Rückblick Elisabeth-Preis 2018

Elisabethpreis 2018

Vor mehr als 330 Gästen hat die CaritasStiftung im Erzbistum Köln am Montagabend in der Kölner Flora zum 22. Mal den Elisabeth-Preis verliehen. Insgesamt 9.000 Euro gingen an Projekte und Initiativen, die sich durch herausragendes soziales Engagement auszeichnen.

Die Seniorentagesstätte Blumenhof in Bonn, kurz „SenTaBlu“, durfte sich über den ersten Preis und damit über ein Preisgeld von 2.500 Euro freuen. Nicht nur finanziell eine große Motivation für die Begegnungsstätte im Bonner Macke-Viertel, die immer wieder von der Schließung bedroht ist. Hier finden täglich rund 40 ältere Menschen Gemeinschaft und altersgerechte Beschäftigung. Viele von ihnen sind dringend auf die dort angebotene warme Mahlzeit und die Lieferung von Lebensmitteln der Bonner Tafel angewiesen.

Die Gewinner und Nominierten 2018

SenTaBlu – Seniorentagesstätte Blumenhof, Bonn

Älteren zum Großteil sehr armen Menschen bietet SenTaBlu als Nachbarschaftstreff eine Anlaufstelle, um ein warmes Mittagessen gemeinsam zu essen, gemeinsam Feste zu feiern, gemeinsame Ausflüge zu unternehmen, beim Brunchen am Freitag zu klönen, am Mittwoch die Gaben der Tafel mitnehmen zu können, Gedächtnistraining, Sitzgymnastik, Fußpflege, Näh- und Flickarbeiten zu erhalten, gemeinsam Bingo zu spielen und zu singen etc..
Getragen und verwirklicht wird SenTaBlu ehrenamtlich durch Mitarbeitende, welche das Angebot auch selbst nutzen und die hierin im Alter trotz geringer finanzieller Möglichkeiten eine wichtige Aufgabe und Beschäftigung finden. Unterstützt werden sie durch die Zuarbeit von Gemeindemitgliedern, Gremien und Hauptamtlichen der Gemeinde St. Petrus.

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"Wenn die Seele Sorge trägt"

Die Flughafenseelsorge ist seit vielen Jahren eine wichtige Anlaufstelle für große und kleine Krisen am Flughafen. Doch das Konzept der ökumenischen Flughafenseelsorge Düsseldorf ist neu. Seit Oktober 2016 arbeiten die Flughafen Düsseldorf GmbH, der evangelische Kirchenkreis und die katholische Stadtkirche Düsseldorf Hand in Hand mit einem eigenen Counter in der Abflughalle Terminal A. Damit ist der Düsseldorfer Flughafen einer von zwei Flughäfen in Deutschland, der seelsorgerische Hilfe so prominent und für alle leicht zugänglich anbietet. Der Schalter ist täglich von 10-17 Uhr und über telefonische Rufbereitschaft erreichbar. Er steht allen Menschen offen, egal welcher Religion, Kultur oder Staatsangehörigkeit. Die Verwaltung liegt in der Hand der Diakonie Düsseldorf.

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Lebensnah - aktiv vor Ort

Menschen miteinander in Kontakt zu bringen, sozial-caritatives Engagement vor Ort zu fördern, den Sozialraum aus christlichem Geist aktiv mitzugestalten, sind die Ursprungsideen der Gemeindesozialstelle „Lebensnah – aktiv vor Ort“. Monatlich wird seit Mitte 2017 ein Mittagstisch für ältere Breniger angeboten. Freiwillige organisierten ein großes Willkommensfest mit über 125 Bürgerinnen und Bürgern/Flüchtlingen. Gezielt werden Veranstaltungen angeboten, wie zum Thema „Notfallmappe“, „Schutz vor Einbruch“, „Vorsorgevollmacht“, usw. oder Nachmittage zum geselligen Beisammensein unter dem Motto: „Weißt Du noch? – ein Bilderabend aus vergangenen Zeiten“! Daneben gibt es Nähkurse für Kinder und Erwachsene oder Märchenabende für Erwachsene. Für Klein- und Kleinstkinder gibt es seit einem Jahr eine Initiative von jungen Eltern mit einer Waldspielgruppe und einer Krabbelgruppe im Pfarrheim.

Wer nach Brenig zieht, bekommt eine Begrüßungsmappe bei einem persönlichen Hausbesuch überreicht. Sie enthält Informationen zum Ort, zu den Vereinen und Traditionen, den katholischen und evangelischen Gemeindebrief sowie Gutscheine der ortsansässigen Unternehmen. Und man erfährt aus erster Hand, wo man sich im Ort engagieren kann, aber auch wo es z.B. Hilfe in besonderen Lebenslagen gibt. Und demnächst soll das Engagement ausgebaut werden. So hat die Mitgliederversammlung den Überlegungen des Vorstandes zugestimmt, durch die Schaffung einer Stelle „Young Brenig“, das Engagement im Jugendbereich auszubauen.

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„Antirassistische Stadtrundgänge“

Die ANTIRASSISTISCHEN STADTRUNDGÄNGE richten sich an Schulklassen ab der achten Klasse, Jugendgruppen, Studierende und andere Interessierte und werden in den Städten Köln und Münster durchgeführt. Ziel ist es, junge Menschen für das Thema Rassismus zu sensibilisieren und zu einer kritischen Auseinandersetzung mit der Situation geflüchteter Menschen in Deutschland und der Gefahr von Rassismus heranzuführen. In vier interaktiven Stationen werden die Themen Alltagsrassismus, Deutsches Asylsystem, EU-Grenzabschottung und Globale Ungerechtigkeit erarbeitet und diskutiert. Die Stationen stehen immer in Bezug zu den jeweiligen Orten. So wird das Thema Alltagsrassismus beispielsweise am Kölner Hauptbahnhof erarbeitet und die Station zur Globalen Ungerechtigkeit wird am Schokoladenmuseum mit Blick auf den Rheinauhafen, die Kranhäuser und große Firmen wie Microsoft durchgeführt.

Die ERFAHRUNGEN MIT DEM PROJEKT sind bislang absolut positiv. Zum einen waren die Schülerinnen und Schüler, die Lehrkräfte und die anderen Teilnehmenden sehr begeistert. Sie konnten Ihren Begriff von Rassismus ausbauen und neben Alltagsrassismus auch ihr Verständnis und ihre Sensibilität für strukturellen und institutionellen Rassismus erweitern. Zum anderen haben auch die Veranstalter der Rundgänge immer wieder die Gelegenheit aktuelle und kritische Einblicke in den Themenbereich zu nehmen, sich fortzubilden und mit jungen Menschen ins Gespräch zu kommen.

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„IMPF DICH“

„Impf Dich“ ist ein Netzwerk aus Medizinstudenten, jungen Ärzten und Studenten fachnaher Disziplinen, die sich gemeinsam für Impfaufklärung einsetzen. Ziel ist, dass jeder junge Mensch die Wichtigkeit von Impfungen erkennt, den eigenen Impfpass lesen und mit fundierten Argumenten an einer Impfdebatte teilnehmen kann – gerade auch Flüchtlinge und sozial Benachteiligte, die oftmals nicht informiert sind. Impfen soll wieder als soziale Verantwortung wahrgenommen werden.
Kernmaßnahme der Initiative sind interaktive Vorträge in Schulen und Flüchtlingsheimen. Diese haben eine Dauer von 90 und 120 Minuten und sind für alle Institutionen kostenfrei. In der Regel besuchen zwei bis drei speziell ausgebildete Medizinstudenten eine Schulklasse der Stufe 9 bis 12, bzw. eine Gruppe interessierter Flüchtlinge und behandelt Impf-Themen, wie beispielsweise „Grundlagen der Immunologie“, „Mechanismus einer Impfung“ und „Impfen als soziale Verantwortung“. Das Projekt stößt auf große Zustimmung, sodass sich bereits weitere Lokalgruppen in Köln und Düsseldorf formieren. Als einzige Initiative dieser Art bietet das Projekt "IMPF DICH" Informationen online auf Arabisch an, denn Impfen geht jeden an. (Alles mehrsprachig abrufbar unter impf-dich.org oder get-vaccinated.com).

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Studentisches Forum für Integration und Bildung (FIB)

Das „Studentische Forum für Integration und Bildung (FIB)“ e. V. wurde 2009 von Studierenden der Universitäten Köln und Bonn gegründet und hat seitdem seine Reichweite weiter ausgebaut. Aktuell kooperiert FIB mit neun Kölner Haupt-, Real- und Gesamtschulen sowie Berufskollegs, an denen sich 95 TutorInnen engagieren.
Das Anliegen des Vereins ist, motivierte Jugendliche zu unterstützen, die zusätzliche Förderung wünschen und sich eine kommerzielle Nachhilfe nicht leisten können. In Anbetracht der aktuellen Flüchtlingssituation engagiert sich das FIB seit Januar 2016 zusätzlich in sog. Vorbereitungsklassen (V-Klassen) und Internationalen Förderklassen, um die schulische Integration neu zugewanderter SchülerInnen zu unterstützen. Das Engagement der Studentinnen und Studenten im FIB ist ehrenamtlich.

In Zusammenarbeit mit den Partnerschulen organisiert das FIB Nachhilfetutorien. Die ehrenamtlich engagierten Studierenden gehen einmal pro Woche in ihre Einsatzschule und geben dort ein Tutorium in einem der Kernfächer Deutsch, Mathematik oder Englisch. Die 90-minütigen Tutorien finden im Anschluss an den regulären Unterricht statt und werden von zwei bis vier Schülerinnen und Schülern aus der Sekundarstufe I besucht. Durch die Arbeit des FIB erhalten sozial benachteiligte und neu zugewanderte Schülerinnen und Schüler Förderung und die Tutorinnen und Tutoren erlangen wertvolle Erfahrungen und können sich im besten Fall auf ihren Berufseinstieg vorbereiten.

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Hinweis

Die Bewerbungsphase für den Elisabeth-Preis 2019 läuft noch bis zum 26. Juli 2019. Bewerben Sie sich hier!

Wir freuen uns auf Ihre Projekte!