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Gefahrenpotential von Sportwetten

Sportwetten haben ein deutliches Suchtpotential

 

Suchtgefahren durch Sportwetten

Beim Zocken auf das richtige Ergebnis bei Fußballspielen und anderen Wettkämpfen ist Vorsicht geboten

Die Suchtgefahren, die durch die Beteiligung an Sportwetten aller Art ausgeht wird immer größer.

Dies ist die Kernaussage einer Studie der Universität Bremen, die sich mit diesem Thema beschäftigte. Als westliche Ursache gilt die ständig weiter wachsende Zahl von Anbietern, die im Konkurrenzkampf untereinander ihre Produkte für die Spieler immer attraktiver und damit aber auch gefährlicher machen. Wer möchte, hat mittlerweile die Möglichkeit, rund um die Uhr auf sportliche Ereignisse zu wetten. Die Fußball-Wetten sind unter den verschiedenen Angeboten besonders beliebt. Nicht wenige Fans fühlen sich als Experten und sind deshalb der Meinung, dass sie das Wettspiel unter Kontrolle haben und den richtigen Spielausgang tatsächlich vorhersagen können. Eine Illusion, wie Experten nachgewiesen haben. Ist der Tipp dann falsch, schiebt der Spieler dies auf den Schiedsrichter, das Wetter, den Trainer usw. und spielt weiter. Wie im richtigen Leben eben auch.

Was ist anders an den neuen Sportwettenangeboten: Die alte 11 –er Wette wurde vor einiger Zeit durch Festquoten-Wetten auf dem Markt abgelöst. Das heißt, der Spieler erhält nun eine feste, vorher festgelegte Quote, wenn er auf den Spielausgang Heimsieg, Unentschieden oder Auswärtssieg tippt. Die vergleichsweise große Gewinnchance von 1 zu 3 (zum Vergleich Lotto 1 zu 14 Millionen) macht diese Spielform für viele Wettteilnehmer besonders attraktiv. Risikobereite Sportwetter können dann über die Kombination verschiedener Festquoten-Wetten und durch Wetten auf Außenseiter hohe Gewinne von mehreren 10 000 Euro erzielten. Über die Quotenfestlegung scheint der Gewinn in Heller und Euro vorausplanbar. Auf der subjektiven Ebene wird die Sportwette dann nicht als knallhartes Glücksspiel erlebt, sondern wie eine Art Kompetenzwette, die durch Sach- und Fachkenntnis in ihrem Ergebnis durch aus vorhersagbar erscheint. Die Möglichkeit des Verlustes gerät bei dieser Betrachtung in den Hintergrund. 

Eine besondere Gefährdung für die Teilnehmer von Sportwetten geht für Experten vom Internet aus. Online kann jeder jederzeit, in jedem Zustand (auch z.B. unter Alkoholeinfluss), überall auf der Welt wetten. Gezahlt wird in der Regel per Kreditkarte, anonym und ohne dass Außenstehende etwas davon mitbekommen. Eine soziale Kontrolle entfällt völlig.

Um zu überprüfen, ob man selber eventuell suchtgefährdet ist, haben wir auf dieser Homepage einen Spielerselbsttest installiert. Wichtigste Vorbeugung einer Suchtgefährdung bleibt jedoch die regelmäßige Hinterfragung des eigenen Glücksspielverhaltens: Macht das Wetten noch Spaß, ist es noch spannend und anregend, oder stehen Probleme im Vordergrund? Rücken andere Interessen in den Hintergrund? Habe ich ein schlechtes Gewissen beim Spielen, z.B. gegenüber meiner Familie, Freunden etc.? 

Wer Hilfe in Anspruch nehmen möchte, kann sich wenden an:

· die Infoline Glücksspielsucht NRW des Gesundheitsministeriums des Landes NRW, Tel. 01801 - 77 66 11,
 
oder im Internet u. a. unter:

 

Die o.g. Studie „Das Gefährdungspotential von Lotterien und Sportwetten“ von Prof. Dr. rer. nat. Gerhard Meyer und Dipl. Psychologe Tobias Hayer , Universität Bremen ist auf der Internetseite des Gesundheitsministeriums http://www.mags.nrw.de/pdf/gesundheit/gefaehrdungspotenzial.pdf  erschienen.

 

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