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Ausrangierte Handys gehören nicht auf den Müll

19. April 2014; Wolfgang Droetboom

Ausrangierte Handys gehören nicht auf den Müll

Rheinisch-Bergischer Kreis: Der Vorsitzende des Caritasverbandes, Hans-Peter Bolz, informierte gemeinsam mit Ingrid Effenberger, Fachberaterin Gemeindecaritas beim hiesigen Caritasverband, über die neue Caritas-Kampagne. Unter dem Motto: "Weit weg ist näher, als Du denkst", will die Caritas auf den Krieg um Rohstoffe und die Verschwendung von Ressourcen aufmerksam machen.

 

Rohstoffe wie das Erz Coltan, aus dem das Metall Tantal gewonnen wird, werden für die Herstellung von Handys, Laptops und anderer elektronischer Geräte benötigt und aus Minen im Kongo und anderen Ländern Afrikas gewonnen. Die Arbeitsbedingun-gen dort, die politische Lage und das Geschäftsgebaren ausländischer Firmen haben verheerende soziale Folgen für die Bevölkerung. Die Caritas-Kampagne möchte die weltweiten Verknüpfungen thematisieren und die Globalisierung menschlicher gestalten.

 

Effenberger berichtet, wie sehr die leitenden Mitarbeiter von dem Plakat zur Kampagne beeindruckt waren. Darauf sieht man einen Konsumenten der westlichen Welt im weißen Hemd und sauberer Umgebung, der achtlos ein Handy in den Mülleimer wirft. Dieses Handy landet auf einer Elektroschrott-Müllkippe in Afrika, wo Kinder im Dreck nach wiederverwertbaren Stoffen suchen. Die bildliche Darstellung vom Kreislauf der Verschwendung und Armut habe die CaritasBox-Aktion verbandsintern starten lassen, so Effenberger.

 

In den Kirchen im Kreisdekanates soll künftig die Caritasbox ebenso stehen wie in den Rathäusern, Schulen und bei Firmen und Dienstleistungsunternehmen. In der CaritasBox werden Handys und Original Druckerpatronen gesammelt, die dann im Inland recycelt werden. Ein Teil des Erlöses fließt zurück in die CaritasStiftung des Diözesan-Caritasverbandes und kommt caritativer Arbeit in Gemeinden und Einrichtungen zugute. Außerdem werden Mittel für Caritas International bereitgestellt, die Familien im Kongo durch Saatgut und landwirtschaftliche Geräte hilft, eine neue Le-bensgrundlage aufzubauen.


Bolz ist schon gespannt, wie die Aktion der Caritas in der Region angenommen wird. Bestimmt hätten einige Leute noch ein altes Handy in einer Schublade liegen oder müssten bald Druckerpatronen erneuern. Statt diese im Hausmüll zu entsorgen, könne man sie sinnvoller in der Caritasbox werfen.

 

Die Koordinatoren der Aktion, Ingrid Effenberger und Wolfgang Drötboom hoffen, Mitmenschen für das Thema sensibilisieren und nachhaltig einen kleinen Beitrag für mehr Gerechtigkeit in der Welt leisten zu können. „Bis zum Jahresende wollen wir mindestens 30 dauerhafte Standorte für die Cari-tasBox im Rheinisch-Bergischen Kreis gefunden zu haben“ formuliert Drötboom ein ehrgeiziges Ziel der Aktion.

 

Weitere Infos gibt es unter der Telefon-Nummer 02202 1008-516 und im Internet unter http://www.globale-nachbarn.de und http://www.caritas.de/caritasbox

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