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Maßnahmen nach dem Jugendgerichtsgesetz (JGG)

Unsere Hilfe richtet sich an delinquente Jugendliche und junge Heranwachsende die im Rahmen des Jugendgerichtsgesetzes einer Auflage/Weisung nachkommen müssen.

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Der Zugang erfolgt ausschließlich über die Jugendgerichtshilfe, im Falle der Betreuungsweisung und des Sozialen Trainingskurses nach entsprechendem Urteil des Jugendgerichtes, im Falle des Täter-Opfer-Ausgleiches in der Regel auf Empfehlung.

Sozialer Trainingskurs

Der Soziale Trainingskurs ist ein gruppenpädagogisches Angebot und richtet sich an delinquente Jugengliche. Der Kurs besteht aus drei Vorgesprächen, acht zweistündigen Abendterminen und einem Intensivwochenende.

 

Inhalt

Themen sind die aktuellen Lebenssituationen der Jugendlichen sowie deren Verhalten in der Gruppe.

 

Ziel

Um weitere Straftaten zu verhindern, soll der Jugendliche während des Kurses seine kommunikativen und empathischen Kompetenzen erweitern und alternative Verhaltensmuster erlernen.

 

Zugang

Der Zugang erfolgt gem. § 10 Satz 6 (JGGÄndG); § 29, bei jungen Volljährigen i. V. mit § 41, auf Vorschlag der Jugendgerichtshilfe und nach entsprechendem Urteil des Jugendgerichtes.

 

 

Betreuungsweisung

Bei der Betreuungsweisung handelt es sich um eine richterliche Auflage für straffällig gewordene Jugendliche. Im Rahmen der Betreuungsweisung soll für eine bestimmte Dauer die Lebensplanung gemeinsam mit einem Betreuer besprochen und umgesetzt werden.

 

Inhalt

Entwicklung beruflicher Perspektiven, Unterstützung bei Anträgen und Ämtergängen. Bearbeitung verschiedenster Problemlagen wie beispielsweise Schulden-/ Drogenprobleme etc.

 

Ziel

Die Ziele werden in einem Betreuungsvertrag festgehalten, dieser dient als verbindliche Grundlage für die gesamte Dauer der Betreuung. Der Jugendliche soll befähigt werden, weitere Straftaten zu vermeiden.

 

Zugang

Der Zugang erfolgt auf Vorschlag der Jugendgerichtshilfe und nach entsprechendem Urteil des Jugendgerichtes gem. § 10 JGG, Satz 5.

 

 

Täter-Opfer-Ausgleich

Der Täter-Opfer-Ausgleich (TOA) bietet die Möglichkeit, auch während eines laufenden Strafverfahrens, im Beisein eines neutralen Vermittlers, eine Konfliktschlichtung auf außergerichtlichem Wege zu erreichen.

 

Inhalt

In Gesprächen werden Hintergründe und Motivation für eine Tat reflektiert sowie die Folgen und Möglichkeiten besprochen, den Schaden wieder gut zu machen.

 

Ziel

Eine einvernehmliche Lösung zwischen "Täter" und "Opfer" soll gefunden werden. Der Täter entschuldigt sich beim Opfer und versucht, das verursachte Unrecht auszugleichen. Das Opfer kann Ängste und Vorbehalte gegenüber dem Täter abbauen.

 

Zugang

Der Zugang erfolgt gem. § 10 JGG Satz 7, § 45 II 2 und § 47 I Nr. 2 JGG. Der Zugang erfolgt in der Regel über die Staatsanwaltschaft beziehungsweise die Jugendgerichtshilfe.

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25.07.17 - 3.000 Erwachsene und Kinder demonstrieren vor dem Landtag für einen besseren Offenen Ganztag

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