Leitbild

Gemeinsam: Das Leitmotiv für Weg und Ziel des SKM

Gemeinsam   Miteinander-Füreinander in vertrauensvoller Partnerschaft
Gemeinsam   Solidarisch, kritisch, hilfsbereit für Menschlichkeit, Chancengleichheit und Gerechtigkeit
Gemeinsam   Christlicher Auftrag mit Achtung, Respekt und Toleranz
Gemeinsam   Kompetent, realistisch und verantwortungsbewusst
Gemeinsam   Selbstlos mit Engagement und Herz

1 SKM

Der SKM – Katholischer Verein für soziale Dienste im Rhein-Sieg-Kreis e. V. - bis 1994 Sozialdienst Katholischer Männer, ist ein eingetragener Verein, der seit seiner Gründung im Jahre 1925 gemeinnützige, sozial-caritative Arbeit als eigenverantwortlicher Fachverband im Dienst von Kirche und Gesellschaft leistet.
Die Aufgabengebiete umfassen Familien-, Jugend-, Sozial-, Gefährdeten- und Gesundheitshilfe in unterschiedlichen professionellen Fachdiensten und in ehrenamtlicher Tätigkeit.

2 Selbstverständnis

Der SKM vertritt das Bild einer pluralen Weltordnung, in der Menschenwürde und Menschenrechte als höchstes Gut in einer Vielfalt von Kulturen geachtet werden. Ihm ist es ein Anliegen, Vorurteile abzubauen und Ausgrenzung zu unterbinden. Er steht für Frieden, Freiheit und soziale Gerechtigkeit.
Ehrenamtliche und hauptamtliche MitarbeiterInnen des SKM handeln nach christlichem Menschen- und Weltbild als mündige Christen nach ihrem Wissen und Gewissen. Sie erklären sich mit Zielsetzung und Aufgabe des Vereins solidarisch und verpflichten sich zur Loyalität gegenüber dessen ideellen Werten und Vorstellungen. Hilfsbereitschaft, Verantwortungsbewusstsein, Solidarität und Einsatzbereitschaft sind Wesensmerkmale des professionellen wie ehrenamtlichen Handelns des Vereins.

3 Christliche Soziallehre

Das Wirken des SKM gründet in dem Auftrag Christi zur Gottes- und Nächstenliebe. Es ist damit Wesensäußerung der Kirche und trägt durch konkretes Handeln zu dessen Präsenz in Gesellschaft, Staat und Kommune bei. Maßstab des Handelns ist die „christliche Soziallehre", praktiziert als Grundauftrag der Kirche im Bewusstsein und in der Verantwortung, dass jeder Mensch in seiner Persönlichkeit und Würde einmalig, unverwechselbar und wertvoll ist.

4 Gesellschaftliche Orientierung

Auf der Grundlage der eigenen Identität und Wertigkeit als caritative Organisation, seiner Erfahrungen und fachlich-konzeptioneller Erkenntnisse wirkt der SKM bei strukturellen und politischen Entwicklungen und der Gestaltung der sozialen Arbeit im Rhein-Sieg-Kreis aktiv mit. Er versteht Vereinsarbeit auch als Instrument sozialpolitischer Einflussnahme. Dabei ist der SKM parteipolitisch unabhängig. Dienstleistungsangebote und Arbeitsprozesse richten sich innovativ und zukunftsorientiert nach der vorherrschenden gesellschaftlichen Bedarfssituation. Der SKM ist offen für neue Wege und Methoden im sozialen Wandel und begegnet Herausforderungen kritisch und engagiert unter sozialanwaltlichen Gesichtspunkten. Er ist uneigennützig tätig und verfolgt keine eigenwirtschaftlichen Ziele.

Innerkirchliche Verbindung
Der SKM ist Mitglied im SKM – Katholischer Verband für soziale Dienste in Deutschland e. V. – ein Fachverband des Caritas-Verbandes. Der Verein stützt sich als kirchlich-caritative Fachorganisation auf die innerkirchlichen Strukturen und arbeitet eng mit den Pfarrgemeinden zusammen.

5 Zielsetzung

Der SKM nimmt seine Aufgaben auf der Grundlage gegenseitigen Vertrauens und Partnerschaft wahr. Er beachtet das Recht auf Eigenverantwortung, fördert und schützt die Mitwirkung der Hilfesuchenden im Prozess fachgerechter Beratung und Unterstützung mit der Zielsetzung: Hilfe zur Selbsthilfe.
Angebote und Leistungen des SKM orientieren sich an den besonderen Notlagen von Einzelpersonen und Familien, von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, unabhängig von deren Herkunft, Nationalität und Konfession.
Die Tätigkeit des SKM basiert, ausgerichtet auf die individuelle Situation des Hilfebedürftigen, auf ganzheitlichem Ansatz. Maßgeblich ist sowohl die materiell-wirtschaftliche Unterstützung als auch geistig-seelischer, psychosozialer und pädagogischer Beistand. Sie sollen dem Menschen unter Beachtung seiner unverfügbaren Personenwürde und seines Lebensumfeldes im Rahmen seiner Möglichkeiten zu einer individuellen und sozialen Entfaltung dienen.

6 Standortbestimmung

Der SKM ist im Rahmen seiner Aufgaben in ein System verschiedenster Hilfsangebote der sozialen Sicherung im Rhein-Sieg-Kreis eingebunden. Er berücksichtigt die gegebenen gesellschaftlichen, kommunalen und staatlichen Bereiche und beruft sich auf das Subsidiaritätsprinzip. Er wirkt im Rahmen seiner Möglichkeiten und Zielsetzungen bei der Lösung sozialer Probleme mit.

7 Wirtschaftlichkeit und Organisation

Der SKM ist ein gemeinnütziger Verein der freien Wohlfahrtspflege. Der Verein als Non-Profit-Dienstleistungsunternehmen sozialer Arbeit finanziert seine Aktivitäten durch öffentliche Förderung, kirchliche Mittel und Spenden. Diese werden auf der Grundlage des satzungsgemäßen Auftrages des SKM zielgerichtet und ökonomisch eingesetzt. Flexible Strukturen, transparente Arbeitsabläufe und schneller Informationsfluss in der Organisation unterstützen die wirtschaftliche Effektivität.

8 Ehrenamt

Das Ehrenamt ist eine tragende Säule des SKM. Ehrenamt ist unmittelbarer, solidarischer Beitrag der Christen und subsidiärer Beitrag von Gemeinde. Es bewirkt, dass das Bewusstsein von Hilfsbereitschaft und Solidarität lebendig bleibt. Die hauptamtlichen und ehrenamtlichen MitarbeiterInnen bilden eine Dienst-Gemeinschaft, die die Ziele, Werthaltungen und Grundsätze christlichen Handelns in den Feldern ihrer Arbeit umsetzt. Die Zusammenarbeit ist durch eine vertrauensvolle und kollegiale Atmosphäre geprägt.
Der SKM fördert das ehrenamtliche Engagement durch Beratung, Begleitung und Fortbildung. Der Verein wirkt auf eine Verbesserung der innerverbandlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für freiwillige und ehrenamtliche Tätigkeit hin.

9 Zusammenarbeit mit anderen Verbänden, Vereinen und öffentlichen Stellen

Der SKM tauscht in Zusammenarbeit mit öffentlichen Stellen sowie anderen Trägern der freien und öffentlichen Wohlfahrtspflege fachliche Positionen aus. Er überprüft sie mit dem Ziel, sie weiterzuentwickeln und damit aktuellen Anforderungen gerecht zu werden. Auf der Basis der Wahrung eigener Positionen und Interessen unterstützt der SKM gemeinsames Planen und Handeln nach dem Prinzip: Kooperation statt Konkurrenz. Er fördert den diakonischen Auftrag der katholischen Pfarrgemeinden und kirchlichen Dienste im Rhein-Sieg-Kreis.

10 Darstellung in der Öffentlichkeit

Der SKM stellt seine Tätigkeit öffentlichkeitswirksam dar. Der SKM will Verständnis für die persönlichen und sozialen Nöte einzelner Menschen erreichen und auf die verschiedenen Aufgabenbereiche und vereinsinternen Hilfsangebote aufmerksam machen. Transparenz und Klarheit in der Darstellung der eigenen Arbeit nach innen und außen ist die Grundlage für Glaubwürdigkeit und Vertrauensbildung. Öffentlichkeitsarbeit dient der Einflussnahme auf Entscheidungsträger in Politik und Gesellschaft. Anwaltschaft ist ohne öffentliches Eintreten für Betroffene nicht denkbar. Das Vermitteln von Leistungsfähigkeit und Kompetenz ist die Voraussetzung für politische und gesellschaftliche Unterstützung und sichert die finanzielle Grundlage der Arbeit des SKM.

11 Innere Struktur

Der Zusammenarbeit von Vorstand, Geschäftsführung, ehren- und hauptamtlichen MitarbeiterInnen des SKM liegen christliche, soziale und demokratische Prinzipien zugrunde, die unter Berücksichtigung der persönlichen und sozialen Lage jedes einzelnen von Vertrauen und Respekt geprägt werden. Der SKM versteht sich als professionelle, kollegiale Dienst-Gemeinschaft, in der jede(r) MitarbeiterIn die Bereitschaft zeigt, Persönlichkeit und Engagement auf christlicher Grundlage kooperativ und fachgerecht im jeweiligen Aufgabengebiet einzubringen. In seiner Funktion als kirchlicher Dienstgeber übernimmt der SKM soziale Verantwortung für alle seine MitarbeiterInnen. Der Verein gewährleistet und unterstützt Selbstvertretungs- und Mitwirkungsmöglichkeiten.

12 Wertigkeit

Alle Menschen besitzen die gleiche Wertigkeit, unabhängig von Rolle und Aufgabe im anvertrauten Arbeitsauftrag. Das soziale Gefüge des SKM stellt sich in gegenseitiger Achtung und Toleranz dar; es herrschen Menschlichkeit, Chancengleichheit und Gerechtigkeit. Jeder wird in seiner Individualität respektiert, Konflikte werden angstfrei, offen und konstruktiv behandelt.

13 Gleichstellung

Frauen und Männer sind auf allen Ebenen gleichgestellt. Der Einklang von Beruf und Familie im gesellschaftspolitischen Kontext ist Hauptaugenmerk der auf Konsens und Verständnis ausgerichteten Unternehmenskultur des Vereins. Der SKM verbindet Generationen und versucht, unter Berücksichtigung familiärer Bedingungen zur persönlichen Entwicklung von Mann und Frau beizutragen.

14 Leitung

Die Vielfalt der Arbeitsfelder setzt Leitung und Kooperation voraus. Leitung richtet ihr Blickfeld auf die vernetzte Unternehmensstruktur in ihrer Gesamtheit, zur Nutzung und Erweiterung von Ressourcen, der Verwirklichung von Zielidentifikationen und Aufgabenentwicklung sowie der Orientierung auf das Leitbild. Partizipatives Führungswesen, offene Kommunikation, Beteiligung an Ziel- und Entscheidungsprozessen und Delegation von Aufgaben und Verantwortung fördern die Selbständigkeit und Eigenverantwortung der MitarbeiterInnen und erfüllen das Subsidiaritätsprinzip in der Organisation..

15 Mitarbeit

Der SKM fördert den individuellen und professionellen Ausbau von Kompetenz und Qualifikation, u. a. durch Supervision und Fortbildung. Eine kontinuierliche Überprüfung von Arbeitsprozessen durch interne Selbstkontrolle dient der Qualitätssicherung und der Gewährleistung von Standards. Motivation und Stärkung des eigenverantwortlichen Handelns bestimmen vor rationaler, nicht emotionaler Diskussion innerbetriebliche Abläufe. Erwartungen, Anforderungen und Verpflichtungen sind realistisch, transparent und konkret formuliert. Der SKM bietet allen im Arbeitsprozess stehenden Personen unterschiedlichste Entfaltungsmöglichkeiten und trägt zur fachlichen, persönlichen und religiösen Weiterentwicklung bei.