „Kurve kriegen“ investiert wird, erhält die Gesellschaft eine Präventionsrendite von 3 Euro (bei sehr vorsichtiger Schätzung) bis 10 Euro zurück. Am meisten profitieren allerdings die Opfer, die es bei erfolgreicher Arbeit immer weniger geben wird.

Ihr Kontakt zu uns

Nils Ostermann und Petra Bräcklein
(im Gebäude der Polizeidienststelle)


Kirchhofstr. 31
40721 Hilden

 

Tel.: 02104 – 982 1070

E-Mail: kurve-kriegen@caritas-mettmann.de

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