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Qualifizierung von Geflüchteten: Raus aus der Arbeitslosigkeit!
Jeder achte Hartz-IV-Empfänger in NRW ist ein Geflüchteter. Caritas fordert Arbeit und Ausbildung statt Billig-Jobs
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Qualifizierung von Geflüchteten: Raus aus der Arbeitslosigkeit!

Jeder achte Hartz-IV-Empfänger in NRW ist ein Geflüchteter
presse@caritasnet.de

Köln. Immer mehr Geflüchtete drängen auf den deutschen Arbeitsmarkt. Viele sind schlecht ausgebildet und haben Probleme, einen Job zu finden. Der aktuelle Arbeitslosenreport der Freien Wohlfahrtspflege NRW zeigt: Sowohl die Zahl der Arbeitslosen, als auch die der Hartz-IV-Empfänger aus den zuzugsstärksten Asylherkunftsländern außerhalb Europas (u.a. Syrien, Irak, Afghanistan) ist stark angestiegen.

Im Juni 2017 waren in NRW 58.283 Personen aus diesen Ländern arbeitslos gemeldet – gegenüber Juni 2016 ein Zuwachs um 38 Prozent (Köln: plus 30,9 Prozent auf 3.950 Personen).

Die Zahl der erwerbsfähigen Hartz-IV-Empfänger aus den genannten Ländern ist von Februar 2016 bis Februar 2017 sogar um 104 Prozent auf 141.976 Personen (Köln: plus 45,9 Prozent auf 10.332) gestiegen. Damit ist jeder achte Hartz-IV-Empfänger in NRW ein Geflüchteter.

„Nach der Zuerkennung von Flüchtlingsschutz muss jeder so schnell wie möglich die Chance auf Arbeit bekommen“, fordert Andrea Raab, Arbeitsmarkt-Expertin des Kölner Diözesan-Caritasverbandes. Wie gut die Integration Geflüchteter in den Arbeitsmarkt gelingt, hängt u.a. von Sprachkenntnissen, individuellen Fertigkeiten und anerkannten beruflichen Kompetenzen ab.

Mehr Engagement müsse die Politik besonders bei der Qualifizierung der Geflüchteten zeigen, so Raab weiter. Für gut jeden zweiten (65,1 Prozent) kommen im Moment nur Jobs auf Helferniveau in Frage: „Die Förderung muss früh beginnen und auch berufsbegleitend fortgesetzt werden.“

„Zwar schaffen es nicht alle Geflüchteten, sofort einen Arbeitsplatz zu finden, der ihren persönlichen Stärken entspricht. Wir kämpfen aber dafür, der Qualifizierung Vorrang vor einer raschen Erwerbsintegration in prekärer Beschäftigung zu geben. Nur so gelingt den Menschen langfristige Teilhabe und Existenzsicherung, ohne aufstockende Leistungen beanspruchen zu müssen“, so Raab.

Dass das funktioniert, belegt die wachsende Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten unter den Geflüchteten: Von September 2015 bis September 2016 stieg diese in NRW um 44 Prozent auf 23.147 Personen an (Köln: plus 29,6 Prozent auf 3.201).

Weitere Infos und Daten aus allen Städten und Kreisen in NRW: www.arbeitslosenreport-nrw.de

 

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