Verbunden bleiben

20.08.20, 08:57
Christine Schäfer

Die CaritasStiftung lässt in Zeiten sozialer Distanz niemanden alleine!

Mit jedem weiteren Tag im Corona-Ausnahmezustand sehnt man sich mehr nach seinem alten, „normalen“ Leben zurück – ohne künstliche Distanz und Kontaktverbote. Von der Isolation besonders betroffen sind ältere Menschen. Sie gelten mit Blick auf das Coronavirus als Risikogruppe. Das ist für viele sehr belastend.

Mit einem Spendenaufruf bei ihren Stifterinnen und Stiftern hat die CaritasStiftung für kreative Projekte gesammelt, mit denen die Menschen unter Einhaltung der Hygiene-Maßnahmen wieder in Kontakt treten können. Damit war es der Stiftung möglich schnell auf Missstände zu regieren und Projekte zu fördern, die Corona-Folgen abmildern.

Zwei Projekte, die finanziell unterstützt werden konnten, richteten sich an Bewohnerinnen und Bewohner von Altenheimen. Musik verbindet und hilft gegen Einsamkeit. In den Einrichtungen wurden Konzerte organisiert, die die Seniorinnen und Senioren vom Balkon aus anhören und verfolgen konnten.
In Zusammenarbeit mit kubia – Kompetenzzentrum für Kulturelle Bildung im Alter und Inklusion veranstaltete das Katholische Bildungswerk in sechs Bonner Alten- und Pflegeeinrichtungen jeweils ein Konzert in den Innenhöfen oder Gärten der Einrichtungen, während die alten Menschen von ihren Balkonen und Terrassen aus in angemessenem Hygieneabstand der Musik zuhörten.
Auch im Altenzentrum St. Josef-Elisabeth in Köln-Mülheim ist für die dort lebenden alten Menschen ein Gartenkonzert veranstaltet worden, welches aus sicherer Entfernung verfolgt werden konnte.

Weitere zwei Projekte, die mit Hilfe der CaritasStiftung realisiert wurden, setzten auf digitale Technik, um Einsamkeit zu überwinden. Die Corona-Pandemie hat Besuche in Altenheimen zunächst unmöglich und mittlerweile nur sehr eingeschränkt zugelassen. 
Der Caritasverband für die Stadt Köln schaffte mit Hilfe der CaritasStiftung Tablets für die Kölner Altenzentren an, damit diese den Bewohnerinnen und Bewohnern den Austausch mit Familie und Freunden per Video-Telefonie ermöglichen. Trotz eingeschränkter Besuchsregelungen können die alten Menschen so wieder Kontakt zu ihren Liebsten halten.
Zusammen mit dem Sozialdienst katholischer Frauen - SkF Neuss – wurden Tablets angeschafft und Schulung für den Umgang mit Tablet und Smartphone organisiert. Die Stadtteilarbeit des SkF in Neuss Weckhoven will auf diese Weise ebenfalls soziale Vereinsamung durch Kontaktbeschränkungen abmildern und Nähe wenigstens in digitaler Form ermöglichen.

„Ein großer Dank geht an unsere Stifter und Spender“, erklärt Thomas Hoyer, Vorstandsvorsitzender der CaritasStiftung.  „Wir sind begeistert von der Hilfsbereitschaft, die uns begegnet ist. Innerhalb kurzer Zeit kamen fast 6000 Euro an Spenden zusammen, mit denen die Stiftung sofort da helfen konnte, wo es wichtig ist. Die Krise zeigt uns eben auch, wie stark wir sind und worauf wir bauen können,“ so Hoyer weiter.

Kontakt

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Georgstraße 7
50676 Köln

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