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Fünf Bewerber auf vier Stellen: NRW braucht mehr Ausbildungsplätze!

Woche der Berufsbildung: Caritas fordert bessere Chancen für Jugendliche, die in der Arbeitswelt nicht mithalten können
17. November 2017; presse@caritasnet.de

Köln. Die Beschäftigung boomt, doch die Ausbildung bröckelt. Das gilt vor allem für junge Menschen, die in der klassischen Arbeitswelt nicht mithalten können. Zum Start der „Europäischen Woche der Berufsbildung“ (20. bis 24. November) fordert der Kölner Diözesan-Caritasverband Arbeitgeber auf, verstärkt auszubilden. Hintergrund sind aktuelle Zahlen der Bundes-agentur für Arbeit: Danach standen 2016/2017 in NRW 136.973 Ausbildungssuchende lediglich 110.891 freien Lehrstellen  gegenüber – im Schnitt kamen also fünf Bewerber auf vier  Ausbildungsplätze.

„NRW braucht mehr Ausbildungsplätze. Wir müssen jungen  Menschen genug Auswahl und damit echte Zukunftschancen  bieten“, sagt Andrea Raab, Arbeitsmarkt-Expertin beim Kölner Diözesan-Caritasverband. Jugendliche, die erfolglos auf Lehrstellensuche sind – 2016/2017 waren es 22.617 – landen häufig ohne konkrete Perspektive in Jobs ohne Ausbildung.

Um die Qualifizierung voranzutreiben, sind aber nicht nur mehr Ausbildungsbetriebe notwendig. Besondere Beachtung verdienen auch Menschen mit schlechten Vermittlungschancen: „Die Politik muss gemeinnützigen Qualifizierungs- und Beschäftigungsbetrieben wie etwa Radstationen oder Second-Hand-Läden neue Handlungsmöglichkeiten zu fairen Wettbewerbsbedingungen eröffnen“, so Raab. Nur mit grundlegenden Änderungen im Sozial- und Steuerrecht könnten diese Betriebe ihre Anstrengungen für Benachteiligte weiter verstärken.

Wichtig sind für Raab spezielle Ausbildungsangebote für leistungsschwächere Jugendliche oder Geflüchtete. „Teilqualifizierungen und nachholende Berufsausbildungen müssen von der Wirtschaft noch viel mehr als bisher akzeptiert und bereitgestellt werden“, so Raab.

In den Diensten und Einrichtungen der Caritas im Erzbistum Köln (u.a. Kindergärten und Altenheime) ist die Zahl der Azubis seit 2010 um mehr als 20 Prozent gestiegen: von 3.340 auf 4.039.

 

Der Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln e.V. ist der Dachverband der katholischen Wohlfahrtspflege im Erzbistum Köln. Ihm sind 250 Mitglieder als Träger von mehr als 2.000 Diensten und Einrichtungen im Rheinland und den angrenzenden Kreisen angeschlossen. Das Spektrum reicht von Krankenhäusern über Altenheime bis zu Kindergärten und Beratungsstellen, wie etwa Schwangerschafts- oder Schuldnerberatung. Der Diözesan-Caritasverband berät seine Einrichtungen und Dienste in wirtschaftlichen Fragen und vertritt sie in Kirche, Gesellschaft und Politik. 

 

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