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Viele müssen leider draußen bleiben: Bezahlbarer Wohnraum dringend gesucht!

Wohnungslosigkeit in Deutschland trifft vermehrt Frauen. Caritas fordert mehr öffentlich geförderte Wohnungen.
16. Oktober 2017; presse@caritasnet.de


Köln. Immer mehr Menschen haben in Deutschland kein eigenes Zuhause. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAG W) schätzt, dass derzeit rund 500.000 Menschen über keinen mietrechtlich abgesicherten Wohnraum verfügen. Mangelware sind dabei geeignete Quartiere: „Es fehlt an bezahlbarem Wohnraum. Deshalb fordern wir eine Wohnungspolitik, die sich wieder auf einkommensschwache Haushalte konzentriert“, so Andreas Sellner, Experte für Wohnungslosenhilfe im Kölner Diözesan-Caritasverband und BAGW-Präsidiumsmitglied, anlässlich des Internationalen Tages für die Beseitigung der Armut am 17. Oktober.


Nach Angaben der BAG W haben nur wenige sozial benachteiligte Haushalte überhaupt die Chance, eine Sozialwohnung zu bekommen. Derzeit stünden deutschlandweit nur noch rund 60.000 günstige bezugsfähige Wohnungen zur Verfügung, der Bedarf liege jedoch bei einer Million. Aussicht auf Besserung? Kaum. Viele Kommunen verkaufen Wohnungsbestände und sanieren damit ihren Haushalt.

Auch viele Frauen sind heute von Wohnungsnot betroffen. Ihr Anteil hat sich auf inzwischen 15 bis 20 Prozent hochgependelt – die BAG W schätzt die Zahl auf rund 90.000.

Bund, Länder und Kommunen seien jetzt gefragt, Verantwortung zu übernehmen. Klar sei: Es muss mehr Programme für Sozialwohnungen geben. „Daneben ist es unerlässlich, dass Menschen in ihren Berufen so bezahlt werden, dass das Einkommen für angemessenen Wohnraum auch ausreicht“, so Sellner.

Einblick in die Welt eines Wohnungslosen gibt der Caritas-Film über Klaus-Dieter aus der Reihe „Was bedeutet Heimat?“:

 

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