Kultur und Religion

Masterstudiengang Interreligiöse Dialogkompetenz

Eröffnung des neuen Studienjahres  

 

Im März 2018 begannen die Studierenden des berufsbegleitenden Masterstudiengangs „Interreligiöse Dialogkompetenz“ ihr letztes Studienjahr. Eröffnet wurde das Jahr mit einer Gastvorlesung des Islamwissenschaftlers Mouhanad Khorchide. (rechts im Bild, im Gespräch mit dem Studiengangsleiter bei der KatHO Prof. Dr. Joachim Windolph, links im Bild und Heinz Müller vom Diözesan-Caritasverband, Bildmitte.) Die Abteilung Integration und Migration arbeitet bereits seit über 10 Jahren mit Mouhanad Khorchide bei Kongressen, Buch-Veröffentlichungen und weiteren Themen zusammen. Die erste Begegnung erfolgte damals in Wien anlässlich einer europäischen Lerngruppe.

 

Im Audimax der Philosophisch-Theologischen Hochschule SVD St. Augustin referierte  Prof. Dr. Mouhanad Khorchide zum Thema „Spiritualität und Friedensfähigkeit im Islam“. Er ist Lehrstuhlinhaber für Islamische Religionspädagogik und Leiter des Zentrums für Islamische Theologie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Aus christlicher Perspektive antwortete Pater Dr. Cosmas Hoffmann OSB. Er ist für Fundamentaltheologie und Religionswissenschaft an der Hochschule der Steyler in St. Augustin ist.

 

Die neue Studiengruppe startet im Oktober 2018. Interessierte können sich noch bis Ende März 2018 bewerben unter: www.interreligioeser-master.de. Der Studiengang findet in Kooperation zwischen der Katholischen Hochschule NRW, Abt. Köln (KatHo) , dem Erzbistum Köln, Referat Dialog und Verkündigung, dem Diözesan-Caritasverband, Abt. Integration und Migration und der Philosophisch-theologischen Hochschule der Steyler statt.

 

 

Zuwanderung und kulturelle Vielfalt verändern unsere Gesellschaft und stellen soziale Dienste und Einrichtungen vor neue Herausforderungen.

 

Mit bloßem Zur-Kenntnis-Nehmen der Migration kann die vor uns stehende Aufgabe nicht zukunftsträchtig gelöst werden.

 

Ziel einer Integrationsgesellschaft muss es sein, dass alle hier Lebenden - ob mit oder ohne Zuwanderungsgeschichte - die Vielfalt ethnischer, kultureller und religiöser Einflüsse und Ausprägungen des Alltags als Realität erkennen und die hier verborgenen Reichtümer zu nutzen wissen. Das bedeutet, den Fremden als Menschen ernst nehmen, in seiner Eigenheit verstehen und seiner Würde achten.

 

 

Gesellschaftlicher und religiöser Wandel

Deutschland und Europa entwickeln sich zu multikulturellen und multireligiösen Gesellschaften Darin steckt viel Potenzial - gleichzeitig stellen sich Herausforderungen. Menschen unterschiedlicher kultureller Herkunft und religiöser Beheimatung leben Tür an Tür. Dem friedlichen Zusammenleben förderlich ist es, sich mit dem Eigenen und dem Fremden auseinander zu setzen.

Schon 2006 hat der Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln e. V. die interkulturelle Öffnung zum strategischen Ziel der Caritas im Erzbistum Köln erklärt. Alle Menschen, unabhängig von ihrer Herkunft, kulturelen oder religiösen Prägung sollen gleichberechtigten Zugang zu Diensten und Einrichtungen der Caritas haben. Mitarbeitende aller Caritas- und Fachverbände sollen interkulturelle und interreligiöse Kompetenz erwerben.

Seit 2007 hat es - maßgeblich angestoßen vom Bereich Integration und Migration - vielfältige Angebote und Initiativen zur Umsetzung einer interkulturell und interreligiös kompetenten Caritas gegeben. Das "Wissen" alleine macht aber noch nicht kompetent. Die notwendige offene "Haltung" und der RESPEKT vor anderen kulturellen und religiösen Formen des Lebens sind mindestens ebenso wichtig. Folgende Initiativen und Angebote der Abteilung Integration und Migration im Diözesan-Caritasverband machen vorstellbar und gern auch nachahmbar, wie multikulturelle und multireligiöse Offenheit und Kompetenz entwickelt werden können. Mehr Informationen finden Sie hier

 

 

Engel der Kulturen in Engelskirchen

Das diözesane Vernetzungs-Projekt "vielfalt. viel wert.", das diözesane Pilotprojekt "Wege gehen" und die 'young caritas' beim Caritasverband für den Oberbergischen Kreis e. V. ermöglichten gemeinsam mit weiteren Kooperationspartnern aus dem Gemeinwesen, den "Engel der Kulturen" in Engelskirchen. Hierzu den Filmbeitrag