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Punktum! Beratungsstelle gegen sexuelle Gewalt. Behandlungsangebot für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene  -  BEHANDLUNGSANGEBOT

 

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Klärungs- und Beratungsgespräche

Personen, die mit einem Fall von sexuellem Missbrauch konfrontiert sind und in Verbindung mit dem Täter der sexuellen Gewalt stehen, können ein Klärungs- und Beratungsgespräch bei Punktum! vereinbaren.

Die an Punktum! gestellten Fragen beziehen sich meist auf grundsätzliches Vorgehen. Themen, wie Opferschutz, Aufdeckung, Anzeige, Behandlungsnotwendigkeiten und -möglichkeiten, sowie ein Abklären, ob die Tat überhaupt als sexuelle Grenzverletzung zu deuten ist, werden besprochen.

Eltern, BetreuerInnen, Bezugspersonen, oder MitarbeiterInnen des Jugendamtes können den oder die Jugendliche/n zu einem ersten Termin begleiten.

Diese, maximal drei Termine, werden nicht in Rechnung gestellt.
 
 

Einschätzung des Behandlungsbedarfs

In der Einschätzungsphase wird neben einer psychotherapeutischen Diagnostik, die Tat des Jugendlichen, seine sexuelle Entwicklung und seine sexuellen Präferenzen in den Blick genommen. Weiter spielen seine soziale Einbindung in Peergroup, Schule und Familie eine Rolle.

Die Familien oder betreuende Einrichtungen werden in diesen Einschätzungs- und Diagnoseprozess mit eingebunden.

Die Einschätzung wird mit einer schriftlichen Stellungnahme und mit einem Hilfeplangespräch beendet. An dieser Stelle wird in der Regel geklärt, ob und wie die Behandlung fortgesetzt wird.

 

 

Behandlung der jugendlichen Jungen

Das Behandlungskonzept von Punktum! besteht inhaltlich aus der tatspezifischen Arbeit und der tatverwandten Arbeit. Mit tatspezifisch ist die direkte Deliktbearbeitung gemeint.


Tatspezifische Themen sind zum Beispiel

  • Ziele setzen und Folgen des Missbrauchs erkennen
  • Deliktszenarium aufarbeiten
  • eigene Missbrauchsstrategien erkennen
  • Verantwortung für das Delikt übernehmen
  • die Folgen des Missbrauchs für die Opfer erkennen (Empathie)
  • Rückfallvermeidungsstrategien entwickeln
  • innere Kontrollinstanzen entwickeln

In der tatverwandten Arbeit geht es um eine Stabilisierung der Persönlichkeit und des Umfeldes des Jugendlichen, um das Rückfallrisiko zu reduzieren.


Tatverwandte Themen sind zum Beispiel

  • Erlernen sozialer Kompetenzen
  • Stärkung des Selbstwertgefühls
  • Förderung von Autonomie und Selbstständigkeit
  • Aufklärung in Bezug auf Körperlichkeit und Sexualität
  • Stärkung der Familie

Die Arbeitsformen in der Behandlung bei Punktum! stützen sich auf drei Säulen.


Einzelarbeit

Die Jugendlichen kommen alle zwei Wochen zu einem Einzelgespräch mit dem jeweils hauptverantwortlich Behandelnden.

 

 

Behandlung der jugendlichen Mädchen

Sexueller Missbrauch ist ein Thema, das häufig Unbehagen auslöst. Die Themen Gewalt und Sexualität sind angst- und schambesetzt.

Der sexuelle Missbrauch durch Mädchen und Frauen ist bedrohlicher. Er untergräbt unsere Ansicht darüber, wie Frauen und Mädchen sich gerne Kindern gegenüber verhalten.

Sexueller Missbrauch wird meistens im Kontext männlicher Macht und Aggression verstanden. Mädchen und Frauen gelten allgemein als nicht sexuell aggressiv. Wir haben Schwierigkeiten, uns vorzustellen, wie ein Mädchen/ eine Frau überhaupt ein Kind sexuell missbrauchen kann.

Für Opfer sexueller Gewalt ist es wichtig, dass ihr Leid anerkannt wird und dass die Gesellschaft sich gewissenhaft darum sorgt, nicht noch mehr Opfer sexueller Gewalt zuzulassen. Dies trifft in besonderem Maß auf Opfer sexueller Gewalt zu, die von Mädchen oder Frauen missbraucht wurden. Diese haben, wie einst Jungen und Männer, darum zu kämpfen, dass ihr Leid ernst genommen wird. Aus diesem Grund ist die Behandlung von Mädchen ein eigener Schwerpunkt unserer Fachstelle.

Das Konzept orientiert sich an der Behandlung, die auch von den Jungen durchlaufen wird.

Bisher werden die Mädchen noch in Einzelsettings behandelt. Ab vier Mädchen werden wir eine Gruppenbehandlung anbieten.

 

 

Behandlung der Jugendlichen mit kognitiven Einschränkungen

Das Behandlungskonzept der Jugendlichen mit kognitiven Einschränkungen ist in der Grundstruktur und der verhaltenstherapeutischen Ausrichtung an dem der Jungen (s. o.) angelehnt.

In der Arbeit mit kognitiv eingeschränkten Jugendlichen arbeiten wir mit einer maximalen Gruppenstärke von fünf Jugendlichen und einem Therapeutenpaar.

Die methodische Ausgestaltung ist erfahrungsorientierter und niedrigschwelliger.

 

 

Nachsorge

Die Nachsorge beinhaltet in der Regel Einzelgespräche für die/ den Jugendlichen. Nach Bedarf werden bis zu zwölf Termine über den Zeitraum eines Jahres veranschlagt.

In der Nachsorgephase wird die Umsetzung des Erlernten abgesichert.

In Bezug auf die Familienarbeit wird mindestens ein Katamnesegespräch angeboten. In Krisenfällen reagieren wir flexibel und zügig auf die jeweiligen Anfragen und bieten in der Nachsorge, statt der vereinbarten Einzelgespräche, auch Familiengespräche an.

 

 

 

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