Suchen & Finden

 

Aktuelle Meldungen

Viele schwerbehinderte Fachkräfte warten auf ihre Chance
19.06.2018 - Jeder vierte Job für Schwerbehinderte bleibt in NRW unbesetzt
Ausbildung und Arbeit sind Schlüssel zur Integration
19.06.2018 - Mehr als 4200 junge Geflüchtete in NRW suchen einen Ausbildungsplatz. Flüchtlingshilfe vermittelt 325 Jobpatenschaften
Rhein-Schifffahrt mit Kardinal Woelki
14.06.2018 - „MS RheinFantasie“ fährt mit Priestern, Ordensschwestern und pastoralen Mitarbeitern von Köln nach Linz
Die ersten Kinder haben ihr Seepferdchen
01.06.2018 - Teilhabe per Schwimmkurs - das ist das Ziel der Caritas-Aktion Delfin-Freunde. Sie fördert Schwimmkurse für ärmere Kinder
Caritas und Diakonie starten Sommersammlung 2018
30.05.2018 - Erlös fließt in lokale Kirchen-Projekte und -Initiativen

Fatale Schieflage in der Bildung

Caritas-Bildungsstudie: Zahl der Schulabgänger ohne Hauptschulabschluss in NRW weiter auf hohem Niveau
4. Juli 2017; (presse@caritasnet.de)

Köln. Jeder 17. Jugendliche in Nordrhein-Westfalen (5,8 Prozent) verlässt die Schule ohne einen Abschluss. Dies zeigt eine aktuelle Caritas-Studie, für die aus allen kreisfreien Städten und Kreisen die Daten aus dem Jahr 2015 ausgewertet wurden. Damit stagniert diese Zahl bereits seit Jahren auf unverändert hohem Niveau. „Es ist ein Armutszeugnis für die Bildungspolitik, dass es ihr über Jahre nicht gelungen ist, die Zahl der Schulabgänger ohne Abschluss zu senken“, so Dr. Frank Joh. Hensel, Diözesan-Caritasdirektor im Erzbistum Köln.

Bundesweit stieg der Anteil der Schulabgänger ohne Hauptschulabschluss zuletzt sogar an: auf 5,9 Prozent (2014: 5,7 Prozent; 2013: 5,6 Prozent).

In den Kreisen und Städten in NRW ist das Bild unterschiedlich. Während in Köln die Quote 2015 im Vergleich zum Vorjahr konstant geblieben ist (5,8 Prozent), sank die Zahl der jungen Menschen ohne Hauptschulabschluss in Düsseldorf deutlich von 8,0 Prozent (2014) auf 5,7 Prozent (2015). Im Kreis Mettmann hat sich dagegen die Situation mit 5,3 Prozent Schulabgängern ohne Abschluss im Vergleich zu 2014 (3,7 Prozent) merklich verschlechtert.

Die Studie zeigt: Mit der sozialen Not durch Arbeitslosigkeit in einer Stadt oder einem Kreis steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Jugendliche die Schule ohne Abschluss verlassen. „In kaum einem anderen europäischen Land ist Bildungserfolg so eng an die sozialen Verhältnisse gekoppelt wie in Deutschland“, so Hensel. „Dieses frühe Abschichten ist Ausdruck einer fatalen Schieflage auf dem Bildungssektor mit enormen Auswirkungen auf die Zukunftschancen von Kindern aus benachteiligten Familien.“

So bekämen Kinder aus armutsgefährdeten Haushalten eher schlechtere Noten, selbst wenn die Leistungen denen anderer Klassenkameraden entsprechen. Hensel: „Die Wahrscheinlichkeit, dass arme Kinder eine Empfehlung fürs Gymnasium bekommen, ist vier Mal geringer als bei Kindern aus einkommensstärkeren Familien. Das ist unnatürliche Selektion.“

Info: Die Caritas wertet die Zahlen der Schulabgänger ohne
Abschluss seit 2011 jährlich für alle Städte und Kreise aus. Alle Daten sind hier nachzulesen:

www.caritas.de/bildungschancen

 

Zurück