Online Abstimmung für den Elisabeth-Preis 2020

Immer wieder eine schwierige Entscheidung für die unabhängige Jury des Elisabeth-Preises, aus der Vielzahl großartiger Projekte in den Kategorien „Elisabeth-Preis“ und „jung + engagiert“ jeweils drei Projekte für den ersten Platz zu nominieren. In diesem Jahr ist darum zusätzlich Ihre Stimme gefragt!

Erstmalig vergibt die CaritasStiftung im Erzbistum Köln den mit 1.000 Euro dotierten Publikumspreis 2020.

 

Hier sehen Sie die Projekte, für die Sie abstimmen konnten. Leider können Sie Ihre Stimme hier nicht mehr vergeben, da die Frist für die Online-Abstimmung am 06. November abgelaufen ist.

Die Projekte im Überblick

Projekt 01

Projekt 01

Corona-Hilfen für obdachlose Menschen

SkF e.V. Köln

Um eine existentielle Grundversorgung von obdachlosen Menschen im Corona-Lockdown zu sichern, initiierten die Kölner Bahnhofsmission, der SKM Köln und der SkF e.V. Köln nach Rücksprache mit dem Kölner Sozialamt die Ausgabe von Lebensmittelpaketen, die von IN VIA zusammengestellt wurden sowie die Aufstellung eines Hygienemobils vor dem Bahnhof, ein weiteres folgte in Mülheim. Das Mobil am Bahnhof wird durch haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betreut, die dort nicht nur für einen geregelten Ablauf sorgen, sondern auch für Gespräche und weiterführende Informationen zur Verfügung stehen. Lebensmittelausgabe und Hygienemobil werden intensiv genutzt und sind zu Ankerpunkten für Menschen auf der Straße geworden. So konnten viele Menschen in der Krise stabilisiert werden, indem man ihnen das Gefühl gab, nicht vergessen zu sein.

Projekt 02

Projekt 02

Mutmach-Briefe

Lotsenpunkt Ratingen

Am 16.03.2020 musste der Lotsenpunkt Ratingen, in erster Linie eine generationsübergreifende Begegnungsstätte, Corona bedingt schließen. Dies nahmen die Verantwortlichen zum Anlass, bunte, kreative Briefe an Personen nach Hause zu versenden, um die Gemeinschaft lebendig zu halten und jedem Einzelnen Mut zuzusprechen. Die Briefe füllen sich durch die liebevollen und erfrischenden Zusendungen von Leserinnen und Lesern. Es werden drei Seniorenheime (in unterschiedlicher Trägerschaft) beliefert, 320 Tagespflegepersonen erhalten den Brief digital sowie ca. 200 weitere Personen. Seit Juni erscheint der Brief monatlich, da ein kleines ehrenamtliches Redaktionsteam gebildet werden konnte. Es ist sehr beeindruckend zu erleben, wie viele Personen, ganz verschiedenen Alters, aktiviert worden sind und im Brief gerne etwas Positives an ihre Mitmenschen weitergeben möchten. 

Projekt 03

Projekt 03

Krankenhaushilfe

"Grüne Damen" im St. Elisabeth-Krankenhaus Köln

23 ehrenamtliche Helfende kümmern sich um die Belange der Patientinnen und Patienten im St. Elisabeth-Krankenhaus, nehmen sich Zeit für Besorgungen, Gespräche und Begleitungen und betreuen die Krankenhausbibliothek. Sie knüpfen Kontakte zu weiteren Abteilungen im Haus und haben immer ein offenes Ohr. Eine Dame bastelt jedes Jahr Engel, die Weihnachten verteilt werden. Die Patientenbegleiterinnen und -begleiter verfügen über eine Kleiderkammer, mit der die Notfallambulanz versorgt wird. Auch für Sonderaufgaben wie das Verteilen von Angehörigen-Päckchen oder die Corona konforme Begleitung von Publikum bzw. neu angemeldeten Patientinnen und Patienten steht das Team zur Verfügung. Diese Arbeit wird sehr wertgeschätzt und ist für das Personal und die Geschäftsleitung mittlerweile unentbehrlich.

Projekt 04

Projekt 04

Unterstützung von Kindern mit sehr hohem sonderpädagogischem Bedarf in Gelgaudiškis / Litauen

Hilfe Litauen Belarus e.V.

"Hilfe Litauen Belarus e.V.“ unterstützt seit über 25 Jahren Projekte in Weißrussland und in Litauen - in erster Linie für Kinder, Waisen, Erkrankte und alten Menschen und seit dem letzten Jahr das Sonderpädagogische Zentrum „Die Quelle“ in Gelgaudiškis/ Litauen. Hier werden Kinder aus ganz Litauen mit hohem und sehr hohem sonderpädagogischem Bedarf behandelt, sowie die Vorschulerziehung für Kinder mit unterschiedlichen Entwicklungsstörungen und anderen Behinderungen gewährleistet. Nicht zuletzt ist im Zentrum eine soziale Tagesbetreuung für Erwachsene integriert. Ziel ist es, dass die Betreuten nach und nach die notwendigen Kompetenzen erwerben, um sich erfolgreich in die Gesellschaft einzugliedern. Auch Hilfsgüter wie Kinderrollstühle und die Finanzierung einer Treppenraupe, mit der gehandicapte Kinder und Jugendliche von den Betreuern problemlos über Treppen und Stufen transportiert werden können, organisiert der Verein.

Projekt 05

Projekt 05

Begegnungscafé St. Martinus Kaarst

Pfarrgemeinde St. Martinus Kaarst

Aus der ehemaligen Kleiderkammer für geflüchtete Menschen wird mit Unterstützung eines Teams von ca. 30 ehrenamtlich Engagierten aller Altersklassen eine Begegnungsstätte. Jeden Dienstagnachmittag für 2-3 Stunden finden im Durchschnitt 30 Personen hier Unterstützung beim Erlernen der deutschen Sprache, Gespräche, Begegnung, Kinderbetreuung, Tischtennis, Kicker, Kaffee, Tee, Wasser, Kuchen und Obst. Advent, Nikolaus, Weihnachten und Ostern werden gemeinsam gefeiert. Um die Kinder, die oftmals mit traumatischen Erlebnissen belastet sind, kümmern sich mehrere Frauen im gemeinsamen spielen, malen und basteln. Mittlerweile haben sich feste Gruppen gebildet die mit den ehrenamtlich Engagierten Deutsch lernen. Auch die Schulkindern wird bei den Hausaufgaben geholfen.

Projekt 06

Projekt 06

Dezentrale Ausgabestelle für Menschen im Obdach / geflüchtete Menschen

SKFM Monheim

Aufgrund der Corona Situation war es dem Verein wichtig, keinen zurückzulassen. Durch die ehrenamtliche Initiative "Quarantänehilfe Monheim" auf Facebook kam die Idee auf, eine zusätzliche Ausgabestelle der bereits bestehenden Monheimer SKFM Tafel für Menschen im Obdach und geflüchtete Menschen ins Leben zu rufen. Hierfür wurden ehrenamtlich Tätige mit einbezogen, sowie Mitarbeitende in der Flüchtlingshilfe und des Projekts "Obdachlosigkeit verhindern". Dem SKFM war es wichtig, dass die betroffenen Frauen und Männer auf Menschen treffen, die sie bereits aus der Projektarbeit kennen. Damit jeder dasselbe erhält, werden die Tüten ähnlich gepackt. Auch einige Lebensmittel der Tafel werden in die Tüten gepackt. Die Menschen freuen sich über die Lebensmittel und den Kontakt.

Projekt 07

Projekt 07

Ü65 geht online

Aktion Neue Nachbarn, Ev. Gemeinde Klettenberg, Diakonisches Werk, Stadt Köln 

Die Einschränkungen durch Corona haben ältere Menschen veranlasst, sich mit den neuen Medien zu beschäftigen, um das Internet zu nutzen oder ein Videotelefonat mit ihren Angehörigen zu führen. Das Projekt „Ü65 geht online“ soll älteren Menschen Teilhabe an der digitalen Welt ermöglichen und ein GenerationenNetzwerk entstehen lassen. Es haben sich 30 Ehrenamtliche bereit erklärt, die 40 Seniorinnen und Senioren, die an dem Projekt teilnehmen, bei ihren ersten digitalen Schritten zu begleiten. Smartphones wurden gekauft, mit Prepaid-Karten ausgestattet und von den Helfenden individuell eingerichtet. Ein Engagierter erklärt einem älteren Menschen die grundlegende Nutzung und steht für Nachfragen zur Verfügung. Die Senioren, die bisher kein Smartphone haben, können sich für zwei Monate eins ausleihen, das für sie eingerichtet wird. Danach können sie das Smartphone zurückgeben oder zum Selbstkostenpreis erwerben.

Projekt 08

Projekt 08

Gruppe für Trennungskinder

Kirchengemeindeverband Sülz-Klettenberg

Trauerbewältigungsangebote gibt es für Kinder vor allem nach dem Tod eines Angehörigen. Eine Trennung der Eltern ist aber ebenso eine gravierende Verlusterfahrung, die ein Kind schwer belastet. Deshalb hat die katholische Kirche in Sülz und Klettenberg - die zu den Stadtteilen Kölns mit den meisten Alleinerziehenden gehören - mit zwei ausgebildeten Kindertrauerbegleitenden eine Kindergruppe mit gestalttherapeutischen Schwerpunkten für Trennungskinder eingerichtet. Die Kinder erhalten in der wöchentlich stattfindenden Gruppe altersgerechte Möglichkeiten, ihre Trauer über die Trennung der Eltern und den Verlust der heilen Familie zusammen mit gleichermaßen betroffenen Kindern auszudrücken. Sie haben in den Gruppen einen geschützten Raum, in dem sie offen sprechen können. 

Projekt 09

Projekt 09

Diversity Kits – Vielfalt gestalten

Caritasverband für die Stadt Düsseldorf e.V., Fachdienst für Integration und Migration

Zu einem gelungen Integrationsauftrag gehört neben der Beratung, die Schaffung von Formaten, in denen Menschen die Chance erhalten, sich zu begegnen. Wegen Corona musste ein neues Format entwickelt werden: Diversity-Kits, die Menschen unterschiedlicher Herkunft und Alters verschiedene Kunst- und Kulturangebote nach Hause bringen. Damit auch weiterhin ein kreativer Austausch stattfinden kann, sollen die DKs dazu animieren, in den eigenen vier Wänden aktiv kreativ zu werden. Das DK wird wöchentlich an die Interessierten überreicht. Die „Wundertüte“ beinhaltet alles, was man für das kreative Arbeiten zu Hause benötigt und richtet sich an junge Erwachsene, jung Gebliebene und Kinder. Beigefügt ist eine bebilderte Anleitung auf Deutsch, Englisch und Russisch. Zusätzlich gibt es Videotutorials. Da vor allem die Ergebnisse und der Austausch mit den Teilnehmenden von hohem Interesse sind, besteht die Möglichkeit, die Mitarbeiterinnen des Fachdienstes per WhatsApp zu kontaktieren.

Projekt 10

Projekt 10

Seniorenkochen

Kirchengemeinde Heilig Geist Ratingen-West

Seit Mai 2006 kocht die Caritasgruppe (entstanden aus dem PGR) jeden Donnerstag im Pfarrzentrum Heilig Geist für Senioren. Das wöchentliche Angebot der sechs Frauen wird von ca. 30 Gästen gut angenommen. Nicht nur die gemeinsame Mahlzeit wird dankbar begrüßt, sondern auch die Gelegenheit zum Gespräch und Informationsaustausch. Man kümmert sich umeinander: „Wer kann bei einem schwer verständlichen Briefwechsel mit einem Amt helfen?“, „Wer ist heute nicht da?“, „Ist jemand krank?“, „Wem geht es gerade nicht gut?“ Angebote für Senioren werden vorgestellt, Bekanntschaften und Freundschaften werden geknüpft und gepflegt. Auch auf die Festtage wird besonders eingegangen. Zur Freude der Senioren kommt auch schonmal der Kindergarten zum Singen vorbei.

Projekt 11

Projekt 11

Besuchsdienst im Hildegardis Krankenhaus

Erika Fickler und Pater Joachim Gloger SVD

Anfangs nur mit 4 Personen, dann immer mit einem größer werdenden Personenkreis von nunmehr ca. 15-16 Personen wurden und werden folgende Aufgaben übernommen: Damen und Herren besuchen in der Woche regelmäßig die Patienten auf den verschiedenen Stationen, führen Gespräche, fragen nach ihren Wünschen, gehen für sie einkaufen, manchmal auch Geld von der Bank holen, versorgen Patienten mit Kleidung, Nachtwäsche, wenn diese plötzlich ins Krankenhaus eingeliefert werden, versorgen auch Obdachlose über die eigene Kleiderkammer, fahren in die Wohnung um Sachen zu holen. Die Patientenbegleiterinnen und -begleiter beschäftigen sich darüber hinaus mit den Erkrankten indem sie beispielsweise malen und vorlesen (u.a. auf der Station Silvia für an Demenz Erkrankte) oder mit einem offenen Singen mit Gitarre oder Akkordeon. 

Projekt 12

Projekt 12

Grevenbroich-jetzt und hier-Hilfe für Risikogruppen vor Ort

Katholische Kirche in Grevenbroich und Romerskirchen, Gemeindecaritas

Das Projekt "Grevenbroich-jetzt und hier" basiert auf dem Dienst Alltagshelfer. Die Alltagshelfer unterstützen Menschen im Sozialraum und helfen in lebenspraktischen Situationen. Im Rahmen der Corona-Krise und des damit verbundenen Lock-Downs, entstand die Idee durch festgelegte Patenschaften alltägliche Unterstützungsleistungen, wie Einkäufe, Apotheken- und Botengänge anzubieten. Durch entsprechende Presseberichte, Aufrufe und Rundschreiben, meldeten sich zeitnah 115 freiwillige Helfende aus allen Gemeinden des Stadtgebietes, die als Alltagshelfer zur Verfügung standen. Durch positive Rückmeldung mittels Dankes- und Motivationsbriefen, wurde zu den Ehrenamtlichen ein Bezug hergestellt. Hierbei ist es unser erklärtes Ziel, ihnen anzubieten, in bereits bestehende Projekte oder neu zu entwickelnde Dienste eingebunden zu werden. Unter der Krise erwächst so die Möglichkeit einer sozialräumlich geprägten Zukunftswerkstatt.

Projekt 13

Projekt 13

Einkaufsdienst für Menschen ab 65+ und Risikogruppen

Kath. Kirchengemeindeverband St. Nikolaus / St. Joseph

Zu Beginn der Corona-Pandemie wurde auf Initiative der Messdienerschaft und der KjG ein ehrenamtlicher Einkaufshilfsdienst für ältere Menschen und Risikogruppen eingerichtet. Damit wollten die jungen Menschen ein Zeichen der Verbundenheit setzen. Im Laufe der Zeit wuchs die Gruppe der Helfenden immer mehr an - nicht nur Messdiener und Pfadfinder von St. Nikolaus, Helfer aus der evangelischen Kirchengemeinde sowie andere engagierte Mitmenschen haben ehrenamtlich für eine Gruppe von über 80 Senioren den Einkauf übernommen. Die vielen Gesprächen der Ehrenamtskoordinatorin mit den betroffenen Senioren und Seniorinnen brachte eine große Einsamkeit der Betroffenen ans Licht. Daraus ist nun als Folgeprojekt die Idee entstanden, einen Telefondienst gegen die Einsamkeit zu gründen, der von ehrenamtlich Tätigen übernommen wird und ein Zeichen gegen Vereinsamung setzen möchte.

Projekt 14

Projekt 14

Wir für Demokratie

SKFM Mettmann

Im SKFM Mettmann wirkt seit 2019 eine politische Gruppe, in der sich Mitarbeitende der verschiedenen Fachbereiche mit dem Ziel engagieren, politische Themen, die gesellschaftliche Relevanz haben, für den SKFM Mettmann aufzuarbeiten. Erstes Thema: „Stammtischparolen“. Entstanden ist eine umfangreiche und aussagestarke Broschüre zu rechten Parolen. Mitarbeitende sollen so sprachfähig gemacht werden, wenn ihnen Rassismen begegnen. Zur praktischen Verdeutlichung hat der SKFM Mettmann einen Demokratie-Tag durchgeführt. Das inklusive Angebot richtete sich sowohl an Mitarbeitende aus den verschiedenen Fachbereichen als auch an Klienten des Sozialpsychiatrischen Zentrums. Neue Gesprächstechniken im Umgang mit rassistischen Aussagen wurden vermittelt und eingeübt, damit man sich in Gesprächssituationen nicht ohnmächtig fühlt, sondern mit den erlernten Skills aktiv den eigenen Standpunkt zu vertreten lernt. 

Projekt 15

Projekt 15

"Quarantäne Engel Frechen" werden zu "Engel auf drei Rädern"

Katholische Pfarreiengemeinschaft Frechen

Als sich im März 2020 die ersten Menschen in Quarantäne begeben mussten, hat sich die Pfarreiengemeinschaft Frechen ein kontaktloses Konzept überlegt, um Menschen mit Einkäufen, Besorgungen aus der Apotheke oder Büchern zu versorgen. 151 „Quarantäne Engel“ aus allen Ortsteilen Frechens haben sich zur Verfügung gestellt, sich in der Nachbarschaftshilfe einzubringen. Durch die Vielzahl der Engagierten, baut die Pfarreiengemeinschaft nun eine mobile und nachhaltige Nachbarschaftshilfe auf. Dabei werden ehrenamtliche "Engel auf drei Rädern", mit einem Lastendreirad Piaggio APE 50, ausgestattet, das als Cafe´ zu bestimmten Zeiten in die Ortsteile fährt. Rund um die APE wird Gemeinschaft erlebbar, es können Hilfebedarfe in nachbarschaftlichen Bereichen entgegengenommen und ehrenamtlich Engagierte vermittelt werden, die z.B. beim Einkauf, Arzt und Spazieren begleiten oder einfach Gemeinschaft leisten. Die "Engel" haben ein offenes Ohr und sind ausgestattet mit Informationen zu Beratungsstellen und können weitervermitteln.

Projekt 16

Projekt 16

In die erste Reihe treten! Qualifizierung und Vernetzung von inklusiven Trainerteams

DJK Sportverband - Diözesanverband Köln

Sozial benachteiligte Menschen spielen in unserer Gesellschaft immer noch eine geringe Rolle. Angemessene Qualifikationen, ermutigende Beispiele oder Netzwerke fehlen. Ein weiteres Problem besteht darin, dass sie in ihren Referenz- und sozialen Bereichen verankert sind und selten den Sprung in neue Beziehungen und Netzwerke schaffen. Dies ist jedoch wichtig, um ein anderes Selbstbild und eine andere Rolle als aktiv handelnde und gestaltende Person zu entwickeln. Im Projekt werden junge Menschen in einer inklusiven Qualifikation zu Sportassistenten ausgebildet. In der Gruppe, zu der Menschen aus den Bereichen Behindertenhilfe, Flüchtlings- und Integrationsarbeit sowie Berufsschulen gehören, werden Kernkompetenzen wie Empathie, Vertrauen, Kommunikation, Übernahme von Verantwortung und organisatorische Fähigkeiten besonders geschult. Nach der 30-40 Lerneinheiten umfassenden Qualifikation werden aus den Teilnehmenden Trainerteams gebildet. Diese sind in Sportvereinen und gesellschaftlichen Veranstaltungen vernetzt, wo sie unter Anleitung eines Trainers eigenständig Trainings- und Übungseinheiten übernehmen können.

Projekt 17

Projekt 17

Masken Manufaktur Odenthal

Kath. Pfarrgemeinde St. Pankratius Odenthal

Mit Beginn der Coronakrise und den fast schlagartig „auf Null“ gefahrenen Kontakten und Begleitungen von Geflüchteten, entstand der Gedanke der Masken Manufaktur. Ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe und der sozialen Arbeit in der Pfarrei engagierte Menschen wollten nicht untätig abwarten, sondern aktive Unterstützung in den Erfordernissen der jetzigen Situation leisten. Unter Wahrung einzuhaltender Regeln und mit viel Einsatz im privaten Bereich wurden rund 1000 Alltagsmasken genäht. Hier waren sowohl Kreativität als auch Organisationstalent nötig, um die vielen Stoffspenden zu kanalisieren und vor allem galt es, Alternativen zu entwickeln, denn Gummiband war verschwunden vom Markt. Aber Not macht erfinderisch und so ist es uns gelungen, die Kitas, das Seniorenheim, die Obdachlosenhilfe in Bergisch Gladbach und Köln, die offenen Suppenküche in Bergisch Gladbach, das Pastoralteam und Bedürftige in zwei weiteren Pfarreien mit Masken zu unterstützen.

Projekt 18

Projekt 18

Der Wohnführerschein

Caritasverband für die Stadt Bonn e.V.

Die akute Wohnraumknappheit hat die Konkurrenz auf dem Wohnungsmarkt drastisch erhöht. Das Projekt richtet sich an alle Wohnungssuchenden mit und ohne Migrationshintergrund, die konkrete Hilfe und Unterstützung brauchen. Ziel ist es, diese fit für den Wohnungsmarkt zu machen und die Chancengleichheit bei der Wohnungssuche zu erhöhen. Zusammen mit kooperierenden Institutionen wurde eine Kursreihe konzipiert, die alle nötigen und aktuellen Informationen zum Thema Wohnungssuche und Mietwohnung vermittel wie beispielsweise zu Rechten und Pflichten der Mieter/Vermieter, Strom und Heizkostenabrechnungen, Nebenkosten, Mieterhöhungen, Mülltrennung. Die Teilnehmenden erhalten am Ende den „Wohnführerschein“. Vermieter können sich durch die Vorlage dieses Dokuments davon überzeugen, dass sich der Mietinteressierte mit Rechten und Pflichten auseinandergesetzt hat und die üblichen Regelungen und Verhaltensweisen kennt. Darüber hinaus besteht für die Wohnungssuchenden nach Beendigung des Kurses die Möglichkeit, durch Ehrenamtliche bei der Wohnungssuche unterstützt zu werden.

Projekt 19

Projekt 19

Fußball spricht eine Sprache - Interkulturelle Fußballmannschaft

Caritasverband Euskirchen, SC 1928 Roitzheim

Fußball verbindet die Menschen wie kaum ein anderes Thema. Was liegt also näher, als diesen Sport, der überall unabhängig von Kultur, Religion und Sprache die Menschen begeistert, zur Integration von Fremden in die kleinstädtische Gemeinschaft zu nutzen. Der SC 1928 Roitzheim und 2 ehrenamtliche Trainer/Betreuer konnten gemeinsam mit der Integrationsagentur weitere Unterstützende für die Idee begeistern und so begann das erste Training mit 19 Spielern aus 11 Ländern im Februar 2019. Im Laufe der folgenden Monate bildete sich eine Mannschaft mit 20 Spielern aus Deutschland, Syrien, Iran, Irak, Guinea, Gambia und Spanien. Die junge Mannschaft fand überraschend schnell zueinander. Sprachbarrieren, kulturelle Unterschiede und „Ballverliebtheiten“ wichen dem gemeinsamen Ziel des sportlichen Erfolgs. So ging die Mannschaft ohne Niederlage als Herbstmeister in die Winterpause und steht nun als Aufsteiger in die Kreisliga B fest.

Projekt 20

Projekt 20

Bewegter Kirchort St. Engelbert Solingen

Veranstaltergemeinschaft „bewegter Kirchort“

Es bewegt sich viel auf dem Kirchgelände von St. Engelbert. Das Gelände verfügt über eine Boulebahn, seit Juni 2020 über einen Erlebnispark mit „Himmelsleiter“ und 3 unterschiedlich schwierigen Kletterbäumen, einem Grillplatz und einer Freifläche zum Spielen und Bewegen sowie einem Mehrzweckraum in einem Bungalowanbau für Workshops, Treffen für Gruppen und eine kleine Küche, alles behindertengerecht erreichbar. Hier bewegt Kirche und ist ein Ort der Ermöglichung. Im besonderen Fokus liegt die generationsübergreifende Arbeit. Der Standort St. Engelbert verbindet mit seinen Angeboten Jung mit Alt. Durch z.B. die Nutzung der Boulebahn und dem Kletterangebot vor Ort, findet direkte Begegnung und Kontakt unter Menschen statt, die sich von Kirche ansprechen lassen wollen. Workshop-Angebote, die re-gelmäßig stattfinden, sind bewusst breit aufgestellt, um Menschen mit verschiedenen Interessen und aus unterschiedlichen Generationen anzusprechen.

Projekt 21

Projekt 21

Ehrenamtlerkreis St. Michael Neschen

Kath. Pfarrgemeinde St. Michael

Die Ehrenamtler von St. Michael haben sich zusammengefunden, um die Arbeiten, die rund um und in der Kirche zu tätigen sind, gemeinsam zu übernehmen: Die Kirche wird jeden Tag bei Sonnenaufgang aufgeschlossen und bei Sonnenuntergang abgeschlossen. Tagsüber finden viele Besucher für sich selbst somit ruhige Zeit zum privaten Gebet. Die Küsterdienste werden unter sieben Mitarbeitenden aufgeteilt, die die Geistlichen u.a. bei Messen, Beerdigungen, Taufen, Messen für Kommunionkinder, Bitprozession, Fronleichnamsprozession und Messen zu besonderen Ehejubiläen unterstützen. Zusätzlich kümmert sich der Ehrenamtlerkreis um Instandsetzungs- und Gartenarbeiten sowie um den Blumenschmuck in der Kirche. Vom 1. Advent bis 4. Februar werden von zwei ehrenamtlich Engagierten eine aufwendige Krippenlandschaft mit 8 wechselnden Szenen gestaltet.

Projekt 22

Projekt 22

Kräutergarten St. Servatius

Pfarrgemeinde St. Servatius

Der Kräutergarten hinter der Kirche St. Servatius in Bornheim lädt zu Begegnung, Austausch und - mit seinem Duft - zum Genießen ein. Seit Beginn letzten Jahres treffen sich Jugendli-che (Pfadfinder), Frauen, Männer aus verschiedenen Stadtteilen Bornheims und den Nach-barschaftsgemeinden Alfter und Wesseling sowie Flüchtlingsfrauen und arbeiten in dem Gar-ten, tauschen Kräuterwissen aus und stellen mit den Kräutern des Gartens Produkte her. Für viele ist der Garten ein Ort geworden, der der Seele guttut. Auch ein Bücherschrank steht im Garten jedem zur Verfügung. In Zukunft soll hier auch die Möglichkeit zum Austausch über Themenbereiche wie Kräuter, Gesundheit, Bewahrung der Schöpfung, Kultur und Glauben geschaffen werden. Mit diesem Projekt wurde ein lebendiger Ort in Bornheim geschaffen, an dem sich Menschen unterschiedlichen Alters, verschiedener Konfessionen (oder auch ohne Konfession) und Kulturen begegnen.

Projekt 23

Projekt 23

Corona-Hilfen

Kölsch Hätz, Caritasverband für die Stadt Köln e.V., Diakonisches Werk Köln und Region gGmbH

Aufbauend auf den Erfahrungen der klassischen, ökumenischen Nachbarschaftshilfe „Kölsch Hätz“, in der sich seit 23 Jahren Ehrenamtliche für Nachbarn in ihrem Veedel engagieren, wurde ein neuer, bedarfsgerechte Hilfsdienst entwickelt, „die Kölsch Hätz Coronahilfen“. Die Welle der Hilfsbereitschaft war in den ersten Wochen überwältigend: Es meldeten sich in kürzester Zeit ca. 700, vorwiegend jüngere, Kölnerinnen und Kölner. Mit Einkaufsdiensten, Botengängen und Telefonaten wollten sie die Menschen in ihrer Nachbarschaft nicht alleine lassen. Als erste Anlaufstelle wurde eine Hotline für Hilfssuchende sowie eine E-Mail-Adresse für Ehrenamtliche eingerichtet und in Köln durch intensive Öffentlichkeitsarbeit bekannt gemacht und mit Hilfe von vielen internen und externen Kooperationspartnern (z. B. Stadt Köln, Seniorennetzwerke, Seniorenberatungen, Begegnungszentren in den Veedeln) verbreitet. 

Projekt 24

Projekt 24

Café Digital

Katholische Kirchengemeinde St. Antonius

An jedem dritten Mittwoch im Monat treffen sich wissbegierige Seniorinnen und Senioren im Kolpingsaal in der Bernhard-Letterhaus-Straße in Barmen mit ihren Handys, Smartphones, Laptops und Tablets zum gemeinsamen Erfahrungsaustausch bei Kaffee und Plätzchen im Café-Digital. Hier ist guter Rat nicht teuer, sondern kostenlos. Und der wird von Experten aus dem In- und Ausland gegeben. So beispielsweise von Jeyakamarasurriyan Prakash aus Sri Lanka, der ausgewiesener IT-Spezialist ist und hofft, dass er bald in Deutschland eine seiner Qualifikation entsprechende Anstellung findet. Gern setzt er sich zu den Senioren und weiht sie in eine hilfreiche Verwendung ihrer Smartphones ein. Dies ist oft der einzige Weg, am so-zialen Leben weiter teilzunehmen, beispielsweise wenn Verkehrsbetriebe darauf vertrauen, dass ihre Fahrgäste sich am Smartphone „schlau machen“, wann der Bus kommt.

Projekt 25

Projekt 25

Lesemarathon

Erzbischöfliche Ursulinenschule Köln, Gymnasium und Realschule (Elisabeth Lammering)

86 Schülerinnen von Gymnasium und Realschule der Jahrgänge 5-7 haben sich in diesem Schuljahr am Lesemarathon beteiligt. Die Teilnehmenden wählen eine beliebige Anzahl von Büchern aus und haben vier Wochen Zeit, um diese zu lesen. Eltern, Verwandte und Freunde werden vorab um eine Spendenzusage in einer bestimmten Höhe gebeten. Ein Kontrollbogen für knappe Informationen zu jedem Buch soll sicherstellen, dass die Bücher auch tatsächlich gelesen werden. Zum einen findet dadurch eine Leseförderung statt und zum anderen wird mit den erlesenen Spenden eine private Mädchenschule im nordpakistanischen Bagrot-Tal unterstützt.

Projekt 26

Projekt 26

Alltagshelden gesucht - Sozialpraktikum des SKFM Oberberg e.V.

SKFM Oberberg e.V.

Seit 2018 können Jugendliche der 8./9. Klassen beim SKFM Oberberg e.V. an einem Sozial-praktikum an Schulen teilnehmen und sich durch wöchentliche Besuche in einem Senioren-heim ehrenamtlich engagieren. Das Angebot wird so gut angenommen, dass in diesem Schuljahr 55 Jugendliche aus 3 Schulen in Begleitung einer Pädagogin mitmachen und Men-schen in 6 verschiedenen Seniorenheimen besuchen. Sie basteln, spielen und feiern gemeinsam, führen Gespräche, lernen sich beim „speed-dating“ kennen, unternehmen Rollstuhlspaziergänge und haben einen eigenen Chor gegründet. Wegen Corona wurden von den Jugendlichen vor Ostern 800 Häschentüten gebastelt, die in den Seniorenheimen als kleiner Gruß gegen die Einsamkeit verteilt wurden. Einige Jugendliche haben Videobotschaften für die Bewohnenden aufgenommen oder Orden als Anerkennung für die Mitarbeitenden der Seniorenheime gebastelt. In einem der Häuser wird in den Sommerferien ein kleines Konzert im Hof organisiert.

Projekt 27

Projekt 27

Mini Tabu

Kath. Kirchengemeinde St. Thomas Morus Bonn

„Mini Tabu“ ist ein Ferienangebot für 8 – 12-jährige Kinder aus dem Bonner Norden, deren Familien sich keinen Urlaub leisten können. Die Wochen sind geprägt durch viele unterschiedliche Workshop-Angebote im kreativen und sportlichen Rahmen, in denen auch der Aspekt der Wissensvermittlung nicht zu kurz kommt. Die Kinder haben so die Möglichkeit, die täglich wechselnden Angebote zu nutzen und Neues auszuprobieren. Zum Tagesablauf gehören auch gruppendynamische Elemente. In den letzten Jahren kam von den Kindern die Rückmeldung, dass sie neben den verschiedenen Angeboten die regelmäßigen Mahlzeiten am meisten geschätzt haben, die sie von Zuhause nicht kennen. Ein ehrenamtliches Leitungsteam aus Messdienerinnen und Messdienern, KjG, KSJ und aus der Schülervertretung des örtlichen Gymnasiums ist für die Planung und Durchführung verantwortlich. 

Projekt 28

Projekt 28

WANTED - Caritasprojekt "Jes-Jugend engagiert sich"

Caritasverband Düsseldorf e.V.

Das Caritasprojekt „Jes-Jugend engagiert sich“ wirbt seit 2008 für ehrenamtliches Engage-ment von 13-18jährigen Jugendlichen an Haupt- und Gesamtschulen. Kurz vor den Som-merferien wurde das Ehrenamts-Gesuch WANTED bezüglich eines Corona-Einkaufsservice für Senioren ausgerufen. Eine Mail an sieben Schulleitungen und Schulsozialarbeiter führte dazu, dass über Multiplikatoren, Jugendliche zum Mitmachen motiviert wurden. Sich einmal wöchentlich für zwei Stunden für alte Menschen einzusetzen, fand positive Resonanz bei Schülerinnen, Schülern und Eltern. Die grundsätzliche Idee hinter „Jes“ ist es, junge Leute auf spontan und zeitlich befristetes ehrenamtliches Engagement neugierig zu machen und ihnen dadurch die Chance einzuräumen, Neues zu erleben.

Projekt 29

Projekt 29

Kinder-OASE

Katholische Jugendagentur Wuppertal gGmbH (KJA)

Die Kinderstadt ist ein zweiwöchiges spielerisches Bildungsangebot und angelehnt an die Strukturen einer echten Stadt. Dort können spielerisch unter anderem ökonomische Aspekte, aber auch die Funktionsweise von Gemeinwesen und Demokratie kennengelernt und erlebt werden. In der Kinder-OASE ist es Kindern möglich, als „Erwachsene“ ihre Stadt zu gestalten und damit quasi ihrem stadtplanerischen Potential und somit ihren Wünschen und Bedürfnissen Ausdruck zu verleihen. Durch das politische Gremium in der Kinder-OASE, den „OASEN-Rat“ lernen die Kinder auf spielerische Art und Weise, was Demokratie ausmacht. Jedes Kind hat eine Stimme und darf andere Kinder in das fünfköpfige Gremium wählen, selbstverständlich basierend auf den vorangegangenen Wahlkampf. Über die Kinderstadt ei-gene Währung und den Produktions- sowie Konsummöglichkeiten erfahren die Kinder die Bedeutung von Arbeit und Freizeit. Die Einzelhandels-, Dienstleistungs- und Produktionsstruktur in der Kinderstadt macht kindgerecht komplexe Systeme erlebbar.