DIÖZESAN-CARITASVERBAND  ONLINE-BERATUNGEN  EHRENAMT  CARITAS VOR ORT     

 

Vorsorgeverfügungen 

Die Vorsorgevollmacht

Vorsorge wo für?

 

Jeder von uns kann durch Unfall, Krankheit oder Alter in die Lage kommen, dass er wichtige Angelegenheiten seines Lebens nicht mehr selbstverantwortlich regeln kann.


Angehörige oder Freunde können dem Betroffenen beistehen, aber sie können keine rechtsverbindliche Erklärungen oder Entscheidungen treffen, auch Ehepartner oder volljährige Kinder nicht.


Für einen Volljährigen können rechtliche Entscheidungen und Erklärungen nur gegeben werden, wenn eine rechtsgeschäftliche Vollmacht oder gerichtlich bestellte Betreuung besteht.


Ist keine Vollmacht erteilt, kann die Bestellung eines gesetzlichen Betreuers notwendig werden.


Was spricht für eine Vorsorgevollmacht?

 

Die Vorsorgevollmacht ermöglicht ein hohes Maß an Selbstbestimmung.
Der Betroffene selbst bestimmt eine oder mehrere Personen seines Vertrauens und legt fest, in welchen Bereichen diese für ihn handeln dürfen. Persönliche Wünsche und Bedürfnisse bilden die Grundlage der Vollmacht und zusätzliche Anweisungen können mit aufgenommen werden. Eine Beteiligung der gewünschten Bevollmächtigten bei der Abfassung der Vollmacht ist möglich.

 

Die Caritas RheinBerg informiert und berät regelmäßig zu den Fragen rund um die Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht.


An jedem 2. Dienstag im Monat findet in der Zeit von 9-12 Uhr eine Sprechstunde im Bürgerhaus Kürten statt.

(telefonische Anmeldung erbeten unter: 02202/1008-305) 

 

 

 

Vollmacht des Bundesministeriums zum Ausfüllen

 

 

Die Betreuungsverfügung

 

Sofern keine Angehörigen oder gute Freunde bevollmächtigt werden können, kann mit einer Betreuungsverfügung Vorsorge getroffen werden, wer im Falle einer Betreuungsbedürftigkeit dieses Amt ausüben soll. Die Betreuung wird durch Beschluss des Amtsgerichtes eingerichtet.
Die Betreuungsverfügung dient lediglich als Grundlage für den gerichtlichen Beschluss, und nur dieser ist dann rechtsgültig.
Gericht und Betreuer sind an die in der Verfügung genannten Wünsche gebunden, es sei denn, der Betroffene hält erkennbar nicht mehr an ihnen fest oder sie sind nicht durchführbar und/oder zumutbar.
In der Betreuungsverfügung kann festgeschrieben werden, wer im Falle der Betreuungsnotwendigkeit zum Betreuer bestellt werden soll, oder wer auf keinen Fall für dieses Amt berücksichtigt werden darf. Zudem kann alles aufgenommen werden, was von einem zukünftigen Betreuer beachtet werden soll.
Die Betreuungsverfügung muss auch beachtet werden, wenn der Verfügende nicht mehr voll geschäftsfähig ist.
Eine Betreuungsverfügung ist formlos möglich; sollte aber schriftlich verfasst sein. Die Betreuungsverfügung kann jederzeit verändert oder widerrufen werden.

 

 

  

Patientenverfügung


Die Patientenverfügung ist seit 1.9.2009 im Betreuungsrecht gesetzlich geregelt.
Jede medizinische Behandlung, jeder operative Eingriff verlangt die Zustimmung des Patienten. Jede Behandlung ohne Zustimmung (außer im Notfall – z.B. nach Verkehrsunfall) ist Körperverletzung. Der Arzt benötigt also immer eine Zustimmung des Patienten zur vorgeschlagenen Behandlung. Eine Patientenverfügung ist demnach eine vorweggenommene Willensbekundung zu einer evt. später notwendiger medizinischer Behandlung. Sie dokumentiert den Willen eines
Patienten für den Fall, dass er sich nicht mehr äußern kann.

 

Patientenverfügungen können nur von einwilligungsfähigen Volljährigen verfasst werden. Sie müssen schriftlich vorliegen, können aber jederzeit auch formlos widerrufen werden.


Sie gelten unabhängig von Art und Stadium der Erkrankung. Die in ihnen getroffenen Entscheidungen über eine bestimmte medizinische Behandlung sind unmittelbar verbindlich und müssen von Ärzten, Betreuern und Bevollmächtigten umgesetzt werden, wenn die Behandlungs- und Lebenssituation eintritt, für die die Patientenverfügung ausgestellt wurde.


Trifft sie nicht auf die aktuelle Situation zu oder liegt keine Patientenverfügung vor, müssen Arzt, Betreuer und/oder Bevollmächtigter gemeinsam zu einer Entscheidung über den mutmaßlichen Willen des Erkrankten kommen. Eine nur in Teilbereichen zustimmende Verfügung, eine allgemeine schriftliche Darstellung über die persönlichen Vorstellungen vom Leben und Sterben, oder auch Gespräche mit Angehörigen und Freunden über die Vorstellungen vom Leben können eine wichtige Information für Angehörige und rechtliche Betreuer sein und ein wichtiges Indiz für die Ermittlung des mutmaßlichen Willens des Patienten hinsichtlich seiner medizinischen Behandlung oder Nichtbehandlung.


Niemand kann zur Errichtung einer Patientenverfügung verpflichtet werden.


Die Patientenverfügung kann und sollte in eine Vorsorgevollmacht eingebunden werden und/oder der Betreuungsverfügung beigefügt werden.

 

 

Die Vorsorgevollmacht, die Betreuungsverfügung und die Musterformulare P, PZ finden Sie hier zweisprachig:
 

Hinweis: Sie werden auf die Internetseiten des Bundesministeriums für Justiz weiter geleitet.

 

Caritas vor Ort

Netzwerk Schulsachenbüdchen
15.01.18 - Bei erstem Netzwerk-Treffen trafen sich örtliche Projektpartner zum Erfahrungsaustausch.

Besuch der Sternsinger bei der Caritas
04.01.18 - Die Aktion Dreikönigssingen ist die größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder weltweit.

Weihnachten auf hoher See
20.12.17 - Der Shanty Chor Blaue Jungs Wuppertal begeistert Bewohner im Caritas-Service-Wohnen Haus Marienberg mit maritimen Weihnachtsliedern.

Veranstaltungen

Jahreseröffnungsfeier
Do, 18.01.18 - Während der Jahreseröffnungsfeier sind einige unserer Einrichtungen von 13:30 bis 17:30 Uhr nur eingeschränkt erreichbar.

Neue Sprachkurse 2018
Mo, 22.01.18 - Deutsch für Anfänger - German for beginners - Allemand pour debutans - Yeni baslayanlar icin Almanca kursu

Zum Seitenanfang Seite weiterempfehlen Druckversion Kontakt  Barrierefrei Datenschutz  Impressum