Notel Köln

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Pater Franz Maria Paul Libermann

Vom Juden zum Ordensgründer

 

 

Aus Jakob wurde Franz Maria Paul Libermann. "Sich vom Geist Gottes führen lassen", das war es was der konvertierte Jude und Ordensgründer denen empfahl, die bei ihm Rat und Hilfe suchten. Das war es auch, was er selber lebte und woraus er die Kraft schöpfte, trotz Krankheit und vieler Schwierigkeiten ein heute noch bahnbrechendes und "revolutionäres" Missionswerk zu gründen.

Als fünfter Sohn des Grossrabbiners von Zabern im Elsaß wird Jakob Libermann am 12. April 1802 geboren. Sein Vater Lazarus Libermann ist ein strenger und wahrer Israelit. Als Schulinspektor der Talmudschulen im Elsaß ist er berechtigt, seine Söhne selbst zu unterrichten. Auf Jakob ist der Vater sehr stolz, weil er ein guter Schüler ist. Er soll Rabbiner und einmal sein Nachfolger werden.

Jakob wächst in streng orthodoxer Umgebung heran. Seine Kindheit spielt sich ab im Schatten der Synagoge, im hermetisch in sich geschlossenen Milieu des Judenviertels. In aller Strenge wird er von seinem Vater zu einer Abscheu gegen das Christentum erzogen.
Als Jakob 11 Jahre alt war, starb seine Mutter Lea, an der er sehr hing. Die Stiefmutter konnte ihre Güte, Liebe und Wärme nicht ersetzen.

Bis zu seinem 20. Lebensjahr bleibt Jakob im Hauses seines Vaters, bis ihn dieser im Sommer 1822 nach Metz schickt, um ihm die akademische Laufbahn zu ermöglichen. Jakob, bisher nur des Hebräischen und Jidischen mächtig, lernt Französisch, Latein und Griechisch. Dadurch öffnet sich seine bisher so eng verschlossene Welt. Jakob kommt ins Zweifeln, er beginnt nach der wahren Religion zu suchen, er erkennt in der jüdischen Gesetzeslehre keinen Sinn und keine Fülle mehr.
Jakob fällt auf die Knie und bittet den Gott seiner Väter, ihn doch über die wahre Religion zu erleuchten.
Am Heiligen Abend 1826 wird er getauft und nimmt den Namen Franz Maria Paul an. Er beginnt, Theologie zu studieren. Das "neue Leben" nimmt seinen Lauf:

1828: Epileptische Anfälle zwingen ihn, die Studien zu unterbrechen. Er lebt als Laufbursche im Seminar von Issy.
1837: Er wird Novizenmeister in der Gemeinschaft der Eudisten in Rennes. In ihm reift der Entschluß ein Werk für die "Schwarzen" zu gründen. Dabei hat er vor allem die freigelassenen Sklaven vor Augen.
1839: Libermann reist nach Rom, um seine Pläne der Kurie vorzulesen, wird aber abgelehnt - weil er krank ist.
1841: Nach Besserung seines Gesundheitszustandes wird Libermann zum Diakon und zum Priester geweiht und kann am 25. September sein Werk gründen. Zuvor legt er der römischen Kurie seinen "Missionsplan" vor.
1848: Das Werk Libermanns wird mit dem Werk der Spiritaner zusammengelegt und weitet sich aus.
1852: Am 02. Februar stirbt P. Libermann in Paris. Sein Werk lebt weiter, sein Geist auch.

 

 

weitere Informationen zum Download

 

Leben und Werk Pater Libermanns - Vortrag von Pater Bruno Trächtler anlässlich des 150. Todestages von Pater Libermann am 2. Februar 2002

 

Gedanken zur Spiritualität P. Libermanns und zum Notel, einer Notschlafstelle für Drogenabhängige in Köln